Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.
1. Timotheus 4
1Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten manche vom Glauben abfallen werden, indem sie irreführenden Geistern und Lehren der bösen Geister Gehör geben; 2solche, die mit Heuchelei Lügen reden und ein Brandmal in ihrem eigenen Gewissen tragen, 3die da verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, welche doch Gott geschaffen hat, dass sie mit Danksagung genossen werden von den Gläubigen und von denen, welche die Wahrheit erkannt haben. 4Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung genossen wird; 5denn es wird geheiligt durch das Wort Gottes und das Gebet. 6Wenn du dies den Brüdern darlegst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, dich nährend mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, welcher du gefolgt bist. 7Mit albernen und altweibischen Fabeln dagegen befasse dich nicht; übe dich vielmehr in der Frömmigkeit. 8Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze; die Frömmigkeit aber ist zu allem nützlich, da sie die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens hat. 9Zuverlässig ist das Wort, und aller Annahme würdig. 10Denn dafür mühen wir uns und leiden wir Schmach, weil wir unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott setzen, welcher der Erretter aller Menschen ist, vorzüglich der Gläubigen. 11Dies schreibe vor und lehre! 12Niemand missachte deine Jugend, vielmehr sei ein Vorbild für die Gläubigen in Wort, in Wandel, in Liebe, in Glauben, in Reinheit. 13Bis ich komme, halte an mit Lesen, Ermahnen, Lehren. 14Vernachlässige nicht die Gnadengabe, die in dir ist, welche dir durch Weissagung mit Handauflegung der Priester verliehen ward. 15Dies nimm zu Herzen, darin lebe, dass dein Fortschritt offenbar sei vor allen! 16Habe Acht auf dich selbst und auf die Lehre; dabei verharre! Denn wenn du dies tust, so wirst du dich selbst retten und die, welche dich hören.
1. Timotheus 5
1Einen Älteren fahre nicht hart an, sondern ermahne ihn wie einen Vater, Jüngere wie Brüder; 2ältere Frauen wie Mütter, jüngere wie Schwestern in aller Reinheit. 3Witwen halte in Ehren, die wahrhaft Witwen sind. 4Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so lerne sie zuerst ihr eigenes Haus leiten und ihren Eltern Entgelt leisten; denn das ist angenehm vor Gott. 5Die aber wahrhaft Witwe und vereinsamt ist, setze ihre Hoffnung auf Gott, und verharre im Gebete und Flehen Tag und Nacht. 6Denn die, welche ein üppiges Leben führt, ist lebendig tot. 7Dies schärfe ein, damit sie untadelhaft seien. 8Wenn aber jemand für die seinigen, und besonders für die Hausgenossen nicht Sorge trägt, so hat er den Glauben verleugnet und ist schlimmer als ein Ungläubiger. 9Als Witwe werde gewählt eine nicht unter sechzig Jahre alte, die nur eines Mannes Frau gewesen ist, 10die das Zeugnis guter Werke hat, wenn sie Kinder auferzogen, wenn sie Gastfreundschaft geübt, wenn sie den Heiligen die Füße gewaschen, wenn sie den Bedrängten Hilfe geleistet, wenn sie jedem guten Werke nachgestrebt hat. 11Jüngere Witwen weise zurück; denn wenn sie Christus zuwider üppig geworden sind, wollen sie heiraten, 12und ziehen das Urteil auf sich, dass sie die erste Treue gebrochen haben. 13Zugleich lernen sie aber auch, müßig in den Häusern herumlaufen, und nicht nur müßig, sondern auch geschwätzig und vorwitzig, redend, was sich nicht ziemt. 14Ich will daher, dass die jüngeren heiraten, Kinder gebären, Hausmütter seien, dem Widersacher keinen Anlass geben zur Lästerung. 15Denn bereits habe sich einige abgewandt, dem Satan nach. 16Wenn einem Gläubigen die Sorge für Witwen obliegt, so verpflege er sie, und die Gemeinde werde nicht belastet, damit diese für die, welche wahrhaft Witwen sind, sorgen könne. 17Priester, die gut vorstehen, sollen doppelter Ehre würdig geachtet werden, besonders solche, welche in Wort und Lehre arbeiten. 18denn die Schrift sagt: Dem dreschenden Ochsen sollst du das Maul nicht verbinden. Und: Der Arbeiter ist seines Lohnes wert. 19Gegen einen Priester nimm keine Klage an, es sei denn, dass zwei oder drei Zeugen gegen ihn stehen. 20Die Fehlenden weise vor allen zurecht, damit auch die übrigen Furcht bekommen. 21Ich beschwöre dich vor Gott und Christus Jesus und den auserwählten Engeln, dass du dies beobachtest ohne Vorurteil und nichts tuest nach parteiischer Zuneigung. 22Lege niemand die Hände schnell auf und mache dich nicht fremder Sünden teilhaftig. Bewahre dich selbst keusch. 23Trinke nicht mehr Wasser, sondern genieße ein wenig Wein um deines Magens und deiner häufigen Krankheit willen. 24Mancher Menschen Sünden sind offenkundig und gehen zum Gerichte voraus, manchen aber folgen sie erst nach. 25Ebenso sind auch die guten Werke offenkundig, und die, mit denen es sich anders verhält, können nicht verborgen bleiben.
1. Timotheus 6
1Alle, welche unter dem Joche als Sklaven dienen, sollen ihre Herren aller Ehre wert halten, damit nicht der Name des Herrn und die Lehre gelästert werde. 2Diejenigen aber, welche gläubige Herren haben, sollen diese nicht deswegen geringschätzen, weil sie Brüder sind, sondern nur umso mehr dienstbar sein, weil es Gläubige und Geliebte sind, welche der Wohltat teilhaftig werden. Dies lehre und schärfe ein! 3Wenn jemand anders lehrt, und nicht an den heilsamen Worten unsers Herrn Jesus Christus hält und der der Frömmigkeit gemäßen Lehre, 4der ist dünkelhaft, während er doch nichts versteht, vielmehr kränkelt an Streitfragen und Wortgezänk, aus welchen Neid, Hader, Lästerungen, böser Argwohn entstehen, 5stete Händel von Menschen, die in ihrem Urteil verdorben und der Wahrheit bar sind, welche wähnen, die Frömmigkeit sei ein Mittel zum Gewinn. 6In der Tat, ein großer Gewinn ist Frömmigkeit, wenn sie mit Genügsamkeit verbunden ist, 7denn nichts haben wir in diese Welt hineingebracht; ohne Zweifel können wir auch nichts mit hinausnehmen. 8Wenn wir jedoch Nahrung und Kleidung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen. 9Denn die reich werden wollen, fallen in Versuchung und in Fallstricke des Teufels, und viele unnütze und schädliche Begierden, welche die Menschen in Untergang und Verderben stürzen. 10Denn die Habsucht ist eine Wurzel aller Übel; einige, die sich ihr ergaben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich in viele Schmerzen verstrickt. 11Du aber, o Mann Gottes! fliehe dies; strebe vielmehr nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut. 12Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist und für welches du das gute Bekenntnis abgelegt hast vor vielen Zeugen. 13Ich gebiete dir vor Gott, der allem Leben gibt, und vor Christus Jesus, der unter Pontius Pilatus Zeugnis abgelegt hat, das gute Bekenntnis, 14das Gebot unbefleckt und untadelhaft zu halten bis zur Ankunft unsers Herrn Jesus Christus, 15welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und alleinige Machthaber, der König der Könige, und der Herr der Herrschenden, 16der allein Unsterblichkeit besitzt und in unnahbarem Lichte wohnt; den kein Mensch gesehen hat, noch auch zu sehen vermag, dem Ehre und ewige Macht sei. Amen. 17Den Reichen dieser Welt gebiete, nicht hochmütig zu sein und ihre Hoffnung nicht auf unsicheren Reichtum zu setzen, sondern auf den lebendigen Gott (der uns alles reichlich zum Genusse darbietet), 18Gutes zu tun, reich zu werden an guten Werken, freigebig zu sein, mitzuteilen, 19sich einen Schatz als eine gute Grundlage für die Zukunft zu sammeln, damit sie das wahrhafte Leben ergreifen. 20O Timotheus! bewahre, was dir anvertraut ist, indem du die verwerflichen Neuerungen im Reden und die Gegensätze der fälschlich so genannten Wissenschaft meidest, 21zu welcher einige sich bekannt haben, und so vom Glauben abgefallen sind. Die Gnade sei mit dir! Amen.