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Die Bibel in einem Jahr · Tag 99 von 365

1. Chronik 17–20

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

1. Chronik 17

1Als nun David in seinem Hause wohnte, sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Hause von Zedern; die Lade des Bundes des Herrn aber weilt unter Fellen. 2Nathan sprach zu David: Alles, was du in deinem Herzen hast, tue; denn Gott ist mit dir. 3Da erging in dieser Nacht das Wort Gottes an Nathan also: 4Gehe hin und sprich zu meinem Diener David: So spricht der Herr: Nicht du sollst mir ein Haus zur Wohnung bauen! 5Denn ich habe in keinem Hause geweilt, seit der Zeit, da ich Israel herausgeführt habe, bis auf diesen Tag, vielmehr wechselte ich immer die Orte für das Zelt und blieb im Gezelte 6mit ganz Israel. Habe ich je zu einem der Richter Israels, denen ich geboten, mein Volk zu weiden, gesprochen, dass ich sagte: Warum habt ihr mir kein Haus von Zedern gebaut? 7So rede denn jetzt zu meinem Diener David: So spricht der Herr der Heerscharen: Ich habe dich, da du auf der Weide den Schafen nachgingest, weggenommen, damit du über mein Volk Israel Fürst seiest. 8Und ich war mit dir, wohin du auch gingest, und tötete alle deine Feinde vor dir und ich habe dir einen Namen gemacht, wie der eines Großen, die auf Erden gefeiert werden. 9Und ich habe meinem Volke Israel eine Stätte gegeben, dort wird es gepflanzt werden und wohnen und fürder nicht beunruhigt werden; und die Söhne der Ungerechtigkeit werden sie nicht bedrücken wie vordem, 10von der Zeit an, da ich meinem Volke Israel Richter gab, und ich habe alle deine Feinde gedemütigt. Nun aber künde ich dir an, dass der Herr dir ein Haus erbauen wird. 11Und wenn einst deine Tage vollendet sind und du zu deinen Vätern gehest, so werde ich dir einen Nachkommen erwecken, der einer von deinen Söhnen sein wird; und ich will seine Herrschaft festigen. 12Dieser soll mir ein Haus bauen und ich werde seinen Thron befestigen in Ewigkeit. 13Ich werde ihm Vater sein und er soll mir Sohn sein und ich werde ihm mein Erbarmen nicht entziehen, wie ich es dem entzogen habe, der vor dir war. 14Und ich will ihn in mein Haus und in mein Reich auf ewig setzen und sein Thron soll festgegründet sein bis in Ewigkeit. 15Allen diesen Worten und diesem ganzen Gesichte gemäß redete Nathan zu David. 16Da ging der König David hin und ließ sich vor dem Herrn nieder und sprach: Wer bin ich, Herr, Gott! und was ist mein Haus, dass du mir solches gewährt hast? 17Und auch dies schien in deinen Augen noch wenig, denn du gabst dem Hause deines Dieners auch für die Zukunft eine Zusage und hast mich über alle Menschen an Ansehen erhöht, Herr, Gott! 18Was kann David noch weiter sagen, da du so deinen Diener verherrlicht und anerkannt hast? 19Herr! um deines Dieners willen hast du nach deinem Herzen all dies Große getan und wolltest, dass die Großtaten alle kund werden. 20Herr! Dir ist niemand gleich und kein anderer Gott ist außer dir, nach alledem, was wir mit unsern Ohren gehört haben. 21Denn wo ist wohl ein anderes Volk, wie dein Volk Israel, das einzige Volk auf Erden, zu dem Gott hinging, es zu befreien und zu seinem Volke zu machen und mit großer Macht und mit Schrecken die Völker zu vertreiben, vor demselben Volke, das er aus Ägypten befreit hat? 22Und du hast dir dein Volk Israel auf ewig zu deinem Volke bestimmt und du, Herr! bist sein Gott geworden. 23Nun also, Herr! lass das Wort, das du zu deinem Diener und über sein Haus geredet hast, in Kraft bleiben auf ewig und tue, wie du gesprochen hast. 24Es währe dein Name und werde verherrlicht in Ewigkeit und man spreche: Der Herr der Heerscharen ist der Gott Israels und das Haus Davids, seines Dieners, sei beständig vor ihm. 25Denn du, Herr, mein Gott! hast das Ohr deines Dieners eröffnet, dass du ihm ein Haus erbauen wollest, und darum hat dein Diener Mut gefunden, vor dir zu beten. 26Nun denn, o Herr! du bist Gott und hast deinem Diener so große Wohltaten verkündigt 27und hast begonnen, das Haus deines Dieners zu segnen, dass es immer vor dir bestehe; denn wenn du es segnest, o Herr, wird es auf ewig gesegnet sein!

1. Chronik 18

1Hiernach aber geschah es, dass David die Philister schlug und sie niederwarf und Geth samt seinen Tochterstädten der Hand der Philister entriss. 2Auch schlug er Moab und so wurden die Moabiter David untertan und brachten ihm Tribut dar. 3Zur selben Zeit schlug David auch Adarezer, den König von Soba, in der Landschaft Hemath, als er hinzog, seine Herrschaft bis an den Euphratstrom zu erweitern. 4David brachte tausend Wagen und siebentausend Reiter und zwanzigtausend Mann Fußvolk in seine Gewalt und lähmte alle Wagenpferde mit Ausnahme von hundert Gespannen, die er für sich zurückbehielt. 5Es kamen aber noch die Syrer von Damaskus, um Adarezer, dem Könige von Soba, Hilfe zu leisten; doch auch von seinen Leuten erschlug David zweiundzwanzigtausend Mann. 6Sodann legte er Kriegsvolk nach Damaskus, so dass auch die Syrer ihm untertan wurden und Tribut darbringen mussten. So half ihm der Herr in allem, wozu er auszog. 7Und David nahm die goldenen Köcher, welche die Diener Adarezers gehabt hatten, und brachte sie nach Jerusalem; 8dazu von Thebath und Chun, den Städten Adarezers, sehr viel Erz, von dem Salomon das eherne Meer und die Säulen und die ehernen Gerätschaften machte. 9Als Thou, der König von Hemath, dies erfuhr, dass nämlich David das ganze Heer Adarezers, des Königs von Soba, geschlagen habe, 10sandte er seinen Sohn Adoram zu dem Könige David, um ihn um Frieden zu bitten und ihm Glück zu wünschen, dass er Adarezer geschlagen und überwunden habe; Thou war nämlich ein Feind Adarezers. 11Auch weihte der König David dem Herrn alle goldenen und silbernen und ehernen Gerätschaften zusamt dem Silber und dem Golde, das er allen Völkern abgenommen hatte, Idumäa, Moab und den Söhnen Ammons, wie den Philistern und den Amalekitern. 12Abisai aber, der Sohn Sarvias, schlug die Edomiter im Salztal, achtzehntausend, 13und legte eine Besatzung nach Edom, und so wurde Idumäa David untertan; und der Herr half David in allem, wozu er auszog. 14So herrschte David über ganz Israel und übte Recht und Gerechtigkeit gegen sein ganzes Volk. 15Und Joab, der Sohn Sarvias, war über das Heer gesetzt, Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler, 16Sadok aber, der Sohn Achitobs, und Achimelech, der Sohn Abiathars, waren Priester; und Susa war Schreiber. 17Und Banajas, der Sohn Jojadas, war über die Scharen der Cerether und Phelether gesetzt und die Söhne Davids waren die ersten zur Seite des Königs.

1. Chronik 19

1Es geschah aber, dass Naas, der König der Söhne Ammons, starb und sein Sohn König an seiner Statt ward. 2Da sprach David: Ich will gegen Hanon, des Sohn des Naas, Teilnahme zeigen; denn sein Vater hat mir Liebe erwiesen. So sandte David denn Boten hin, ihm wegen des Todes seines Vaters Trost zuzusprechen. Als diese aber in das Land der Söhne Ammons kamen, um Hanon Trost zuzusprechen, 3sagten die Fürsten der Söhne Ammons zu Hanon: Meinst du etwa, David habe deinem Vater zu Ehren solche gesandt, die dir Trost spenden sollen, und merkst du nicht, dass seine Diener zu dir gekommen sind, um dein Land zu erkunden und auszuspähen und zu erforschen? 4Da ließ Hanon den Dienern Davids Haupt und Bart scheeren und ihnen die Kleider von den Lenden bis an die Füße abschneiden und entließ sie so. 5Als sie nun fort gingen und David dies kund tun ließen, sandte er ihnen entgegen (denn man hatte ihnen eine große Schmach angetan) und befahl ihnen, in Jericho zu bleiben, bis ihnen der Bart gewachsen sei, alsdann sollten sie zurückkehren. 6Da aber die Söhne Ammons sahen, dass sie David eine Unbill angetan hatten, sandten sowohl Hanon wie das übrige Volk tausend Talente Silbers, um von Mesopotamien und von den Syrern zu Maacha und von Soba Wagen und Reiter zu dingen. 7Sie warben zweiunddreißigtausend Wagen und den König von Maacha mit seinem Kriegsvolke; diese kamen und lagerten sich vor Medaba. Auch die Söhne Ammons versammelten sich gleichfalls aus ihren Städten und zogen zum Kampfe aus. 8Als David dies hörte, entsandte er Joab und das ganze Heer der streitbaren Männer. 9Und die Söhne Ammons zogen aus und stellten sich in Schlachtordnung vor dem Tore der Stadt auf; während die Könige, die ihr zu Hilfe gekommen waren, abgesondert auf freiem Felde standen. 10Als nun Joab sah, dass der Kampf sich von vorn und von hinten gegen ihn richtete, las er die Tapfersten von ganz Israel aus und trat den Syrern entgegen. 11Den übrigen Teil der Mannschaft aber übergab er dem Befehle seines Bruders Abisai und sie rückten den Söhnen Ammons entgegen. 12Da sprach er: Siegen die Syrer über mich, so komme mir zu Hilfe; siegen aber die Söhne Ammons über dich, so komme ich dir zu Hilfe. 13Sei tapfer und lass uns mannhaft für unser Volk und für die Städte unsers Gottes einstehen; der Herr aber tue, was gut ist in seinen Augen! 14So rückte Joab und das Volk, das bei ihm war, gegen die Syrer in den Kampf, und er schlug sie in die Flucht. 15Als nun die Söhne Ammons sahen, dass die Syrer geflohen waren, flohen sie gleichfalls vor seinem Bruder Abisai und zogen sich in die Stadt zurück. Da kehrte auch Joab nach Jerusalem zurück. 16Da aber die Syrer sahen, dass sie von Israel geschlagen waren, sandten sie Boten aus und ließen die Syrer herbeirufen, die jenseits des Stromes waren; Sophach, der Heerführer Adarezers, war ihr Anführer. 17Als dies David gemeldet ward, sammelte er ganz Israel, ging über den Jordan, stieß auf sie und stellte sich ihnen in Schlachtordnung zum Streite entgegen und sie nahmen den Kampf gegen ihn auf. 18Doch die Syrer flohen vor Israel und David vernichtete von den Syrern siebentausend Wagen und vierzigtausend Mann Fußvolk, auch Sophach, den Anführer des Heeres. 19Als nun die Leute Adarezers sahen, dass sie von Israel geschlagen waren, gingen sie zu David über und unterwarfen sich; und fortan wollten die Syrer den Söhnen Ammons nicht mehr Hilfe leisten.

1. Chronik 20

1Es begab sich aber nach Umlauf eines Jahres, zu der Zeit, in der die Könige in den Krieg zu ziehen pflegen, sammelte Joab das Heer und die Kriegsmacht und verheerte das Land der Söhne Ammons; sodann zog er hin und belagerte Rabba; David aber blieb in Jerusalem, während Joab Rabba besiegte und es zerstörte. 2Da nahm David die Krone vom Haupte Melchoms und fand sie ein Talent Goldes schwer und mit den kostbarsten Edelsteinen geschmückt und er machte für sich eine Krone daraus und führte auch eine reiche Beute aus der Stadt fort. 3Die Bevölkerung derselben aber führte er heraus und ließ Dreschwagen und Schleifen und eisenbeschlagene Wagen über sie dahingehen, so dass sie zerschnitten und zermalmt wurden. So verfuhr David mit allen Städten der Söhne Ammons; alsdann kehrte er mit all seinem Kriegsvolke nach Jerusalem zurück. 4Hiernach kam es mit den Philistern in Gazer zum Kampfe, in welchem Sobochai, der Husathiter, den Saphai von dem Geschlechte der Raphaiter schlug und sie niederwarf. 5Nochmals kam es zum Kampfe mit den Philistern; in diesem erschlug Adeodatus, der Sohn des Saltus, der Bethlehemit, den Bruder Goliaths, des Gethiters, dessen Speerschaft wie ein Weberbaum war. 6Wieder eine andere Fehde brach aus in Geth, dort war ein Mensch von gewaltiger Länge, der je sechs Finger und sechs Zehen hatte, das ist zusammen vierundzwanzig; auch er stammte aus dem Geschlechte Rapha. 7Dieser sprach Israel Hohn; da erschlug ihn Jonathan, der Sohn Samaas, des Bruders Davids. Dies sind die Söhne Rapha in Geth, welche durch die Hand Davids und seiner Leute fielen.

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