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Die Bibel in einem Jahr · Tag 331 von 365

Römer 13–16

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Römer 13

1Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Gewalt außer von Gott, die aber, welche bestehen, sind von Gott gesetzt. 2Wer demnach sich gegen die obrigkeitliche Gewalt auflehnt, widersetzt sich der Anordnung Gottes. Die sich aber widersetzen, ziehen sich selbst Verdammnis zu. 3Denn die Obrigkeiten sind nicht da zum Schrecken für das gute Werk, sondern für das böse. Willst du aber ohne Furcht sein vor der Gewalt, so tue das Gute, und du wirst von ihr Lob erhalten; 4denn sie ist Gottes Dienerin, dir zum Guten. Wenn du aber das Böse tust, so fürchte, denn nicht umsonst trägt sie das Schwert; ist sie doch Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Bestrafung für den, der das Böse tut. 5Darum ist es eure Pflicht, untertan zu sein; nicht nur um der Strafe willen, sondern auch des Gewissens wegen. 6Denn darum leistet ihr auch Abgaben; denn sie sind Gottes Diener, die eben diesem obliegen. 7So leistet denn allen, was ihr schuldig seid: Abgabe, wem Abgabe, Zoll, wem Zoll, Ehrfurcht, wem Ehrfurcht, Ehre, wem Ehre gebührt. 8Bleibet niemanden etwas schuldig, außer dass ihr euch einander liebet; denn wer den Nächsten liebt, hat das Gesetz erfüllt. 9Denn das Verbot: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst kein falsches Zeugnis geben; du sollst nicht begehren; und jedes andere Gebot ist in dieser Vorschrift zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. 10Die Liebe fügt dem Nächsten nichts Böses zu; die Liebe ist also die Erfüllung des Gesetzes. 11Und dies um so mehr, da wir aus der Zeit erkennen, dass es an der Stunde ist, dass wir vom Schlafe erwachen sollen; denn jetzt ist unser Heil näher, als da wir gläubig wurden. 12Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber hat sich genaht; lasset uns also die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichtes anziehen! 13Wie am Tage lasset uns ehrbar wandeln; nicht in Schmausereien und Gelagen, nicht in Beilagern und Unzucht, nicht in Streit und Eifersucht, 14sondern zieht den Herrn Jesus Christus an, und heget nicht für das Fleisch Fürsorge zu Begierlichkeiten.

Römer 14

1Den Schwachen aber im Glauben nehmet auf, ohne euch über Meinungen zu zanken. 2Denn der eine glaubt, alles essen zu dürfen; wer aber schwach ist, esse Gemüse. 3Wer ißt, verachte den nicht, welcher nicht ißt; und wer nicht ißt, richte den nicht, welcher ißt; denn Gott hat ihn aufgenommen. 4Wer bist du, der du einen fremden Knecht richtest? Seinem Herrn steht oder fällt er; er wird aber stehen, denn Gott vermag ihn aufrecht zu erhalten. 5Denn der eine unterscheidet einen Tag von dem andern, der andere aber halt jeden Tag gleich; ein jeder sei nur in seinem Sinne vollkommen überzeugt. 6Wer auf den Tag hält, der hält darauf um des Herrn willen; und wer ißt, der ißt für den Herrn, denn er sagt Gott Dank; und wer nicht ißt, der ißt für den Herrn nicht und sagt Gott Dank. 7Denn keiner von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst! 8Denn leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem Herrn. Wir mögen also leben oder sterben, so sind wir des Herrn. 9Denn dazu ist Christus gestorben und auferstanden, dass er sowohl über die Toten als über die Lebenden herrsche. 10Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, warum verachtest du deinen Bruder? Alle werden wir ja vor dem Richterstuhl Christi stehen. 11Denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, vor mir wird sich jedes Knie beugen, und jede Zunge wird Gott bekennen! 12Demnach wird ein jeder von uns Gott für sich Rechenschaft geben. 13Lasset uns also nicht mehr einander richten, sondern darauf richtet vielmehr eure Sorge, dass ihr dem Bruder nicht Anstoß oder Ärgernis gebet. 14Ich weiß und bin überzeugt im Herrn Jesus, dass nichts an sich unrein ist; nur dem, welcher etwas für unrein hält, diesem ist es unrein. 15Wenn nun dein Bruder wegen einer Speise gekränkt wird, so wandelst du nicht mehr der Liebe gemäß. Stürze nicht durch deine Speise jenen in´s Verderben, für welchen Christus gestorben ist! 16Darum gebet unser Gut nicht der Lästerung preis! 17Denn das Reich Gottes ist nicht Speise und Trank, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste. 18Denn wer in diesen Dingen Christus dient, ist Gott wohlgefällig und den Menschen genehm. 19Darum lasset uns dem nachtrachten, was den Frieden fördert, und das gegeneinander beobachten, was zur Erbauung dient. 20Zerstöre nicht um einer Speise willen das Werk Gottes! Wohl ist alles rein, aber es wird zum Übel für den Menschen, der es ißt, obgleich er Anstoß nimmt. 21Es ist gut, kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken, noch etwas zu tun, woran dein Bruder Anstoß oder Ärgernis nimmt oder schwach wird. 22Hast du eine feste Überzeugung? Behalte sie für dich vor Gott. Selig wer sich selbst nicht richtet durch das, was er für recht hält! 23Wer aber einen Unterschied macht, ist verurteilt, wenn er ißt, weil er nicht aus fester Überzeugung handelt. Alles aber, was nicht aus fester Überzeugung geschieht, ist Sünde.

Römer 15

1Wir Stärkeren nun müssen die Gebrechlichkeiten der Schwachen tragen, und nicht nach eigenem Gefallen leben. 2Ein jeder von euch sei dem Nächsten gefällig zu seinem Besten, zur Erbauung. 3Denn auch Christus hat nicht sich selbst zu Gefallen gelebt, sondern wie geschrieben steht: Die Schmähungen derer, die dich schmähten, fielen auf mich. 4Denn alles, was geschrieben ist, ist zu unserer Belehrung geschrieben, damit wir durch die Geduld und den Trost aus der Schrift die Hoffnung haben. 5Der Gott der Geduld und des Trostes aber gebe euch, dass ihr eines Sinnes untereinander seiet Jesus Christus gemäß; 6damit ihr einmütig mit einem Munde Gott und den Vater unseres Herrn Jesus Christus preiset. 7Darum nehmet auch einer des andern an, wie auch Christus sich eurer annahm zur Ehre Gottes. 8Denn ich sage: Jesus Christus ist Diener der Beschneidung geworden, um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen der Väter zu bestätigen; 9die Heiden aber preisen Gott um seiner Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich unter den Völkern preisen, o Herr! und deinem Namen lobsingen. 10Und wiederum sagt die Schrift: Freuet euch, ihr Völker, mit seinem Volke! 11Und abermals: Lobet den Herrn alle Völker, und preiset ihn alle Nationen! 12Und wiederum spricht Isaias: Es wird geschehen, die Wurzel Jesse und der, welcher sich erhebt, die Völker zu beherrschen, auf ihn werden die Völker hoffen. 13Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit jeglicher Freude und Frieden im Glauben, auf dass ihr überreich seiet in der Hoffnung und in der Kraft des Heiligen Geistes! 14Ich bin aber auch selbst, meine Brüder! In Betreff eurer versichert, dass auch ihr voll seid der Liebe, erfüllt mit aller Erkenntnis, so dass ihr euch einander ermahnen könnet. 15Indes habe ich an euch, Brüder! zum Teile freimütiger geschrieben, um euch daran zu erinnern, kraft der mir von Gott verliehenen Gnade, 16dass ich ein Diener Jesu Christi bei den Heiden bin, und den heiligen Dienst am Evangelium Gottes verrichte, damit die Darbringung der Heiden wohlgefällig werde, geheiligt durch den Heiligen Geist. 17Und so kann ich mich in Christus Jesus dessen rühmen, was Gott betrifft. 18Denn ich vermesse mich nicht, etwas von dem zu sagen, was Christus durch mich nicht gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Tat, 19in Kraft von Zeichen und Wundern, in Kraft des Heiligen Geistes; so dass ich von Jerusalem an ringsum bis nach Illyrien die frohe Botschaft von Christus verkündet habe. 20So aber hab ich es gehalten, dass ich dieses Evangelium nicht da gepredigt habe, wo Christi Namen bekannt war, damit ich nicht auf fremdem Grunde bauete; sondern wie geschrieben steht: 21Die, welchen keine Kunde von ihm geworden ist, werden sehen; und die nicht gehört haben, werden verstehen. 22Darum bin ich auch vielfach verhindert worden, zu euch zu kommen, und bin auch gehalten bis zur Stunde. 23Da ich nunmehr aber in diesen Gegenden keinen Wirkungskreis habe, schon seit vielen Jahren her aber das Verlangen habe, zu euch zu kommen, 24so hoffe ich, wenn ich meine Reise nach Spanien antreten werde, euch auf der Durchreise zu sehen, und von euch dorthin das Geleite zu empfangen, wenn ich euch zuvor einigermaßen genossen habe. 25Jetzt aber reise ich nach Jerusalem, den Heiligen zu dienen. 26Denn Mazedonien und Achaja fanden für gut, für die Armen unter den Heiligen zu Jerusalem eine Beisteuer zusammenzubringen. 27Sie fanden es für gut, sie sind auch deren Schuldner; denn wenn die Heiden an deren geistigen Gütern teilgenommen haben, so sind sie schuldig, ihnen auch mit den leiblichen zu Diensten zu sein. 28Habe ich nun dieses vollbracht und ihnen diesen Ertrag eingehändigt, so will ich bei euch hindurch nach Spanien reisen. 29Ich weiß aber, dass, wenn ich zu euch komme, ich in Fülle des Segens des Evangeliums Christi kommen werde. 30ich bitte euch also, Brüder! bei unserm Herrn Jesus Christus und bei der Liebe des Heiligen Geistes, dass ihr mir helfet mit eurem Gebete für mich zu Gott, 31damit ich von den Ungläubigen, die in Judäa sind, errettet werde und das Opfer meiner Dienstleistung den Heiligen zu Jerusalem angenehm sei; 32damit ich mit Freuden zu euch komme, nach dem Willen Gottes, und mich mit euch erquicke. 33Der Gott des Friedens aber sei mit euch allen! Amen.

Römer 16

1Ich empfehle euch aber Phöbe, unsere Schwester, die im Dienste der Kirche zu Kenchreä ist, 2dass ihr sie im Herrn, wie es Heiligen ziemt, aufnehmet, und ihr beistehet in allen Anliegen, in denen sie eurer bedarf; denn auch sie hat vielen beigestanden, und auch mir selbst. 3Grüßet Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, 4(welche für mein Leben ihren Hals eingesetzt haben, denen nicht allein ich, sondern auch alle Gemeinden der Heiden danksagen) 5und grüßet die Versammlung in ihrem Hause. Grüßet meinen geliebten Epänetus, welcher der Erstling Asiens in Christus ist. 6Grüßet Maria, welche sich viele Mühe um euch gemacht hat. 7Grüßet Andronikus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, welche bei den Aposteln angesehen sind, die auch vor mir in Christus waren. 8Grüßet meinen im Herrn teuren Ampliatus. 9Grüßet Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christus Jesus, und meinen teuren Stachys. 10Grüßet Apelles, den in Christus Bewährten. 11Grüßet die Hausgenossen des Aristobolus. Grüßet Herodion, meinen Verwandten. Grüßet die Hausgenossen des Narcissus, welche im Herrn sind. 12Grüßet Tryphäna und Tryphosa, welche sich im Herrn mühen. Grüßet die teure Persis, die im Herrn viel Mühewaltung gehabt hat. 13Grüßet Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine und meine Mutter. 14Grüßet Asynkritus, Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Brüder, die bei ihnen sind. 15Grüßet Philologus und Julia, Nereus und dessen Schwester, und Olympias und alle Heiligen, die bei ihnen sind. 16Grüßet einander im heiligen Kusse. Es grüßen euch alle Gemeinden Christi. 17Ich bitte euch aber, Brüder! dass ihr euch in Acht nehmet vor denen, welche Spaltungen und Ärgernisse verursachen der Lehre entgegen, die ihr gelernt habt; und meidet sie. 18Denn solche Menschen dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauche; und mit süßen Worten und Schmeicheleien verführen sie die Herzen der Arglosen. 19Denn euer Gehorsam ist allerorten kund geworden. Darum freue ich mich über euch; aber ich wünsche, dass ihr weise seiet im Guten und einfältig im Bösen. 20Der Gott des Friedens aber zertrete den Satan alsbald unter euren Füßen. Die Gnade unsres Herrn Jesu Christi sei mit euch! 21Es grüßt euch Timotheus, mein Mitarbeiter, auch Lucius und Jason und Sosipater, meine Verwandten. 22Ich, Tertius, der diesen Brief geschrieben, grüße euch im Herrn. 23Es grüßt euch Kajus, mein Gastfreund, und die ganze Gemeinde. Es grüßt euch Erastus, der Schatzmeister der Stadt, und der Bruder Quartus. 24Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen. 25Dem aber, der mächtig ist, euch zu stärken nach meinem Evangelium und der Verkündigung Jesu Christi, gemäß der Offenbarung des Geheimnisses, welches seit ewigen Zeiten verborgen war, 26(welches nun mittelst der Schriften der Propheten nach der Anordnung des ewigen Gottes kundgemacht ist zum Gehorsam des Glaubens), das unter allen Völkern bekannt gemacht worden ist, 27dem allein weisen Gott, ihm sei Ehre und Preis durch Jesus Christus von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

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