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Die Bibel in einem Jahr · Tag 93 von 365

2. Könige 21–24

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

2. Könige 21

1Zwölf Jahre war Manasses alt, als er zu herrschen begann, und fünfundfünfzig Jahre herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Haphsiba. 2Er tat, was vor den Augen des Herrn böse ist, nach dem Götzendienste der Völker, welche der Herr vor den Augen der Söhne Israels vertilgt hatte. 3Er wendete sich dem Bösen zu und baute die Höhen wieder, welche sein Vater Ezechias zerstört hatte, und errichtete dem Baal Altäre und machte Haine, wie Achab, der König von Israel, getan hatte, und betete das ganze Heer des Himmels an und verehrte es. 4Auch baute er Altäre im Hause des Herrn, von dem der Herr gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen eine Stätte geben! 5Und er errichtete dem ganzen Heere des Himmels Altäre in den beiden Vorhöfen des Tempels des Herrn. 6Auch ließ er seinen Sohn durch das Feuer gehen, trieb Wahrsagerei, beobachtete Zeichen, bestellte Wahrsager und vermehrte die Zeichendeuter, so dass er tat, was vor dem Herrn böse ist, und ihn zum Zorne reizte. 7Auch stellte er ein Götzenbild des Haines, den er eingerichtet hatte, in den Tempel des Herrn, von welchem der Herr zu David und zu seinem Sohne Salomon gesprochen hatte: In diesem Tempel und zu Jerusalem, das ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen auf ewig. 8Und ich will den Fuß Israels nicht mehr weichen lassen aus dem Lande, das ich ihren Vätern gegeben habe; jedoch nur, wenn sie alles halten und tun, was ich ihnen geboten, und das ganze Gesetz, welches ihnen mein Diener Moses anbefohlen hat. 9Sie aber hörten nicht darauf, sondern ließen sich von Manasses verführen, dass sie es ärger machten als die Völker, welche der Herr vor dem Angesichte der Söhne Israels vertilgt hatte. 10Da redete der Herr durch seine Diener, die Propheten, und sprach: 11Weil Manasses, der König von Juda, diese schlimmen Greuel getan, die ärger sind als alles, was die Amorrhiter vor ihm getan haben und auch Juda zur Sünde verführt hat durch seine Unreinigkeiten, 12darum spricht der Herr, der Gott Israels, also: Siehe, ich werde Unglück über Jerusalem und Juda herbeiführen, dass jedem, der es hört, beide Ohren klingen sollen. 13Und ich will über Jerusalem die Messschnur Samarias spannen und das Gewicht des Hauses Achabs; und ich will Jerusalem auslöschen, wie man eine Schreibtafel auszulöschen pflegt, und will es abwischen und umkehren und mehr als einmal mit dem Griffel über seine Fläche hinfahren. 14Und ich will den Überrest meines Erbteiles verstoßen und ihn in die Hände ihrer Feinde übergeben, dass sie allen ihren Feinden zur Verwüstung und zum Raube werden; 15weil sie getan, was vor mir böse ist, und nicht aufgehört haben, mich zum Zorne zu reizen, von dem Tage an, wo ihre Väter aus Ägypten gezogen sind, bis auf diesen Tag. 16Überdies vergoss Manasses auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem bis oben damit anfüllte, außer seinen Sünden, zu denen er Juda verführte, dass es tat, was vor dem Herrn böse ist. 17Was aber sonst von Manasse zu sagen ist und alles, was er getan, und seine Sünde, die er begangen, steht das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Israel? 18Und Manasses entschlief zu seinen Vätern und wurde im Garten seines Hauses, im Garten Oza, begraben; sein Sohn Amon ward König an seiner Statt. 19Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er zu herrschen begann, und zwei Jahre herrschte er zu Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Messalemeth, eine Tochter des Harus aus Jeteba. 20Er tat, was böse ist in den Augen des Herrn, wie sein Vater Manasses getan hatte. 21Und er wandelte ganz auf dem Wege, den sein Vater gewandelt war, und diente den Unreinigkeiten, denen sein Vater gedient hatte, und betete sie an; 22und er verließ den Herrn, den Gott seiner Väter, und wandelte nicht auf dem Wege des Herrn. 23Da bereiteten ihm seine Diener Nachstellungen und töteten den König in seinem Hause. 24Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich wider den König Amon verschworen hatten, und sie setzten seinen Sohn Josias zum König über sich an seiner Statt. 25Was aber sonst von Amon zu sagen ist, was er getan, steht das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Juda? 26Und sie begruben ihn in seinem Grabe, im Garten. Oza und sein Sohn Josias ward König an seiner Statt.

2. Könige 22

1Acht Jahre war Josias alt, da er zu herrschen begann, und einunddreißig Jahre herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Idida, eine Tochter Hadajas aus Besekath. 2Er tat, was vor dem Herrn wohlgefällig war, und wandelte auf allen Wegen seines Vaters David und wich nicht ab, weder zur Rechten noch zur Linken. 3Aber im achtzehnten Jahre des Königs Josias sandte der König Saphan, den Sohn Aslias, der ein Sohn Messulams war, den Schreiber des Tempels des Herrn, und sprach zu ihm: 4Gehe hin zu dem Hohenpriester Helkias, dass man das Geld, welches in den Tempel des Herrn gebracht worden ist, welches die Türhüter des Tempels von dem Volke gesammelt haben, zusammentue. 5Diese sollen es durch die Vorsteher des Hauses des Herrn den Werkleuten geben, damit sie es denen verteilen, die im Tempel des Herrn arbeiten, um das, was am Tempel baufällig ist, auszubessern: 6nämlich den Zimmerleuten und den Steinmetzen und denen, welche die Lücken ausfüllen; und um Holz und Steine aus den Steinbrüchen zu kaufen, damit der Tempel des Herrn wiederhergestellt werde. 7Doch berechne man ihnen das Geld, das sie empfangen, nicht, sondern sie mögen auf Treu und Glauben damit schalten. 8Da sprach der Hohepriester Helkias zu dem Schreiber Saphan: Das Gesetzbuch habe ich im Hause des Herrn gefunden; und Helkias gab das Buch Saphan und dieser las es. 9Als nun der Schreiber Saphan zu dem Könige kam, gab er ihm über das Bericht, was jener befohlen hatte, und sprach: Deine Diener haben das Geld zusammengetan, welches sich im Hause des Herrn vorfand, und haben es zur Verteilung an die Werkleute den Leitern der Arbeiten am Tempel des Herrn übergeben. 10Auch erzählte der Schreiber Saphan dem Könige und sprach: Der Priester Helkias hat mir ein Buch gegeben. Als nun Saphan es vor dem Könige las 11und der König die Worte des Gesetzbuches des Herrn hörte, zerriss er seine Kleider 12und befahl Helkias, dem Priester, und Ahikam, dem Sohne Saphans, und Achobor, dem Sohne Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Diener des Königs, und sprach: 13Gehet hin und befraget den Herrn über mich und über das Volk und über ganz Juda inbetreff der Worte dieses Buches, welches aufgefunden worden ist; denn groß ist der Zorn des Herrn, der gegen uns entbrannt ist, weil unsere Väter nicht auf die Worte dieses Buches gehört haben, um alles zu tun, was uns vorgeschrieben ist. 14Da gingen der Priester Helkias und Ahikam und Achobor und Saphan und Asaja zu Holda, der Prophetin, dem Weibe Sellums, des Sohnes Thekuas, des Sohnes Araas, des Kleiderhüters, welche in Jerusalem im zweiten Teile wohnte, und sie redeten mit ihr. 15Sie antwortete ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget dem Manne, der euch zu mir gesendet hat: 16Also spricht der Herr: Siehe, ich werde über diesen Ort und über seine Bewohner Unglück kommen lassen, alle Worte des Gesetzes, welche der König von Juda gelesen hat; 17dafür dass sie mich verlassen und fremden Göttern geopfert und mich mit allen Werken ihrer Hände zum Zorne gereizt haben, und mein Zorn wird an diesem Ort entbrennen und wird nicht erlöschen. 18Zu dem Könige von Juda aber, der euch gesandt hat, um den Herrn zu befragen, saget: So spricht der Herr, der Gott Israels: Weil du die Worte des Buches gehört hast 19und dein Herz erschrocken ist und du dich vor dem Herrn verdemütigt hast, als du die Reden wider diesen Ort und seine Bewohner hörtest, dass sie nämlich zum Entsetzen und zum Fluche werden sollen und du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich dich erhört, spricht der Herr. 20Darum will ich dich zu deinen Vätern sammeln und du sollst in Frieden in dein Grab gesammelt werden, so dass deine Augen nicht all das Unglück sehen, das ich über diesen Ort kommen lassen werde.

2. Könige 23

1Sie berichteten also dem Könige, was jener gesagt hatte. Da sandte er hin und alle Ältesten Judas und Jerusalems versammelten sich um ihn. 2Alsdann ging der König hinauf in den Tempel des Herrn und alle Männer von Juda und alle Bewohner Jerusalems und mit ihm die Priester und die Propheten und das ganze Volk, vom Kleinen bis zum Großen; und er las vor ihren Ohren alle Worte des Buches des Bundes, das im Hause des Herrn aufgefunden worden war. 3Und der König trat auf die Stufe und schloss den Bund vor dem Herrn, dass sie dem Herrn nachwandeln und seine Gebote und Zeugnisse und Satzungen von ganzem Herzen und von ganzer Seele halten und die Worte des Bundes wieder aufrichten wollten, welche in diesem Buche geschrieben standen; und das Volk stimmte dem Bunde zu. 4Darauf befahl der König dem Hohenpriester Helkias und den Priestern der zweiten Ordnung und den Türhütern, alle Geräte, die für den Baal und für den Hain und das ganze Heer des Himmels gemacht waren, aus dem Tempel des Herrn zu schaffen; und er verbrannte sie außerhalb Jerusalems im Tale Kedron und schaffte den Staub davon nach Bethel. 5Auch rottete er die Wahrsager aus, welche die Könige von Juda bestellt hatten, um auf den Höhen in den Städten Judas und rings um Jerusalem her zu opfern; ebenso die, welche dem Baal und der Sonne und dem Monde und den zwölf Zeichen und dem ganzen Heere des Himmels Räucherwerk anzündeten. 6Und er ließ den Hain aus dem Hause des Herrn hinaus außerhalb Jerusalems in das Tal Kedron schaffen und verbrannte ihn daselbst und machte ihn zu Staub und warf diesen auf die Gräber des gemeinen Volkes. 7Auch zerstörte er die kleinen Häuser der Lustknaben, welche im Hause des Herrn waren, für welche Frauen eine Art von Hain-Zelten gewebt hatten. 8Sodann versammelte er alle Priester aus den Städten Judas und verunreinigte die Höhen, wo die Priester opferten, von Gabaa bis Bersabee, und riss die Altäre an den Toren nieder am Eingange des Tores Josues, des Stadtobersten, welches zu Linken des Stadttores war. 9Indes gingen die Priester der Höhen nicht zum Altare des Herrn nach Jerusalem hinauf, sondern aßen nur die ungesäuerten Brote inmitten ihrer Brüder. 10Auch Topheth verunreinigte er, welches im Tale der Söhne Ennoms ist, damit niemand seinen Sohn oder seine Tochter durch das Feuer dem Moloch weihte. 11Ferner schaffte er die Rosse ab, welche die Könige von Juda der Sonne geweiht hatten, am Eingange des Tempels des Herrn zunächst dem Gemache Nathanmelechs, des Kämmerers, der in Pharurim war; die Sonnenwagen aber verbrannte er im Feuer. 12Auch die Altäre, die auf dem Dache des Oberzimmers des Achaz waren, welche die Könige von Juda errichtet hatten, sowie die Altäre, welche Manasses in den beiden Vorhöfen des Tempels des Herrn erbaut hatte, riss der König nieder und eilte von da hinweg und streute ihre Asche in den Bach Kedron. 13Auch die Höhen, welche bei Jerusalem zur rechten Seite des Berges des Ärgernisses lagen, welche Salomon, der König von Israel, der Astarte, dem Götzen der Sidonier, und dem Chamos, dem Anstoße Moabs, und dem Melchom, dem Greuel der Söhne Ammons, errichtet hatte, verunreinigte der König. 14Und er zermalmte die Bildsäulen und hieb die Haine um und füllte ihre Stätte mit Totenbeinen. 15Auch den Altar, welcher zu Bethel war, und die Anhöhe, welche Jeroboam, der Sohn Nabats, gemacht, welcher Israel zur Sünde verführt hatte, auch diesen Altar und die Anhöhe zerstörte er und verbrannte sie und zermalmte sie zu Staub und verbrannte den Hain gleichfalls. 16Als nun Josias sich umwandte und daselbst die Gräber sah, welche auf dem Berge waren, sandte er hin, nahm die Gebeine aus den Gräbern und verbrannte sie auf dem Altare und verunreinigte ihn so, dem Worte des Herrn gemäß, welches der Mann Gottes gesprochen, der diese Dinge vorhergesagt hatte. 17Dann sprach er: Was ist das für ein Grabmal, das ich sehe? Die Bürger jener Stadt antworteten ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der von Juda kam und die Dinge verkündet hat, welche du an dem Altare von Bethel getan hast. 18Da sprach er: Lasset ihn, niemand beunruhige seine Gebeine! So blieben seine Gebeine unberührt samt den Gebeinen des Propheten, welcher von Samaria gekommen war. 19Auch alle Höhentempel, die in den Städten Samarias waren, welche die Könige von Israel erbaut hatten, so dass sie den Herrn zum Zorne reizten, schaffte Josias weg; und er verfuhr mit denselben ganz so, wie er zu Bethel getan hatte. 20Und alle Priester der Höhen, die daselbst waren, tötete er bei den Altären, und er verbrannte Menschengebeine auf denselben und kehrte nach Jerusalem zurück. 21Alsdann gebot er allem Volke und sprach: Haltet dem Herrn, eurem Gott; Phase, dem gemäß, was im Buche dieses Bundes geschrieben steht. 22Denn ein solches Phase war nicht gehalten worden seit den Tagen der Richter, welche in Israel gerichtet haben, und alle Tage der Könige von Israel und der Könige von Juda hindurch, 23wie das Phase im achtzehnten Jahre des Königs Josias zu Jerusalem dem Herrn gehalten ward. 24Auch die Wahrsager, die Zauberer, die Götzenbilder, die Unreinigkeiten und den Greuel, welche im Lande Juda und Jerusalem waren, schaffte Josias weg, um die Worte des Gesetzes zur Geltung zu bringen, welche in dem Buche geschrieben standen, das der Priester Helkias im Tempel des Herrn gefunden. 25Und wie er, war vor ihm kein König, der sich zu dem Herrn aus ganzem Herzen und aus ganzer Seele und aus allen Kräften, nach dem ganzen Gesetze Moses gewendet hätte; und nach ihm ist keiner aufgestanden wie er. 26Dennoch aber ward der Herr nicht von dem Zorne seines großen Grimms abgewendet, in dem er wider Juda entbrannt war; um der Sünden willen, mit denen Manasses ihn zum Zorne gereizt hatte. 27Darum sprach der Herr: Auch Juda will ich von meinem Angesichte verstoßen, wie ich Israel verstoßen habe; und ich will diese Stadt Jerusalem, die ich erwählt hatte, verwerfen und das Haus, von dem ich gesagt: Mein Name soll daselbst sein! 28Was aber sonst von Josias zu sagen ist, alles, was er getan, steht das nicht geschrieben im Buche der Geschichte der Könige von Juda? 29In seinen Tagen zog Pharao Nechao, der König von Ägypten, wider den König von Assyrien an den Strom Euphrat herauf; da zog ihm der König Josias entgegen und ward getötet in Mageddo, sobald er seiner ansichtig geworden war. 30Da trugen ihn seine Diener tot von Mageddo fort und brachten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk des Landes nahm Joachaz, den Sohn Josias, und salbte ihn und machte ihn zum Könige an seines Vaters Statt. 31Dreiundzwanzig Jahre war Joachaz alt, als er zu herrschen begann, und drei Monate herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Amital, eine Tochter Jeremias, aus Lobna. 32Er tat, was vor dem Herrn böse war, ganz wie seine Väter getan. 33Und Pharao Nechao ließ ihn gefangen setzen in Rebla, das im Lande Emath liegt, dass er nicht mehr herrschte in Jerusalem, und er legte dem Lande eine Busse von hundert Talenten Silbers und einem Talente Goldes auf. 34Dann machte Pharao Nechao Eliakim, den Sohn Josias, an seines Vaters Josias Statt, zum Könige und änderte seinen Namen in Joakim um; Joachaz aber nahm er und führte ihn nach Ägypten, wo er auch starb. 35Das Silber und Gold aber gab Joakim Pharao, nachdem er einen jeden im Lande eingeschätzt, um es nach dem Befehle Pharaos zusammen zu bringen; von einem jeden aus dem Volke des Landes forderte er nach dessen Vermögen, sowohl Silber als Gold, um es dem Pharao Nechao zu geben. 36Fünfundzwanzig Jahre war Joakim alt, als er zu herrschen begann, und elf Jahre herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Zebida, eine Tochter Phadajas aus Ruma. 37Er tat, was vor dem Herrn böse war, ganz wie seine Väter getan.

2. Könige 24

1In seinen Tagen zog Nabuchodonosor, der König von Babylon, herauf und Joakim wurde ihm drei Jahre lang untertan; alsdann lehnte er sich wiederum auf gegen ihn. 2Da ließ der Herr wider ihn Streifscharen von den Chaldäern und Streifscharen aus Syrien und Streifscharen aus Moab und Streifscharen der Söhne Ammons kommen und sandte sie gegen Juda, um es zu verderben, nach dem Worte des Herrn, das er durch seine Diener, die Propheten, gesprochen hatte. 3Es geschah dies aber durch das Wort des Herrn wider Juda, dass er es aus seiner Gegenwart entfernte, um aller Sünden Manasses wegen, welche er begangen, 4und um des unschuldigen Blutes willen, das er vergossen, so dass er Jerusalem mit dem Blute der Unschuldigen erfüllt hatte, und darum wollte der Herr sich nicht versöhnen lassen. 5Was aber sonst von Joakim zu sagen ist und alles, was er getan hat, steht das nicht geschrieben in den Jahrbüchern der Könige von Juda? Und Joakim entschlief zu seinen Vätern, 6und Joachin, sein Sohn, ward König an seiner Statt. 7Der König von Ägypten aber zog fortan nicht mehr aus seinem Lande; denn der König von Babylon hatte alles weggenommen vom Strome Ägyptens bis an den Fluß Euphrat, was dem Könige von Ägypten gehört hatte. 8Achtzehn Jahre war Joachin alt, als er zu herrschen begann, und drei Monate herrschte er in Jerusalem; der Name seiner Mutter war Nohesta, eine Tochter Elnathans aus Jerusalem. 9Er tat, was vor dem Herrn böse war, ganz wie seine Väter getan. 10In jener Zeit zogen die Knechte Nabuchodonosors, des Königs von Babylon, gegen Jerusalem herauf und die Stadt ward mit Belagerungswerken eingeschlossen. 11Nabuchodonosor, der König von Babylon, zog mit seinen Knechten gegen die Stadt heran, um sie zu belagern. 12Da begab sich Joachin, der König von Juda, zu dem Könige von Babylon hinaus, er selbst, seine Mutter, seine Diener, seine Fürsten und seine Kämmerer; und der König von Babylon nahm ihn im achten Jahre seines Reiches gefangen. 13Auch nahm er von dort alle Schätze des Hauses des Herrn und die Schätze des königlichen Hauses weg und zerschlug alle goldenen Geräte, welche Salomon, der König von Israel, im Tempel des Herrn gemacht hatte, nach dem Worte des Herrn; 14und er führte ganz Jerusalem und alle Fürsten und alle Tapfern des Heeres, zehntausend, fort in die Gefangenschaft, dazu alle Werkleute und Schlosser; und nichts blieb zurück, als das arme Volk des Landes. 15Auch Joachin führte er nach Babylon weg, sowie die Mutter des Königs und die Frauen des Königs und seine Kämmerer; und die Richter des Landes führte er von Jerusalem in die Gefangenschaft nach Babylon, 16zudem alle starken Männer, siebentausend, und die Werkleute und die Schlosser, tausend, alle tüchtigen und kriegsgeübten Männer: diese führte der König von Babylon als Gefangene nach Babylon. 17Und er setzte Matthanias, den Bruder seines Vaters, an seine Statt und gab diesem den Namen Sedekias. 18Einundzwanzig Jahre war Sedekias alt, als er zu herrschen begann, und elf Jahre herrschte er in Jerusalem; der Name seiner Mutter war Amital, eine Tochter Jeremias aus Lobna. 19Er tat, was böse war vor dem Herrn, ganz wie Joakim getan hatte. 20Denn der Herr war wider Jerusalem und wider Juda erzürnt, bis er sie von seinem Angesichte verwarf; und Sedekias fiel von dem Könige von Babylon ab.

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