Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
1. Könige 13
1Siehe, da kam von Juda ein Mann Gottes auf das Wort des Herrn nach Bethel, als Jeroboam an dem Altare stand und Weihrauch streute. 2Und er verkündete gegen den Altar einen Ausspruch des Herrn und sprach: Altar, Altar! so spricht der Herr: Siehe, ein Sohn wird dem Hause David geboren werden, Josias mit Namen, dieser wird dir die Priester der Höhen schlachten, welche jetzt auf dir Weihrauch anzünden, und wird Menschengebeine auf dir verbrennen. 3Und er gab an jenem Tage ein Zeichen und sprach: Das soll das Zeichen sein, dass der Herr gesprochen hat: Sehet, der Altar wird bersten und die Asche, welche auf demselben liegt, wird verstreut werden. 4Als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen, streckte er seine Hand vom Altare her aus und rief: Greifet ihn! Da erstarrte seine Hand, welche er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen. 5Der Altar aber barst und die Asche ward von dem Altare herabgestreut, dem Zeichen gemäß, das der Mann Gottes als Ausspruch Gottes vorherverkündet hatte. 6Da sprach der König zu dem Manne Gottes: Flehe vor dem Angesichte des Herrn, deines Gottes, und bitte für mich, dass mir meine Hand wiederhergestellt werde. Als nun der Mann Gottes vor dem Angesichte des Herrn betete, ließ sich die Hand des Königs wieder an ihn ziehen und wurde, wie sie zuvor gewesen war. 7Darauf sprach der König zu dem Manne Gottes: Komm mit mir in mein Haus, dass du essest, so will ich dir Geschenke geben. 8Der Mann Gottes aber antwortete dem Könige: Wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir gehen und würde auch an diesem Orte nicht Brot essen nach Wasser trinken. 9Denn so ist mir durch das Wort des Herrn befohlen worden, der gebot: Iss weder Brot noch trinke Wasser und kehre nicht auf dem Wege zurück, den du gekommen bist. 10Deshalb zog er auf einem andern Wege fort und kehrte nicht auf dem Wege zurück, auf welchem er nach Bethel gekommen war. 11Es wohnte aber in Bethel ein alter Prophet, zu diesem kamen seine Söhne und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tage in Bethel getan hatte; und die Worte welche er zu dem Könige geredet, berichteten sie ihrem Vater. 12Da sprach ihr Vater zu ihnen: Auf welchem Wege ist er von dannen gezogen? Seine Söhne zeigten ihm den Weg, auf dem der Mann Gottes, der von Juda gekommen, fortgezogen war. 13Hierauf sprach er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Als sie ihn gesattelt hatten, bestieg er denselben 14und zog dem Manne Gottes nach und fand ihn unter der Terebinthe sitzend und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Jener antwortete: Ich bin es! 15Da sprach er zu ihm: Komm mit mir in mein Haus, dass du Brot essest. 16Jener aber antwortete: Ich kann nicht umkehren und mit dir kommen und ich werde an diesem Orte weder Brot essen noch Wasser trinken, 17denn der Herr hat zu mir durch sein Wort geredet und gesagt: Iss daselbst nicht Brot und trinke nicht Wasser und kehre nicht auf dem Wege zurück, auf dem du gekommen bist. 18Da sprach er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du und ein Engel hat mir einen Ausspruch des Herrn verkündet und gesagt: Führe ihn mit dir zurück in dein Haus, dass er Brot esse und Wasser trinke. Und er täuschte ihn 19und führte ihn mit sich zurück. So aß jener denn in seinem Hause Brot und trank Wasser. 20Während sie nun zu Tische saßen, erging das Wort des Herrn an den Propheten, der ihn zurückgeholt hatte. 21Da rief er dem Manne Gottes, der von Juda gekommen war, zu und sprach: So spricht der Herr: Weil du dem Ausspruche des Herrn nicht gehorsam gewesen bist und das Gebot, das der Herr, dein Gott, dir gegeben, nicht bewahrt hast 22und zurückgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Orte, an dem ich dir verboten habe, Brot zu essen und Wasser zu trinken, so soll dein Leichnam nicht in das Grab deiner Väter kommen! 23Nachdem jener also gegessen und getrunken hatte, sattelte er dem Propheten, den er zurückgeholt hatte, dessen Esel. 24Als dieser aber weggezogen war, traf ihn ein Löwe auf dem Wege und tötete ihn und sein Leichnam lag auf den Weg hingestreckt, der Esel aber blieb bei demselben stehen und der Löwe stand neben dem Leichname. 25Und siehe, Männer, die vorüber gingen, sahen den Leichnam auf dem Wege hingestreckt und den Löwen bei dem Leichname stehend. Da kamen sie und machten es in der Stadt kundbar, in welcher jener alte Prophet wohnte. 26Als der Prophet, der ihn vom Wege zurückgeholt hatte, das hörte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, welcher dem Ausspruche des Herrn ungehorsam gewesen ist; der Herr hat ihn dem Löwen preisgegeben und dieser hat ihn zermalmt und getötet nach dem Worte des Herrn, das er zu ihm geredet. 27Dann sprach er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Als diese ihn gesattelt hatten, 28zog er fort und fand seinen Leichnam auf den Weg hingestreckt und den Esel und den Löwen bei dem Leichname stehen; der Löwe hatte von dem Leichnam nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen. 29Da hob der Prophet den Leichnam des Manne Gottes auf und legte ihn auf den Esel und kehrte zurück und brachte ihn in die Stadt des alten Propheten, um ihm die Trauerklage zu halten. 30Und er legte dessen Leichnam in sein eigenes Grab und sie beklagten ihn: Ach, ach, mein Bruder! 31Und als sie ihn beklagt hatten, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn ich gestorben bin, so begrabet mich in dem Grabe, in dem der Mann Gottes begraben ist; neben seine Gebeine leget meine Gebeine. 32denn wahrlich, die Voraussagung wird in Erfüllung gehen, welche er als Ausspruch des Herrn getan hat gegen den Altar, der zu Bethel ist, und gegen alle Tempel der Höhen, die in den Städten Samarias sind. 33Aber auch nach diesen Ereignissen kehrte Jeroboam nicht von seinem schlimmen Wege um, sondern machte im Gegenteil Leute aus den Geringsten des Volkes zu Priestern auf den Höhen; wer nur wollte, dem füllte er die Hand und dieser ward ein Priester der Höhen. 34Dies also war die Sünde des Hauses Jeroboams und deswegen ward es vernichtet und vertilgt vom Angesichte der Erde.
1. Könige 14
1Um jene Zeit erkrankte Abia, der Sohn Jeroboams. 2Da sprach Jeroboam zu seinem Weibe: Mach dich auf und verkleide dich, dass man dich nicht als die Gattin Jeroboams erkenne, und gehe nach Silo, wo der Prophet Ahias ist, der mir gesagt hat, dass ich über dieses Volk herrschen werde. 3Nimm auch zehn Brote mit dir und einen Kuchen und ein Gefäß mit Honig und gehe zu ihm; denn er wird dir anzeigen, wie es diesem Knaben ergehen wird. 4Jeroboams Weib tat, wie er gesagt hatte, und machte sich auf und ging nach Silo und kam in das Haus des Ahias; dieser aber konnte nicht sehen, denn seine Augen waren schon dunkel geworden vor Alter. 5Der Herr aber sprach zu Ahias: Siehe, das Weib Jeroboams kommt herein, um dich wegen ihres kranken Sohnes zu befragen. Dies und das sage ihr. Als sie nun hereintrat und zu verheimlichen suchte, wer sie sei, 6hörte Ahias das Geräusch ihrer Schritte, als sie zur Tür hereintrat, und sprach: Tritt herein, Gattin Jeroboams! Warum stellst du dich, als ob du eine andere wärest? Ich aber bin an dich gesandt mit harter Botschaft. 7Gehe hin und sage Jeroboam: So spricht der Herr, der Gott Israels: Weil ich dich aus der Mitte des Volkes emporgehoben und dich zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt 8und das Reich des Hauses Davids geteilt und dir gegeben habe, du aber nicht gewesen bist, wie mein Diener David, der meine Gebote beobachtete und mir mit ganzem Herzen folgte, indem er tat, was in meinen Augen wohlgefällig war, 9sondern mehr Böses getan hast als alle, die vor dir waren, und dir fremde Götter und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zum Zorne zu reizen, mich aber hinter dich geworfen hast, 10siehe, darum werde ich über das Haus Jeroboams Unglück bringen und werde von Jeroboam jeden schlagen, der die Wand näßt, und den Eingeschlossenen und Geringsten in Israel; und ich will die Überbleibsel des Hauses Jeroboams hinwegfegen, wie man Kot hinwegzufegen pflegt, bis alles rein ist. 11Wer von Jeroboams Nachkommen in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels fressen; denn der Herr hat geredet! 12Mache dich also auf und gehe in dein Haus und eben, wenn deine Füße in die Stadt eintreten, wird der Knabe sterben 13und ganz Israel wird ihn betrauern, und begraben; denn dieser allein wird von Jeroboams Nachkommen in ein Grab kommen, weil sich an ihm etwas Gutes gefunden hat vor dem Herrn, dem Gott Israels, im Hause Jeroboams. 14Der Herr aber wird sich einen König über Israel setzen, der das Haus Jeroboams an diesem Tage und um diese Zeit schlagen wird, 15und der Herr, Gott, wird Israel erschüttern, wie ein Rohr im Wasser sich zu bewegen pflegt, und wird Israel aus diesem guten Lande, das er ihren Vätern gegeben, reißen und sie jenseits des Flusses zerstreuen, weil sie sich Haine gemacht haben, um den Herrn zum Zorne zu reizen. 16Und der Herr wird Israel preisgeben um der Sünden Jeroboams willen, der gesündigt und Israel zur Sünde verführt hat. 17Da machte sich das Weib Jeroboams auf und ging fort und kam nach Thersa, und als sie über die Schwelle des Hauses trat, starb der Knabe 18und sie begruben ihn. Und ganz Israel betrauerte ihn nach dem Ausspruche des Herrn, den er durch seinen Diener, den Propheten Ahias, gegeben hatte. 19Was aber sonst noch von Jeroboam zu sagen ist, wie er Kriege geführt und regiert hat, siehe, das ist den Jahrbüchern der Könige von Israel beschrieben. 20Die Zeit, welche Jeroboam herrschte, beträgt zweiundzwanzig Jahre; und er entschlief zu seinen Vätern und Nadab, sein Sohn, ward König an seiner Statt. 21Roboam aber, der Sohn Salomons, herrschte in Juda. Einundvierzig Jahre war Roboam alt, als er König ward, und siebzehn Jahre herrschte er in Jerusalem, der Stadt, welche der Herr aus allen Stämmen Israels erwählt hat, seinem Namen dort eine Stätte zu geben. Der Name seiner Mutter aber war Naama, eine Ammanitin. 22Und Judas tat, was böse war vor dem Herrn, und sie reizten ihn mehr zum Zorne als alles, was ihre Väter mit ihren Sünden getan, die sie begingen. 23Denn auch sie bauten sich Altäre und Bildsäulen und Haine auf jedem hohen Hügel und unter jedem grünen Baume 24und auch Buhldiener waren im Lande und sie verübten alle Greuel der Völker, welche der Herr vor den Söhnen Israels vertilgt hatte. 25Im fünften Jahre der Herrschaft Roboams aber zog Sesak, der König von Ägypten, gegen Jerusalem heran 26und nahm die Schätze des Königshauses und raubte alles, auch die goldenen Schilde, die Salomon hatte machen lassen. 27An ihrer Stelle ließ der König Roboam eherne Schilde machen und übergab diese den Obersten der Schildträger und derer, welche an der Türe des Königshauses Wache hielten. 28Wenn der König in das Haus des Herrn ging, trugen sie die, deren Amt es war, vorauszugehen, und darnach trugen sie dieselben in die Rüstkammer der Schildträger zurück. 29Was aber sonst von Roboam zu sagen ist und alles, was er getan hat, siehe, das ist in den Jahrbüchern der Könige von Juda beschrieben. 30Und es war allezeit Krieg zwischen Roboam und Jeroboam. 31Und Roboam entschlief zu seinen Vätern und ward bei ihnen in der Davidsstadt begraben, der Name seiner Mutter aber war Naama, eine Ammanitin, und sein Sohn Abiam ward König an seiner Statt.
1. Könige 15
1Im achtzehnten Jahre also der Herrschaft Jeroboams, des Sohnes Nabats, ward Abiam König von Juda. 2Drei Jahre herrschte er zu Jerusalem; der Name seiner Mutter war Maacha, eine Tochter Abessaloms. 3Er wandelte in allen Sünden seines Vaters, welche dieser vor ihm getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem Herrn, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 4Aber um Davids willen gab ihm der Herr, sein Gott, eine Leuchte in Jerusalem, dass er seinen Sohn nach ihm berief und Jerusalem bestehen ließ, 5weil David getan hatte, was Recht war in den Augen des Herrn, und nicht abgewichen war von dem allem, was er ihm geboten hatte alle Tage seines Lebens hindurch, außer in der Angelegenheit des Hethiters Urias. 6Es war aber Krieg zwischen Roboam und Jeroboam die ganze Zeit seines Lebens hindurch. 7Was aber sonst von Abiam zu sagen ist, und alles, was er tat, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Juda beschrieben? Und es war Krieg zwischen Abiam und zwischen Jeroboam. 8Und Abiam entschlief zu seinen Vätern und sie begruben ihn in der Davidsstadt und sein Sohn Asa ward König an seiner Statt. 9Im zwanzigsten Jahre Jeroboams, des Königs von Israel, ward Asa König von Juda 10und herrschte einundvierzig Jahre in Jerusalem. Der Name seiner Mutter war Maacha, eine Tochter des Abessalom. 11Asa tat, was in den Augen des Herrn recht war, wie sein Vater David, 12und schaffte die Buhldiener aus dem Lande und reinigte es von allem Unrat der Götzen, welche seine Väter gemacht hatten. 13Auch Maacha, seine Mutter, entfernte er, dass sie nicht mehr Vorsteherin in den Heiligtümern des Priapus war und in dessen Haine, welchen sie ihm geweiht hatte; und er zerstörte dessen Höhle und zerbrach das Schandbild und verbrannte es im Tale Cedron. 14Die Höhen aber schaffte er nicht ab, jedoch war das Herz Asas ungeteilt mit dem Herrn sein ganzes Leben hindurch. 15Und er brachte das, was sein Vater geweiht und gelobt hatte, in das Haus des Herrn, Silber, Gold und Geräte. 16Es war aber Krieg zwischen Asa und Baasa, dem Könige von Israel, solange sie lebten. 17Und Baasa, der König von Israel, zog gegen Juda herauf und baute Rama, dass niemand von der Seite Asas, des Königs von Juda, aus- oder eingehen konnte. 18Da nahm Asa alles Silber und Gold, welches in den Schätzen des Königshauses noch übriggeblieben war, und gab es seinen Dienern und sandte sie zu Benadad, dem Sohne Tabremons, des Sohnes Hezions, dem Könige von Syrien, der in Damaskus wohnte, und ließ ihm sagen: 19Es besteht ein Bündnis zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater; darum sende ich dir als Geschenke Silber und Gold und bitte, du wollest kommen und deinen Bund mit Baasa, dem Könige von Israel, auflösen, dass er von mir ablasse. 20Benadad willfahrte dem Könige Asa und sandte seine Heerführer in die Städte Israels; diese schlugen Ahion, Dan, Abelbeth Maacha, und ganz Cenneroth, nämlich das ganze Land Nephthali. 21Als Baasa dies hörte, ließ er davon ab Rama zu bauen und kehrte nach Thersa zurück. 22Der König Asa aber sandte ein Aufgebot durch ganz Juda und sprach: Niemand soll entschuldigt sein. Und sie holten die Steine von Rama und das Holz, mit dem Baasa gebaut hatte, und der Königs Asa baute damit Gabaa-Benjamin und Maspha. 23Was aber sonst von Asa zu sagen ist und alle seine tapferen Taten und alles, was er verrichtet, und welche Städte er gebaut hat, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Juda beschrieben? In seinem Alter aber litt er an den Füßen. 24Und er entschlief zu seinen Vätern und ward bei ihnen in der Stadt seines Vaters David begraben. Sein Sohn Josaphat ward König an seiner Statt. 25Nadab aber, der Sohn Jeroboams, war König von Israel geworden in zweiten Jahre Asas, des Königs von Juda, und herrschte über Israel zwei Jahre. 26Er tat, was vor dem Herrn böse ist, und wandelte auf den Wegen seines Vaters und in dessen Sünden, durch welche er Israel zur Sünde verführt hatte. 27Baasa aber, der Sohn Ahias vom Hause Issachar, stellte ihm nach und schlug ihn in Gebbethon, einer Stadt der Philister; denn Nadab und ganz Israel belagerten Gebbethon. 28Baasa also tötete ihn im dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, und ward König an seiner Statt; 29Als er nun König geworden war, schlug er das ganze Haus Jeroboams; nicht eine Seele ließ er von dessen Nachkommenschaft übrig, bis er ihn nach dem Worte des Herrn, das er durch seinen Diener Ahias, den Siloniter, gesprochen, ausgetilgt hatte 30um der Sünden Jeroboams willen, welche er verübt und zu denen er Israel verleitet hatte, und um der Missetat willen, durch welche er den Herrn, den Gott Israels, zum Zorne gereizt hatte. 31Was aber sonst von Nadab zu sagen ist und alles, was er getan hat, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Israel geschrieben? 32Und es war Krieg zwischen Asa und Baasa, dem Könige von Israel, solange sie lebten. 33Im dritten Jahre Asas, des Königs von Juda, war Baasa, der Sohn Ahias, König von ganz Israel zu Thersa, vierundzwanzig Jahre lang. 34Er tat, was vor dem Herrn böse war, und wandelte auf dem Wege Jeroboams, und in dessen Sünden, mit denen er Israel zur Sünde verführt hatte.
1. Könige 16
1Es erging aber das Wort des Herrn an Jehu, den Sohn Hananis, wider Baasa, also: 2Dafür dass ich dich aus dem Staube erhoben und dich zum Fürsten über mein Volk Israel gesetzt habe, du aber auf dem Wege Jeroboams gewandelt bist und mein Volk Israel zur Sünde verführt hast, so dass du mich durch ihre Sünden zum Zorne reiztest, 3siehe, werde ich die Nachkommen Baasas und die Nachkommen seines Hauses abmähen und deinem Hause tun, wie dem Hause Jeroboams, dem Sohne Nabats. 4Wer von Baasa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, und wer von ihm auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels verzehren. 5Was aber sonst von Baasa zu sagen ist und was er getan und seine Kriege, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Israel beschrieben? 6Baasa also entschlief zu seinen Vätern und ward in Thersa begraben, sein Sohn Ela ward König an seiner Statt. 7Als aber durch Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten, wider Baasa und wider sein Haus und wider alles Böse, das er vor dem Herrn getan, da er ihn durch die Werke seiner Hände reizte, das Wort erging, es werde ihm ergehen wie dem Hause Jeroboams, so tötete dieser ihn deshalb, das ist Jehu, den Sohn Hananis, den Propheten. 8Im sechsundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, ward Ela, der Sohn Baasas, in Thersa König von Israel, zwei Jahre. 9Sein Diener Zambri aber, der Oberste über die eine Hälfte der Reiter, empörte sich gegen ihn; Ela zechte gerade in Thersa und ward trunken im Hause Arsas, des Vorstehers von Thersa. 10Da überfiel ihn Zambri und schlug ihn und tötete ihn im siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, und ward König an seiner Statt. 11Als er nun König geworden war und auf dem Throne Baasas saß, erschlug er dessen ganzes Haus und ließ davon keinen übrig, der die Wand näßt, weder seine Verwandten noch Freunde. 12So vertilgte Zambri das ganze Haus Baasas, dem Worte des Herrn gemäß, das er zu Baasa durch den Propheten Jehu gesprochen, 13wegen aller Sünden Baasas und der Sünden seines Sohnes Ela, welche sie begangen und zu denen sie Israel verführt hatten, indem sie den Herrn, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Götzen zum Zorne reizten. 14Was aber sonst von Ela zu sagen ist und alles, was er getan, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Israel beschrieben? 15Im siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, ward Zambri König, sieben Tage in Thersa; das Kriegsheer aber belagerte Gebbethon, eine Stadt der Philister. 16Als es nun hörte, dass Zambri sich empört und den König ermordet habe, machte ganz Israel an demselben Tage im Lager Amri über sich zum Könige, welcher als der Oberste des Heeres über Israel gebot. 17Amri zog alsbald mit ganz Israel von Gebbethon hin und sie belagerten Thersa. 18Als nun Zambri sah, dass die Stadt eingenommen werde, begab er sich in den Palast und verbrannte sich selbst mit dem Königshause und starb 19in seinen Sünden, die er begangen, da er tat, was vor dem Herrn böse war, und auf dem Wege Jeroboams und in dessen Sünde wandelte, durch die er Israel zur Sünde verführt hatte. 20Was aber sonst von Zambri zu sagen ist und seiner Verschwörung und Gewaltherrschaft, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Israel beschrieben? 21Hierauf spaltete sich das Volk Israel in zwei Teile: die eine Hälfte des Volkes trat auf Seite Thebnis, des Sohnes Gineths, um ihn zum Könige zu machen, die andere hing Amri an. 22Das Volk aber, welches auf der Seite Amris stand, siegte über das Volk, welches Thebni, dem Sohne Gineths, anhing; und Thebni starb und Amri ward König. 23Im einunddreißigsten Jahre Asas, des Königs von Juda, ward Amri König über Israel, zwölf Jahre; in Thersa herrschte er sechs Jahre. 24Er kaufte den Berg Samaria von Somer und zwei Talente Silbers und erbaute ihn und nannte den Namen der Stadt, die er erbaut hatte, nach dem Namen Semers, des Herrn des Berges, Samaria. 25Amri aber tat, was in den Augen des Herrn böse war, und machte es ärger als alle, die vor ihm gewesen waren. 26Und er wandelte ganz auf dem Wege Jeroboams, des Sohnes Nabats, und in dessen Sünden, durch die er Israel zur Sünde verführt hatte, dass er den Herrn, den Gott Israels, durch seine nichtigen Götzen zum Zorne reizte. 27Was aber sonst von Amri zu sagen ist und seine Kriege, die er geführt, ist das nicht in den Jahrbüchern der Könige von Israel beschrieben? 28Und Amri entschlief zu seinen Vätern und ward in Samaria begraben; sein Sohn Achab ward König an seiner Statt. 29Achab aber, der Sohn Amris, ward König über Israel im achtunddreißigsten Jahre Asas, des Königs von Asa, des Königs von Juda. Und Achab, der Sohn Amris, herrschte über Israel in Samaria zweiundzwanzig Jahre. 30Achab, der Sohn Amris, tat, was in den Augen des Herrn böse war, mehr noch als alle, die vor ihm gewesen waren. 31Ja, es war ihm nicht genug in den Sünden Jeroboams, des Sohnes Nabats, zu wandeln, überdies nahm er auch Jezabel, die Tochter Ethbaals, des Königs der Sidonier, zum Weibe. Und er ging hin und diente dem Baal und betete ihn an. 32Auch errichtete er dem Baal einen Altar im Tempel des Baal, den er in Samaria erbaut hatte, 33und pflanzte einen Hain; und Achab verübte noch mehr, den Herrn, den Gott Israels, zum Zorne reizend, mehr als alle Könige Israels, die ihm vorangegangen waren. 34Zu seiner Zeit baute Hiel von Bethel Jericho; um Abiram, seinen Erstgebornen, legte er ihren Grund und um den Preis Segubs, seines Jüngsten, setzte er ihre Tore ein, dem Wort des Herrn gemäß, das er durch Josue, den Sohn Nuns, gesprochen hatte.