Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.
1. Thessalonicher 1
1Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher, die da ist in Gott dem Vater und dem Herrn Jesus Christus. 2Gnade und Friede sei euch! Wir sagen Gott Dank allezeit für euch alle, euer eingedenk in unseren Gebeten, ohne Unterlass 3gedenkend eures Glaubenswerkes und eurer Mühe und Liebe und Standhaftigkeit in der Hoffnung auf unsern Herrn Jesus Christus, vor Gott und unserm Vater, 4indem wir überzeugt sind, von Gott geliebte Brüder! von eurer Auserwählung, 5denn unser Evangelium kam nicht zu euch nur in Worten allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geiste, und in reicher Fülle, wie ihr denn wisset, was wir bei euch waren um euretwillen. 6Und ihr seid unsere und des Herrn Nachfolger geworden, indem ihr das Wort unter vieler Bedrängnis aufnahmet mit der Freudigkeit des Heiligen Geistes, 7so dass ihr ein Vorbild geworden seid für alle Gläubigen in Mazedonien und Achaja. 8Denn von euch her ist das Wort des Herrn erschollen, nicht nur in Mazedonien und Achaja, sondern überallhin ist euer Glaube an Gott kund geworden, so dass wir nicht nötig haben, etwas davon zu sagen. 9Denn sie selbst verkündigen von uns, welchen Eingang wir bei euch gefunden, und wie ihr euch zu Gott von den Götzen hinweg bekehrt habt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen, 10und seinen Sohn vom Himmel herab zu erwarten (den er von den Toten auferweckt hat), Jesus, der uns von dem zukünftigen Zorngerichte errettet hat.
1. Thessalonicher 2
1Ihr selbst wisset es ja, Brüder! dass unser Eingang bei euch nicht erfolglos gewesen ist, 2sondern obwohl wir zuvor, wie ihr wisst, in Philippi Leiden und Schmach erduldet hatten, fassten wir, im Vertrauen auf unsern Gott, doch den Mut, euch das Evangelium Gottes zu verkünden in großer Sorgsamkeit. 3Denn unser Zuspruch geht nicht aus Irrwahn, noch aus Unlauterkeit hervor, noch ist er mit Trug verbunden, 4sondern so wie wir von Gott bewährt erfunden wurden, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir nicht als solche, die Menschen gefallen wollen, sondern dem Gott, der unsere Herzen prüft. 5Denn weder haben wir uns je schmeichlerischer Worte bedient, wie ihr wisset, noch haben wir Vorwand zur Habsucht gesucht, Gott ist Zeuge! 6noch auch suchten wir Ehre von den Menschen, weder von euch, noch von andern. 7Obwohl wir euch hätten beschwerlich sein dürfen als Apostel Christi, sind wir vielmehr Kinder geworden in eurer Mitte, wie wenn eine Säugende ihre Kinder pflegt. 8So wünschten wir voll Liebe zu euch, von Herzen, euch nicht nur das Evangelium Gottes mitzuteilen, sondern auch unser Leben für euch hinzugeben, weil ihr uns überaus lieb geworden waret. 9Ihr erinnert euch ja, Brüder! unserer Mühe und Beschwerde; wie wir Tag und Nacht arbeiteten, um keinem von euch beschwerlich zu fallen, da wir euch das Evangelium Gottes verkündeten. 10Ihr seid Zeugen und Gott, wie heilig, gerecht und untadelig wir uns bei euch erwiesen haben, die ihr gläubig geworden seid; 11wie wir, ihr wisset es ja, einen jeden von euch (wie ein Vater seine Kinder) 12gebeten, ermuntert und beschworen haben, dass ihr Gottes würdig wandeln möchtet, der euch zu seinem Reiche und zu seiner Herrlichkeit berufen hat. 13Darum danken auch wir Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr die Verkündigung des Wortes Gottes, das ihr von uns vernahmet, aufgenommen habt nicht als Menschenwort, sondern (wie es Wahrheit ist) als Gottes Wort, der in euch wirkt, die ihr gläubig geworden seid. 14Denn ihr seid Nachahmer geworden, Brüder, der Kirchen Gottes, welche in Judäa sind in Christus Jesus, da auch ihr dasselbe erlitten habet von euren eigenen Volksgenossen, wie sie von den Juden, 15welche den Herrn Jesus getötet. Ebenso wie die Propheten, und auch uns verfolgt haben, und Gott mißfällig und allen Menschen feindlich sind, 16da sie uns wehren wollen, den Heiden zu predigen, damit diese selig werden, um immerdar das Maß ihrer Sünden voll zu machen; denn der Zorn Gottes ist über sie gekommen zum Ende hin. 17Wir aber, Brüder! verwaist von euch auf kurze Zeit dem Angesichte, nicht dem Herzen nach, haben uns umso mehr beeilt, euer Angesicht zu sehen mit großem Verlangen; 18wollten wir doch zu euch kommen, nämlich ich, Paulus, einmal und ein zweites Mal, doch der Satan hat uns gehindert. 19Denn wer ist unsere Hoffnung oder unsere Freude oder unsere Ruhmeskrone? Seid es nicht ihr vor unserm Herrn Jesus Christus bei seiner Ankunft? 20Ja, ihr seid unsere Ehre und unsere Freude!
1. Thessalonicher 3
1Darum konnten wir es nicht länger ertragen und entschlossen uns, allein in Athen zurückzubleiben, 2inzwischen aber sandten wir den Timotheus, unsern Bruder und Diener Gottes im Evangelium Christi, um euch zu festigen und zu ermuntern in eurem Glauben, 3damit niemand in diesen Drangsalen wankend werde; wisset ihr doch selbst, dass wir dazu bestimmt sind. 4Schon als wir bei euch waren, haben wir es euch ja vorhergesagt, dass wir Drangsale leiden würden, wie es auch geschehen und euch kund ist. 5Darum habe ich auch, da ich es nicht länger ertrug, hingesendet, um Kunde zu erlangen von eurem Glauben, ob nicht vielleicht der Versucher euch versucht habe, und so unsere Arbeit vereitelt werde. 6Jetzt aber, da Timotheus von euch zu uns gekommen ist und uns die Botschaft von eurem Glauben und eurer Liebe gebracht hat, und dass ihr uns stets in gutem Andenken habet, euch sehnend uns zu sehen, wie auch wir euch, 7so sind wir deshalb, meine Brüder, euretwegen getröstet worden bei all unserer Not und Bedrängnis durch euren Glauben; 8denn nun leben wir, wenn ihr feststehet im Herrn. 9Denn welchen Dank können wir Gott für euch darbringen zur Vergeltung für alle Freude, die wir eurethalben empfinden vor unserem Gott, 10indem wir Tag und Nacht eifrigst flehen, dass wir euer Angesicht sehen mögen und das, was eurem Glauben abgeht, vervollständigen dürfen. 11Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus, wolle unsern Weg zu euch ebnen. 12Euch aber wolle der Herr wachsen und reich werden lassen in eurer Liebe gegeneinander und gegen alle, so wie auch wir sie haben gegen euch, 13eure Herzen zu festigen, dass sie tadellos seien in der Heiligkeit vor Gott und unserem Vater bei der Ankunft unsers Herrn Jesus Christus mit allen seinen Heiligen. Amen.
1. Thessalonicher 4
1Im übrigen nun, Brüder! bitten und ermahnen wir euch im Herrn Jesus, dass ihr so, wie ihr von uns vernommen habet, wie ihr wandeln und wohlgefallen sollt, so auch wirklich wandelt, damit ihr immer mehr zunehmet. 2Ihr wisset ja, welche Vorschriften ich euch gegeben habe durch den Herrn Jesus. 3Das nämlich ist der Wille Gottes, eure Heiligung; das ihr euch enthaltet der Unzucht, 4dass ein jeder von euch wisse sein Gefäß in Heiligkeit und Ehre zu besitzen, 5nicht in sinnlicher Leidenschaft, wie die Heiden, welche Gott nicht kennen; 6und dass niemand übergreife, und seinen Bruder im Geschäfte übervorteile; denn der Herr ist Rächer von allem diesem, wie wir euch schon verkündet und bezeugt haben. 7Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unlauterkeit, sondern zur Heiligung. 8Wer daher dies missachtet, missachtet nicht einen Menschen, sondern Gott, denselben, der seinen Heiligen Geist in unsere Herzen gegeben hat. 9Wegen der Bruderliebe aber haben wir nicht nötig, euch zu schreiben, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, euch einander zu lieben. 10Und ihr tut es denn auch gegen alle Brüder in ganz Mazedonien. Wir bitten euch aber, Brüder! nehmet darin mehr und mehr zu, 11und bestrebet euch, ein stilles Leben zu führen, eure eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren Händen zu arbeiten, wie wir es euch geboten haben, 12ehrbar zu wandeln vor denen, die draußen sind, und von niemanden etwas zu begehren. 13Wir wollen euch aber, Brüder! nicht in Unkunde lassen über die Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seiet wie die übrigen, welche keine Hoffnung haben. 14Denn wenn wir glauben, das Jesus gestorben und auferstanden ist, so wird ja auch Gott die, welche durch Jesus entschlafen sind, mit ihm herbeiführen. 15Denn das sagen wir euch als das Wort des Herrn: Wir, die wir leben, die wir übriggelassen werden bis zur Ankunft des Herrn, werden denen, die entschlafen sind, nicht zuvorkommen. 16Denn er, der Herr wird beim Aufrufe, bei der Stimme des Erzengels und bei der Posaune Gottes, vom Himmel herniedersteigen, und die Toten, die in Christus sind, werden zuerst auferstehen. 17Alsdann werden wir, die wir noch leben, die wir übriggelassen sind, zugleich mit ihnen entrückt werden auf Wolken, Christus entgegen in die Luft, und so werden wir immerdar bei dem Herrn sein. 18So tröstet denn einander mit diesen Worten!
1. Thessalonicher 5
1Über die Zeit und Stunde aber, Brüder! habt ihr nicht nötig, dass wir euch schreiben; 2denn ihr selbst wisset gar wohl, dass der Tag des Herrn so wie ein Dieb in der Nacht kommen wird. 3Denn wenn sie sagen: Friede und Sicherheit! dann wird plötzliches Verderben sie überfallen, wie die Wehen die Schwangere, und sie werden nicht entrinnen. 4Ihr aber, Brüder! seid nicht in Finsternis, so dass euch jener Tag wie ein Dieb überrasche, 5denn alle seid ihr Kinder des Lichtes und Kinder des Tages; wir gehören nicht der Nacht, noch der Finsternis an. 6So lasset uns denn nicht schlafen, wie die übrigen, sondern lasset uns wachen und nüchtern sein. 7Die, welche schlafen, schlafen ja des Nachts, und die, welche sich berauschen, sind des Nachts berauscht. 8Wir aber, die wir dem Tage angehören, wollen nüchtern sein, angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe, und mit dem Helme der Hoffnung des Heils. 9Denn Gott hat uns nicht zum Zorne bestimmt, sondern zur Erwerbung des Heiles durch unsern Herrn Jesus Christus, 10der für uns gestorben ist, damit wir, mögen wir nun wachen oder schlafen, zugleich mit ihm leben. 11Darum tröstet einander, und erbauet einander, wie ihr ja auch tuet. 12Wir bitten auch aber, Brüder! dass ihr die anerkennet, welche unter euch arbeiten, und euch im Herrn vorstehen, und euch zurechtweisen, 13dass ihr sie überaus hochhaltet in Liebe um ihres Werkes willen; lebet im Frieden mit ihnen! 14Wir bitten euch aber, Brüder! weiset die Unruhigen zurecht, tröstet die Kleinmütigen, nehmet euch der Schwachen an, seid langmütig gegen alle. 15Sehet zu, dass keiner dem andern Böses mit Bösem vergelte; sondern befleißet euch immerdar des Guten gegeneinander und gegen alle. 16Freuet euch allezeit! 17Betet ohne Unterlass! 18Bei allem saget Dank; denn dies ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch alle. 19Den Geist löschet nicht aus! 20Weissagungen achtet nicht gering! 21Alles aber prüfet; was gut ist, behaltet! 22Meidet jeden Schein des Bösen! 23Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch vollkommen, damit euer Geist, eure Seele und euer Leib ganz untadelhaft bewahrt werde zur Ankunft unsers Herrn Jesu Christi. 24Treu ist, der euch berufen hat; er wird es auch vollbringen. 25Brüder! betet für uns. 26Grüßet alle Brüder mit heiligem Kusse! 27Ich beschwöre euch bei dem Herrn, diesen Brief allen heiligen Brüdern vorlesen zu lassen. 28Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! Amen.