Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.
Titus 1
1Paulus, Diener Gottes, und Apostel Jesu Christi, für den Glauben der Auserwählten Gottes und die Erkenntnis der Wahrheit, welche der Frömmigkeit gemäß ist, 2zur Hoffnung des ewigen Lebens, welches Gott, der nicht lügt, vor unvordenklichen Zeiten verheißen, 3zu seiner Zeit aber hat er sein Wort kundgetan durch die Verkündigung, mit der ich betraut bin, nach Anordnung unsers Heilandes, Gottes, 4an Titus, den geliebten Sohn vermöge des gemeinschaftlichen Glaubens, Gnade und Friede von Gott dem Vater und Christus Jesus, unserem Heiland. 5Deshalb habe ich dich auf Kreta zurückgelassen, damit du das, was mangelt, in Ordnung bringest, und von Stadt zu Stadt Vorsteher bestellst, wie ich dich auch angewiesen habe: 6wenn einer untadelig ist, nur eines Weibes Mann, gläubige Kinder hat, die nicht wegen Ausschweifung verrufen oder unbotmäßig sind. 7Denn der Bischof muss als Haushalter Gottes untadelig sein, nicht eigenmächtig, nicht zornmütig, nicht dem Trunke ergeben, nicht händelsüchtig, nicht nach schnödem Gewinne begierig, 8sondern gastfrei, gütig, besonnen, gerecht, heilig, sich selbst beherrschend, 9festhaltend an dem der Lehre entsprechenden zuverlässigen Worte, damit er im Stande sei, in der gesunden Lehre zu ermahnen und die Widersprechenden zurechtzuweisen. 10Denn es gibt viele Unbotmäßige, leere Schwätzer und Verführer, besonders unter denen aus der Beschneidung. 11Diese muss man zum Schweigen bringen; da sie ganze Häuser verkehren, indem sie lehren, was nicht recht ist, schnöden Gewinnes halber. 12Es hat einer aus ihnen, ihr eigener Prophet gesagt: Die Kreter sind immerdar Lügner, bösartige Tiere, müßige Bäuche. 13Dieses Zeugnis ist wahr. Deswegen weise sie scharf zurecht, damit sie gesund seien im Glauben. 14und nicht jüdischen Fabeln Gehör schenken und Geboten von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden. 15Alles ist dem Reinen rein; den Befleckten und Ungläubigen aber ist nichts rein, sondern befleckt ist ihr Sinn und ihr Gewissen. 16Sie geben vor, Gott zu kennen, in den Werken aber verleugnen sie ihn; denn sie sind verabscheuungswürdig, dem Glauben ungehorsam und zu jedem guten Werke untauglich.
Titus 2
1Du aber rede, was der gesunden Lehre angemessen ist: 2Dass die bejahrten Männer nüchtern sein sollen, ehrbar, klug gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 3die bejahrten Frauen desgleichen in ihrer Haltung, wie es Heiligen geziemt, nicht verleumderisch, nicht dem Trunke ergeben, gute Lehren gebend, 4damit sie die jungen Frauen Besonnenheit lehren, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, 5besonnen, keusch, sittsam, häuslich, gütig, ihren Männern untertan zu sein, damit das Wort Gottes nicht gelästert werde. 6Die jüngeren Männer ermahne auf gleiche Weise, sittsam sich selbst zu beherrschen. 7In allen Dingen erweise dich selbst als Vorbild guter Werke, in Lehre, in Unsträflichkeit, in Würde. 8Deine Worte seien lauter, untadelig, damit der Widersacher beschämt werde, wenn er nichts Böses hat, das er über uns sagen könnte. 9Die Knechte ermahne, ihren Herren untertan, in allem wohlgefällig zu sein, nicht widersprechend, 10nichts entwendend, sondern in allem sich vollkommen treu erweisend, damit sie der Lehre Gottes, unsers Heilandes, in allen Stücken zur Zierde gereichen. 11Denn die Gnade Gottes, unseres Heilandes ist allen Menschen erschienen. 12und unterweist uns, dass wir der Gottlosigkeit und den weltlichen Lüsten entsagen, sittsam, gerecht und fromm leben in dieser Welt, 13indem wir der seligen Hoffnung harren und der Ankunft der Herrlichkeit des großen Gottes, und unsers Heilandes Jesus Christus, 14welcher sich selbst für uns dahingegeben hat, damit er uns von aller Ungerechtigkeit erlöste, und sich ein Volk rein darstellte, das er sich zu eigen nehmen könne, das eifrig ist in guten Werken. 15So rede und ermahne, und weise zurecht mit allem Nachdruck. Niemand dürfe dich gering achten!
Titus 3
1Mahne sie, den Fürsten und Gewalten untertan zu sein, den Befehlen Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werke bereit zu sein, 2niemanden zu lästern, nicht streitsüchtig, sondern nachgiebig zu sein, und alle Sanftmut zu beweisen gegen alle Menschen. 3Denn einst waren auch wir unverständig, ungläubig, verirrt, mancherlei Begierden und Lüsten fröhnend, in Bosheit und Neid dahinlebend, verabscheuungswürdig, einander hassend. 4Als aber die Güte und Menschenfreundlichkeit Gottes, unsers Heilandes, erschien, 5hat er uns nicht wegen der Werke, die wir in Gerechtigkeit getan, sondern nach seiner Erbarmung gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und der Erneuerung des Heiligen Geistes, 6welchen er überreichlich auf uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, 7damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, der Hoffnung gemäß Erben würden des ewigen Lebens. 8Zuverlässig ist das Wort, und ich will, dass du dies bekräftigest, damit diejenigen, welche an Gott gläubig geworden sind, beflissen seien gute Werke zu üben. Dies ist den Menschen gut und heilsam. 9Auf törichte Streitfragen aber, Geschlechtsregister, Zänkereien und Streitigkeiten über das Gesetz lass dich nicht ein; denn sie sind unnütz und eitel. 10Einen ketzerischen Menschen meide, nach ein- oder zweimaliger Zurechtweisung; 11da du weißt, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt, als einer, der durch sein eigenes Urteil verdammt ist. 12Wenn ich Artemas oder Tychikus zu dir sende, so eile zu mir nach Nikopolis zu kommen; denn daselbst habe ich beschlossen, den Winter über zu bleiben. 13Zenas, den Gesetzkundigen, und Apollo sende voraus, und sorge, dass ihnen nichts mangle. 14Aber auch die Unsrigen mögen lernen, gute Werke zu üben zur Befriedigung nötiger Bedürfnisse, damit sie nicht unfruchtbar seien. 15Es grüßen dich alle, die bei mir sind. Grüße die, welche uns im Glauben lieben. Die Gnade Gottes sei mit euch allen! Amen.