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Die Bibel in einem Jahr · Tag 5 von 365

Genesis 9–10

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Genesis 9

1Da segnete Gott Noe und seine Söhne und sprach zu ihnen: Wachset, und mehret euch, und erfüllet die Erde! 2Furcht und Schrecken vor euch komme über alle Tiere der Erde, und über alle Vögel des Himmels, über alles, was sich auf Erden regt; alle Fische des Meeres sind in eure Hand gegeben. 3Und alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Speise dienen, wie das grüne Kraut übergebe ich es euch alles. 4Nur Fleisch, das noch sein Blut in sich hat, sollt ihr nicht essen. 5Denn das Blut eures Lebens will ich von allen Tieren fordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand des Mannes, als der sein Bruder ist, will ich das Leben des Menschen fordern. 6Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll vergossen werden; denn nach Gottes Bilde ist der Mensch geschaffen. 7Ihr aber wachset und mehret euch, und gehet hin über die Erde, und erfüllet sie! 8Und Gott sprach zu Noe und seinen Söhnen mit ihm: 9Sehet, ich will meinen Bund mit euch errichten und mit euren Nachkommen nach euch; 10auch für alle lebenden Wesen, die bei euch sind, an Vögeln, an Vieh, und an allen Tieren der Erde, die aus der Arche heraus gegangen sind, für alle Tiere der Erde. 11Ich will meinen Bund mit euch errichten, dass hinfort nicht mehr alle Geschöpfe durch eine Wasserflut getötet werden sollen, und dass hinfort keine Flut mehr kommen soll, die Erde zu verheeren. 12Und Gott sprach: Dies sei das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und euch stifte, und für alle lebenden Wesen, die bei euch sind, auf alle Geschlechter: 13Meinen Bogen will ich in die Wolken setzen, und er sei zum Bundeszeichen zwischen mir und der Erde. 14Und wenn ich den Himmel mit Wolken umziehe, soll mein Bogen in den Wolken erscheinen; 15und ich will meines Bundes gedenken, der mit euch und allen lebenden Wesen in allem Fleische besteht; und es soll hinfort keine Wasserflut mehr kommen, alles Fleisch zu vertilgen. 16Und wenn der Bogen in den Wolken steht, werde ich auf ihn schauen und des ewigen Bundes gedenken, der zwischen Gott und jedem lebenden Wesen in allem Fleische geschlossen ist, das auf Erden ist. 17Und Gott sprach zu Noe: Dies soll das Zeichen des Bundes sein, den ich zwischen mir und allem Fleische auf Erden errichtet habe. 18Es waren aber die Söhne Noes, die aus der Arche hervorgingen, Sem, Cham und Japheth; Cham aber ist der Vater Chanaans. 19Dies sind die drei Söhne Noes; und von ihnen ist das gesamte Menschengeschlecht fortgepflanzt worden über die ganze Erde hin. 20Und Noe fing an, als Ackermann die Erde zu bebauen, und pflanzte einen Weinberg. 21Und da er Wein trank, wurde er trunken und lag entblößt in seinem Zelt. 22Als nun Cham, der Vater Chanaans, dies sah, dass nämlich seines Vaters Scham entblößt sei, verkündete er es seinen beiden Brüdern draußen. 23Aber Sem und Japheth legten einen Mantel auf ihre Schultern und deckten, rückwärts gehend, die Scham ihres Vaters zu, und ihr Angesicht war abgewendet, so dass sie die Scham ihres Vaters nicht sahen. 24Als aber Noe vom Weine erwachte und erfuhr, was ihm sein jüngster Sohn angetan hatte, 25sprach er: Verflucht sei Chanaan, der niedrigste Knecht soll er seinen Brüdern sein. 26Und er sprach: Gepriesen sei der Herr, der Gott Sems; Chanaan sei sein Knecht! 27Gott breite Japheth aus, und er wohne in den Gezelten Sems; und Chanaan sei sein Knecht! 28Noe aber lebte nach der Flut dreihundert und fünfzig Jahre. 29Und alle seine Tage wurden neunhundert und fünfzig Jahre, und er starb.

Genesis 10

1Dies sind die Geschlechtsfolgen der Söhne Noes, Sems, Chams und Japheths, denen nach der Flut Söhne geboren wurden. 2Die Söhne Japheths: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, Mosoch und Thiras. 3Die Söhne Gomers: Ascenez, Riphath und Thogorma. 4Die Söhne Javans: Elisa und Tharsis, Cetthim und Dodanim. 5Von diesen zweigten sich die Inseln der Völker in ihren Ländern ab, ein jeder nach seiner verschiedenen Sprache, nach den Stämmen, in ihren Völkerschaften. 6Die Söhne Chams: Chus, Mesraim, Phuth und Chanaan. 7Die Söhne des Chus: Saba, Hevila, Sabatha, Regma und Sabatacha. Die Söhne Regmas: Saba und Dadan. 8Und Chus zeugte den Nemrod; dieser fing an, ein Gewaltiger zu sein auf Erden. 9Und er war ein starker Jäger vor dem Herrn. Daher entstand das Sprichwort: Ein starker Jäger vor dem Herrn wie Nemrod. 10Seine Herrschaft aber erstreckte sich anfänglich auf Babylon, Arach, Achad, und Chalanne im Lande Sennaar. 11Von diesem Lande ging er nach Assur aus, und baute Ninive, und Stadtgassen, und Chale, 12auch Resen zwischen Ninive und Chale; dies ist die große Stadt. 13Mesraim aber zeugte die Luditer, und Anamiter, Laabiter, Nephtuiter, 14Phetrusiter, und Chasluiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaphtoriter. 15Chanaan aber zeugte Sidon, seinen Erstgebornen, die Hethäer, 16die Jebusiter, Amorrhiter, Gergesiter, 17Heviter, Araciter, Siniter, 18Araditer, Samaräer, und Amathither; und hiernach breiteten sich die Stämme der Chananiter aus. 19Und das Gebiet Chanaans erstreckte sich von Sidon gegen Gerara bis Gaza, gegen Sodoma und Gomorrha, Adama und Seboim, bis nach Lesa. 20Die sind die Söhne Chams nach ihren Stämmen und Sprachen und Geschlechtern, nach ihren Ländern und Völkerschaften. 21Auch Sem, dem Vater aller Söhne Hebers, dem älteren Bruder Japheths, wurden Söhne geboren. 22Die Söhne Sems sind: Alam, Assur, Arpharad, Lud, und Aram. 23Die Söhne Arams sind: Us, Hul, Gether, und Mes. 24Arpharad aber zeugte den Sale, von dem Heber entstammt. 25Und dem Heber wurden zwei Söhne geboren: der Name des einen ist Phaleg, weil in seinen Tagen die Erde verteilt ward; und der Name seines Bruders ist Jektan. 26Jektan zeugte Elmodad, Saleph, Asarmoth, Jare, 27Aduram, Uzal, Dekla, 28Ebal, Abimael, Saba, 29Ophir, Hevila und Jobab, diese alle sind Söhne Jektans. 30Und ihre Wohnsitze erstreckten sich von Messa bis nach Sephar, dem Gebirge gegen Aufgang. 31Dies sind die Söhne Sems nach ihren Stämmen, und Sprachen, und Ländern in ihren Völkerschaften. 32Dies sind die Geschlechter Noes nach ihren Verwandtschaften und Völkern. Von ihnen zweigten sich die Völker auf Erden nach der Flut ab.

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