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Die Bibel in einem Jahr · Tag 319 von 365

Apostelgeschichte 1–4

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Apostelgeschichte 1

1In der ersten Erzählung, o Theophilus! habe ich von allem gesprochen, was Jesus zu tun und zu lehren anfing 2bis zu dem Tage, an welchem er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, die er auserwählt hatte, durch den Heiligen Geist seine Aufträge gegeben; 3denen er auch nach seinem Leiden durch viele Beweise als lebend sich zeigte, da er ihnen vierzig Tage hindurch erschien, und vom Reiche Gottes redete. 4Und da er mit ihnen aß, befahl er ihnen, von Jerusalem nicht wegzugehen, sondern auf die Verheißung des Vaters zu warten, die ihr (sprach er) aus meinem Munde gehört habet. 5Denn Johannes zwar taufte mit Wasser, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geiste getauft werden, nach wenigen Tagen. 6Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn, und sprachen: Herr! wirst du wohl in dieser Zeit das Reich Israel wieder herstellen? 7Er aber sprach zu ihnen: Es stehet euch nicht zu, Zeit oder Stunde zu wissen, welche der Vater in seiner Macht festgesetzt hat; 8aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der über euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem, und in ganz Judäa und Samaria, und bis an die Grenzen der Erde. 9Als er dies gesagt hatte, ward er vor ihren Blicken emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf, hinweg aus ihren Augen. 10Und als sie zum Himmel emporschauten, während er fortging, siehe, da standen zwei Männer bei ihnen in weißen Gewändern, 11welche sagten: Ihr Männer von Galiläa! was stehet ihr und schauet gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen ist, wird ebenso kommen, wie ihr ihn in den Himmel habt auffahren sehen. 12Hierauf kehrten sie von dem Berge, welcher Ölberg genannt wird, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg weit entfernt, wieder nach Jerusalem zurück. 13Und als sie hineingekommen waren, stiegen sie in das Obergemach hinauf, wo sie sich aufzuhalten pflegten, nämlich Petrus und Johannes, Jakobus und Andreas, Philippus und Thomas, Bartholomäus und Matthäus, Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Simon, der Eiferer, und Judas, der Bruder des Jakobus. 14Diese alle verharrten einmütig im Gebete samt den Frauen, und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brüdern. 15In diesen Tagen erhob sich Petrus inmitten der Brüder (es war aber eine Schar beisammen, von etwa hundert und zwanzig Personen) und sprach: 16Brüder! Es muss das Schriftwort erfüllt werden, welches der heilige Geist durch den Mund Davids vorhergesagt hat von Judas, welcher denen, die Jesus gefangen nahmen, zum Führer diente, 17der uns beigezählet war und Anteil an diesem Amte erhalten hatte. 18Dieser nun erwarb sich einen Acker von dem Lohne der Ruchlosigkeit, und er erhängte sich, und barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide wurden verschüttet. 19Und es wurde allen Einwohnern von Jerusalem bekannt, so dass jener Acker in ihrer Sprache Hakeldama, das ist Blutacker, genannt wurde. 20Denn es steht im Buche der Psalmen geschrieben: Ihre Wohnstätte stehe verödet, und niemand sei, der darin wohne! Und: Sein Amt erhalte ein anderer. 21Es muss also einer von den Männern, welche mit uns zusammen waren während der ganzen Zeit, da der Herr Jesus unter uns aus und ein ging, 22von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, an welchem er von uns fort aufgenommen worden ist, mit uns Zeuge seiner Auferstehung werden. 23Da stellten sie zwei vor, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen der Gerechte, und Matthias. 24Und sie beteten, und sprachen: Du, o Herr! der du die Herzen aller kennst, zeige an, welchen von diesen beiden du erwählet hast, 25die Stelle dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von welchem Judas abgefallen ist, um hinzugehen an seinen Ort. 26Dann warfen sie das Los über sie, und es fiel das Los auf Matthias, und er ward den elf Aposteln beigezählt.

Apostelgeschichte 2

1Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war, waren alle einmütig an demselben Orte. 2Da entstand plötzlich vom Himmel herab ein Brausen, gleich dem eines daherfahrenden gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. 3Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und es ließ sich auf einen jeden von ihnen nieder. 4Und es wurden alle mit dem Heiligen Geiste erfüllet, und fingen an, in verschiedenen Sprachen zu reden, so wie der Heilige Geist ihnen verlieh auszusprechen. 5Es waren aber in Jerusalem Juden wohnhaft, gottesfürchtige Männer, aus allen Völkern, die unter dem Himmel sind. 6Als nun dieses Getöse entstand, kam die ganze Menge zusammen, und ward bestürzt; denn es hörte sie ein jeder in seiner Sprache reden. 7Es waren aber alle außer sich, und sprachen voll Verwunderung zueinander: Sehet, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? 8Wie hören wir denn ein jeder unsere eigene Sprache, in der wir geboren sind? 9Parther, Meder, Elamiter und Bewohner von Mesopotamien, von Judäa, Cappadocien, Pontus und Asien, 10von Phrygien und Pamphylien, Ägypten und den Landstrichen Libyens bei Cyrene, und Fremdlinge aus Rom, 11Juden sowohl wie Bekehrte, Kreter und Araber, wir hören sie in unseren Sprachen die großen Taten Gottes verkündigen. 12Und alle staunten, und sprachen voll Verwunderung zueinander: Was mag dies wohl bedeuten? 13Einige aber spotteten, und sagten: Sie sind voll süßen Weines! 14Da stand Petrus auf mit den Elfen, und seine Stimme erhebend sprach er zu ihnen: Ihr Männer von Judäa, und alle ihr Bewohner von Jerusalem, kund sei euch dieses und vernehmet meine Worte! 15Diese sind nicht trunken, wie ihr meinet, es ist ja erst die dritte Stunde des Tages; 16sondern dies ist, was durch den Propheten Joel gesagt ist: 17Es wird geschehen in den letzten Tagen (spricht der Herr), ich werde von meinem Geiste über alles Fleisch ausgießen; und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, eure Jünglinge werden Gesichte schauen, und euren Greisen werden Traumgesichte erscheinen. 18Ja, auch über meine Knechte und über meine Mägde werde ich in jenen Tagen von meinem Geiste ausgießen, und sie werden weissagen. 19Und ich werde Wunderzeichen am Himmel oben, und Zeichen auf der Erde unten geben, Blut und Feuer, Dampf und Rauch. 20Die Sonne wird in Dunkel verwandelt werden und der Mond in Blut, ehedenn der große und offenbare Tag des Herrn kommt. 21Dann wird es geschehen: Ein jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden. 22Ihr Männer von Israel! höret diese Worte: Jesus von Nazareth, einen Mann, dem Gott unter euch Zeugnis gab durch Machterweise, Wunder und Zeichen, welche Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wisset, 23diesen, der nach dem festgesetzten Ratschlusse und dem Vorherwissen Gottes überliefert ward, habt ihr durch die Hände der Gottlosen an´s Kreuz geschlagen und getötet. 24Gott aber hat ihn auferweckt, von dem Schmerze des Totenreiches ihn befreiend, wie es denn unmöglich war, dass er von demselben festgehalten würde. 25Denn David sagt von ihm: Ich sah den Herrn vor meinen Augen allezeit; denn er ist mir zur Rechten, damit ich nicht wanke. 26Darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte, ja auch mein Fleisch wird in Hoffnung ruhen. 27Denn du wirst meine Seele nicht im Totenreiche lassen, noch zugeben, dass dein Heiliger die Verwesung schaue. 28Du hast mir die Pfade des Lebens kundgetan, du wirst mich mit Wonnen erfüllen vor deinem Angesichte. 29Ihr Brüder! Es sei mir gestattet, freimütig zu euch zu reden von dem Erzvater David. Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns bis auf den heutigen Tag. 30Weil er nun ein Prophet war, und wusste, dass ihm Gott mit einem Eide geschworen, es werde einer seiner Nachkommen auf seinem Throne sitzen, 31so hat er in die Zukunft schauend von der Auferstehung Christi gesprochen, dass dieser nämlich nicht im Totenreiche gelassen ward, noch sein Fleisch die Verwesung schaute. 32Diesen Jesus hat Gott auferweckt; des sind wir alle Zeuge. 33Nachdem er nun zur Rechten Gottes erhöht worden ist, und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er diesen ausgegossen, wie ihr sehet und höret. 34Denn David ist nicht in den Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, 35bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße lege. 36So wisse denn das ganze Haus Israel unfehlbar gewiss, dass Gott ihn zum Herrn und Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuziget habet. 37Als sie dies hörten, wurden sie im Herzen zerknirscht, und sie sprachen zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? 38Petrus aber sprach zu ihnen: Tuet Buße, und ein jeder von euch lasse sich taufen im Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden; so werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. 39Denn euch gilt die Verheißung, und euren Kindern und allen, die ferne sind, so viele immer der Herr, unser Gott, berufen wird. 40Noch mit sehr vielen anderen Worten legte er Zeugnis ab, und ermahnte sie, indem er sprach: Rettet euch hinweg von diesem verderbten Geschlechte! 41Diejenigen, welche sein Wort annahmen, wurden getauft. Und es wurden an jenem Tage hinzugetan bei dreitausend Seelen. 42Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel, in der Gemeinschaft des Brotbrechens und in den Gebeten. 43Und es kam Furcht über alle Seelen; auch geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel in Jerusalem, und die Furcht war bei allen groß. 44Auch hielten sich alle Gläubigen zusammen, und hatten alles gemeinsam. 45Ihr Hab und Gut verkauften sie, und teilten davon allen mit, nach eines jeden Bedürfnis. 46Auch verharrten sie täglich einmütig im Tempel, und brachen das Brot von Haus zu Haus und nahmen Speise in Freudigkeit und Einfalt des Herzens, 47und lobten Gott, und alles Volk war ihnen wohlgeneigt. Der Herr aber führte täglich diejenigen, welche selig werden sollten, der Gemeinde zu.

Apostelgeschichte 3

1Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel zur neunten Stunde des Gebetes. 2Da wurde ein Mann herbeigetragen, der vom Mutterleibe an lahm war; den setzten sie täglich an die Pforte des Tempels, welche die schöne heißt, hin, dass er von denen, welche in den Tempel gingen, Almosen heische. 3Als dieser den Petrus und Johannes sah, die eben im Begriffe waren in den Tempel hineinzugehen, bat er sie, um ein Almosen zu empfangen. 4Petrus aber mit Johannes blickte auf ihn und sprach: Siehe uns an! 5Da richtete er seinen Blick auf sie, in der Hoffnung, etwas von ihnen zu empfangen. 6Petrus aber sagte: Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazareners, stehe auf und wandle! 7Und er fasste ihn bei der rechten Hand an und richtete ihn auf; und alsbald kam Kraft in seine Füße und Sohlen. 8Und aufspringend, stand er und wandelte umher; und er trat mit ihnen in den Tempel, gehend, hüpfend und Gott lobend. 9Und alles Volk sah ihn umhergehen und Gott loben. 10Da sie nun erkannten, dass er der war, welcher des Almosens wegen an der schönen Pforte des Tempels saß, wurden sie voll Staunens und außer sich über das, was mit ihm vorgegangen war. 11Da er aber Petrus und Johannes festhielt, lief das Volk zu ihnen in die Halle, welche Salomons Halle heißt, voll Erstaunen. 12Als Petrus das sah, sprach er zu dem Volke: Ihr Männer von Israel! Was wundert ihr euch hierüber, oder was blicket ihr auf uns, als hätte wir aus eigener Kraft oder Macht diesen gehen gemacht? 13Der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, der Gott unserer Väter hat seinen Sohn Jesus verherrlicht, welchen ihr überliefert, und vor dem Angesichte des Pilatus verleugnet habt, während er entschieden hatte, ihn freizulassen; 14ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet, und verlangt, dass man euch einen Mann, der ein Mörder war, schenkte. 15Den Urheber des Lebens dagegen habt ihr getötet, und Gott hat ihn von den Toten auferweckt; des sind wir Zeugen! 16Durch den Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr sehet und kennet, gestärkt; und der Glaube, der durch ihn ist, hat diesem die vollkommene Gesundheit gegeben, wie ihr alle sehet. 17Und nun, meine Brüder! ich weiß, dass ihr es aus Unwissenheit getan habt, wie auch eure Vorsteher. 18Gott aber hat das, was er durch den Mund aller Propheten vorherverkündiget hat, dass sein Gesalbter leiden werde, so erfüllt. 19So tuet denn Buße, und bekehret euch, damit eure Sünden getilgt werden; 20damit die Zeiten der Erquickung von dem Angesichte des Herrn kommen, wenn er den, welcher euch verkündigt worden ist, sendet, Jesus Christus. 21Für jetzt muss der Himmel denselben aufnehmen bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, wovon Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her geredet hat. 22So sagte schon Moses: der Herr, euer Gott, wird euch einen Propheten wie mich aus euren Brüdern erwecken; den sollet ihr hören in allem, was er euch immer sagen wird. 23Es wird aber geschehen: jede Seele, welche diesen Propheten nicht hört, wird aus dem Volke vertilgt werden. 24Und alle Propheten, welche geredet haben, von Samuel angefangen und fernerhin, verkündigten diese Tage. 25Ihr seid die Kinder der Propheten und des Bundes, den Gott mit unsern Vätern geschlossen hat, da er zu Abraham sprach: Und in deinem Samen werden alle Geschlechter der Erde gesegnet werden. 26Euch zuerst hat Gott seinen Sohn erweckt und gesandt, um euch zu segnen, damit sich ein jeder von seiner Bosheit bekehre.

Apostelgeschichte 4

1Da sie aber zu dem Volke redeten, kamen die Priester und der Tempelhauptmann und die Sadducäer dazu, 2die unwillig waren, dass sie das Volk lehrten, und in Jesus die Auferstehung von den Toten verkündigten. 3Und sie legten Hand an sie, und brachten sie in Gewahrsam bis zum anderen Tage, denn es war schon Abend. 4Viele aber von denen, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig, und die Anzahl der Männer war fünftausend. 5Es geschah aber am andern Tage, dass sich ihre Vorsteher und Ältesten, und die Schriftgelehrten zu Jerusalem versammelten; 6auch Annas, der Hohepriester, und Kaiphas, Johannes und Alexander, und alle, die aus priesterlichem Geschlechte waren. 7Und sie stellten sie in die Mitte, und fragten: Aus welcher Macht, oder in welchem Namen habt ihr dies getan? 8Da ward Petrus vom heiligen Geiste erfüllt, und sprach zu ihnen: Ihr Vorsteher des Volkes und ihr Ältesten höret! 9Wenn wir heute vor Gericht gezogen werden wegen einer diesem kranken Menschen erwiesenen Wohltat, durch die er geheilt worden ist, 10so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund: Im Namen unsers Herrn Jesus Christus, des Nazareners, den ihr gekreuziget, den Gott aber von den Toten auferwecket hat, durch diesen steht dieser gesund vor euch. 11Er ist jener von euch Bauleuten verworfene Stein, der zum Eckstein geworden ist, 12und es ist in keinem andern Heil; denn kein anderer Name unter dem Himmel ist den Menschen gegeben, durch den wir selig werden sollten. 13Da sie nun die Standhaftigkeit des Petrus und Johannes sahen, und inne wurden, dass sie ungelehrte und gewöhnliche Leute seien, verwunderten sie sich, und erkannten jetzt auch, dass sie mit Jesus gewesen waren. 14Und da sie auch den Menschen, der geheilt worden war, bei ihnen stehen sahen, konnten sie nichts dagegen sagen. 15Sie befahlen ihnen aber, aus der Versammlung abzutreten, und berieten sich untereinander. 16indem sie sprachen: Was sollen wir mit diesen Leuten machen? Denn es ist doch ein Wunder durch sie geschehen, das allen Bewohnern von Jerusalem bekannt ist, es ist offenkundig, und wir können es nicht leugnen. 17Damit es jedoch nicht noch weiterhin unter das Volk verbreitet werde, wollen wir sie scharf bedrohen, nicht mehr in diesem Namen zu irgendeinem Menschen zu reden. 18Sie riefen sie hinein, und geboten ihnen, durchaus nicht mehr zu reden und zu lehren im Namen Jesu. 19Petrus aber und Johannes antworteten, und sprachen zu ihnen: Ob es recht ist vor Gottes Angesicht, euch mehr zu gehorchen als Gott, das urteilet selbst. 20Denn wir können nicht unterlassen das zu verkünden, was wir gesehen und gehört haben. 21Jene aber drohten ihnen, und entließen sie, da sie keine Mittel fanden, dieselben zu strafen, wegen des Volkes, weil alle das, was geschehen war, priesen. 22Denn der Mann, an dem dieses Wunder der Heilung geschehen, war über vierzig Jahre alt. 23Als sie nun freigelassen waren, kamen sie zu den Ihrigen, und verkündigten ihnen alles, was die Hohenpriester und Ältesten zu ihnen gesagt hatten. 24Da diese es hörten, erhoben sie einmütig ihre Stimme zu Gott, und sprachen: Herr! du bist es, der den Himmel und die Erde, das Meer und alles, was in ihnen ist, gemacht hat, 25der durch den Heiligen Geist aus dem Munde unseres Vaters David, deines Knechtes, gesprochen: Warum toben die Heiden, und sinnen die Völker Eitles? 26Es stehen auf die Könige der Erde, und die Fürsten kommen zusammen wider den Herrn und wider seinen Gesalbten. 27Denn es sind in Wahrheit in dieser Stadt wider deinen heiligen Sohn Jesus, den du gesalbt hast, Herodes und Pontius Pilatus, mit Heiden und den Stämmen Israels verbunden, zusammengekommen, 28um zu tun, was deine Hand und dein Ratschluß festgesetzt hatte, dass geschehen sollte. 29Und nun, o Herr! siehe herab auf ihre Drohungen, und gib deinen Dienern, dass sie mit allem Freimut dein Wort reden, 30indem du deine Hand zu Heilungen ausstreckest, und dass Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus. 31Als sie gebetet hatten, ward die Stätte, wo sie versammelt waren, erschüttere, und sie wurden alle mit dem Heiligen Geiste erfüllt, und redeten das Wort Gottes mit Zuversicht. 32Die Menge der Gläubigen aber war ein Herz und eine Seele; und keiner sagte, dass etwas von dem, was er besaß, sein eigen sei, sondern sie hatten alles miteinander gemein. 33Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung Jesu Christi unsers Herrn; und große Gnade war in ihnen allen. 34Denn es war kein Dürftiger unter ihnen; alle diejenigen nämlich, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften dieselben, und brachten den Erlös des Verkauften herbei, 35und legten ihn zu den Füßen der Apostel. Es wurde aber einem jeden zugeteilt, so viel er bedurfte. 36Joseph aber, der von den Aposteln den Zunamen Barnabas erhielt (das ist Sohn der Tröstung), ein Levit, aus Cypern gebürtig, 37verkaufte einen Acker, den er besaß, und brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel nieder.

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