Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
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Matthäus 23
1Dann redete Jesus zu dem Volke und zu seinen Jüngern, 2und sprach: Auf den Stuhl des Moses haben sich die Schriftgelehrten und Pharisäer gesetzt. 3Alles also, was sie immer euch sagen, haltet und tuet; nach ihren Werken aber tuet nicht; denn sie sagen, und tun nicht. 4Sie binden nämlich schwere und unerträgliche Lasten und legen sie auf die Schultern der Menschen; mit ihrem Finger aber wollen sie dieselben nicht bewegen. 5Alle ihre Werke aber tun sie, um von den Leuten gesehen zu werden; denn sie machen ihre Spruchbänder breit, und die Quasten groß. 6Sie lieben die ersten Plätze bei den Gastmählern, und die ersten Stühle in den Synagogen. 7Sie lassen sich gerne auf dem Markte grüßen und von den Leuten Rabbi nennen. 8Ihr aber lasset euch nicht Rabbi nennen; denn einer ist euer Lehrer, ihr aber seid Brüder. 9Auch nennet keinen auf Erden Vater; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist. 10Und lasset euch nicht Meister nennen; weil einer euer Meister ist, Christus. 11Wer der Größere unter euch ist, wird euer Diener sein. 12Wer aber sich selbst erhöhet, wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöhet werden. 13Wehe aber euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Weil ihr das Himmelreich vor den Menschen verschließet. Denn ihr selbst gehet nicht hinein, und auch die hinein wollen, lasset ihr da nicht hineingehen. 14Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Weil ihr die Häuser der Witwen verzehret, indem ihr lange Gebete sprechet; deshalb werdet ihr ein strengeres Gericht erfahren. 15Wehe euch ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Weil ihr das Meer und das Festland durchziehet, um einen einzigen Bekehrten zu machen; und wenn er es geworden ist, so machet ihr ihn zum Kinde der Hölle, zweifach mehr als ihr. 16Wehe euch, ihr blinden Führer! die ihr saget: Wenn jemand beim Tempel geschworen hat, das ist nichts; wer aber beim Golde des Tempels geschworen hat, ist verpflichtet. 17Ihr Toren und Blinde! Was ist denn größer? Das Gold oder der Tempel, welcher das Gold heiligt? 18Und wer da beim Altare geschworen hat, das ist nichts; wer aber geschworen hat bei der Gabe, welche auf demselben liegt, ist verpflichtet. 19Ihr Blinde! Was ist denn größer? Die Gabe oder der Altar, welcher die Gabe heiligt? 20Wer also bei dem Altare schwöret, schwöret bei demselben, und bei allem, was auf demselben ist. 21Und wer bei dem Tempel schwört, schwört bei diesem, und bei dem, welcher in demselben seine Wohnung hat. 22Und wer bei dem Himmel schwört, schwört bei dem Throne Gottes, und bei dem, der auf demselben sitzet. 23Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Die ihr die Krausemünze, Fenchel und Kümmel verzehnet, aber was das Wichtigere des Gesetzes ist, die Gerechtigkeit, die Barmherzigkeit und die Treue habt fallen lassen. Dieses hättet ihr tun, und jenes nicht unterlassen sollen. 24Ihr blinden Führer! Die ihr eine Mücke durchseihet, das Kamel aber verschlucket. 25Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Weil ihr das Äußere des Bechers und der Schüssel reiniget, innen aber voll des Raubes und der Unlauterkeit seid. 26Du blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Innere des Bechers und der Schüssel, damit die Außenseite derselben rein werde. 27Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Weil ihr übertünchten Gräbern gleichet, welche von außen her den Leuten zwar schön erscheinen, inwendig aber voll sind von Totengebeinen und jeglicher Unreinigkeit. 28So erscheint auch ihr zwar von außen als Gerechte vor den Menschen, inwendig aber seid ihr voll Heuchelei und Schlechtigkeit. 29Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! Die ihr die Gräber der Propheten bauet, und die Denkmäler der Gerechten schmücket, 30und sagt: Wenn wir in den Tagen unserer Väter gelebt hätten, so wären wir nicht ihre Mitschuldigen an dem Blute der Propheten gewesen. 31So gebet ihr wider euch selbst Zeugnis, dass ihr Söhne derer seid, welche die Propheten gemordet haben. 32So machet denn ihr nur das Maß eurer Väter voll! 33Ihr Schlangen, Natterngezücht! wie werdet ihr dem Gerichte der Hölle entrinnen? 34Darum sehet, ich sende zu euch Propheten, und Weise, und Schriftgelehrte; und ihr werdet einen Teil von ihnen töten und kreuzigen; und einen Teil werdet ihr geißeln in euren Synagogen, und von Stadt zu Stadt verfolgen; 35damit alles gerechte Blut, welches auf Erden vergossen ward, über euch komme, vom Blute Abels, des Gerechten, an bis zum Blute Zacharias, des Sohnes Barachias, den ihr zwischen dem Tempel und dem Altare gemordet habt. 36Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird über dieses Geschlecht kommen! 37Jerusalem, Jerusalem! die du die Propheten mordest, und steinigest die, welche zu dir gesandt worden, wie oft wollte ich deine Kinder versammeln, wie eine Henne ihre Küchlein unter ihre Flügel sammelt, du aber hast nicht gewollt! 38Sehet, euer Haus wird verödet gelassen werden! 39Denn ich sage euch; Von nun an werdet ihr mich nicht mehr sehen, bis dass ihr sprechet: Hochgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Matthäus 24
1Und Jesus begab sich aus dem Tempel und ging fort. Da traten seine Jünger zu ihm, um ihm die Bauwerke des Tempels zu zeigen. 2Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet ihr dies alles? Wahrlich, ich sage euch, kein Stein wird hier auf dem andern gelassen warden, der nicht abgebrochen würde. 3Als er sich nun auf dem Ölberge niedersetzte, traten die Jünger allein zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies geschehen? Und was wird das Zeichen deiner Ankunft, denn und des Endes der Welt sein? 4Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, dass euch niemand verführe! 5Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: ich bin Christus! und sie werden viele verführen. 6Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, dass ihr euch nicht verwirren lasset; denn alles dies muss geschehen, aber noch ist es nicht das Ende. 7Denn es wird Volk wider Volk aufstehen, und Reich wider Reich, und es werden Seuchen, Hungersnöte und Erdbeben sein, Ort für Ort. 8Dies alles ist nur ein Anfang der Wehen. 9Dann werden sie euch in Bedrängnisse überantworten, und werden euch töten; und ihr werdet gehasst werden von allen Völkern um meines Namens willen. 10Und dann werden viele Ärgernis nehmen, und einander verraten, und einander hassen. 11Und viele falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen. 12Und weil die Bosheit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten. 13Wer aber ausharret bis an´s Ende, der wird das Heil erlangen. 14Und es wird dieses Evangelium vom Reiche in der ganzen Welt gepredigt werden, allen Völkern zum Zeugnisse, und alsdann wird das Ende kommen. 15Wenn ihr nun den Greuel der Verwüstung, welcher von dem Propheten Daniel vorhergesagt worden, an heiliger Stätte stehen sehet, - wer es liest, verstehe es wohl! - 16dann fliehe, wer in Judäa ist, auf die Berge; 17Und wer auf dem Dache ist, steige nicht herab, um etwas aus seinem Hause zu holen 18und wer auf dem Felde ist, kehre nicht zurück, um sein Opferkleid zu holen. 19Wehe aber den Schwangeren und Säugenden in jenen Tagen! 20Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter oder am Sabbat geschehe. 21Denn es wird alsdann eine große Bedrängnis sein, wie sie vom Anfang der Welt bis jetzt nicht war, noch auch sein wird. 22Und wenn jene Tage nicht abgekürzt wären. würde kein Mensch gerettet werden; doch um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt werden. 23Wenn alsdann jemand zu euch sagt: Sehet, hier ist Christus, oder dort! So glaubet es nicht. 24Denn es werden falsche Christus und falsche Propheten aufstehen; und sie werden große Zeichen und Wunder tun, so dass auch die Auserwählten (wenn es möglich wäre) irre geführt würden. 25Sehet, ich habe es euch vorhergesagt! 26Wenn sie euch also sagen: Sehet, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; sehet er ist in den Gemächern, so glaubet es nicht! 27Denn wie der Blitz vom Aufgange ausgehet, und hinleuchtet bis zum Niedergange, so wird es auch mit der Ankunft des Menschensohnes sein. 28Wo immer ein Aas ist, da werden sich auch die Adler versammeln. 29Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden, und der Mond seinen Schein nicht mehr geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden. 30Und alsdann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen; und es werden dann alle Geschlechter der Erde wehklagen, und werden den Menschensohn kommen sehen auf den Wolken des Himmels mit großer Macht und Herrlichkeit. 31Und er wird seine Engel mit lauttönender Posaune senden; und sie werden seine Auserwählten sammeln von den vier Winden, von einem Ende des Himmels bis zum anderen. 32Vom Feigenbaume aber lernet das Gleichnis: wenn sein Zweig schon weich wird und die Blätter hervorkommen, so wisset ihr, dass der Sommer nahe ist. 33So auch ihr, wenn ihr dies alles sehet, so wisset, dass es nahe vor der Türe ist. 34Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis dies alles geschieht! 35Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen. 36Um jenen Tag aber und die Stunde weiss niemand, auch die Engel des Himmels nicht, nur der Vater allein. 37Wie es aber in den Tagen des Noe war, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. 38Denn wie sie in den Tagen vor der Sündflut aßen und tranken, zur Ehe nahmen und zur Ehe gaben, bis zu dem Tage, an welchem Noe in die Arche ging, 39und sie es nicht erkannten, bis die Flut kam und alle hinwegnahm: so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein. 40Dann werde zwei auf dem Felde sein; der eine wird aufgenommen, und einer wird zurückgelassen werden. 41Zwei werden mahlen in der Mühle; die eine wird aufgenommen, die andere zurückgelassen werden. 42Wachet also, weil ihr nicht wisset, zu welcher Stunde euer Herr kommen wird! 43Das aber sollet ihr wissen: Wenn der Hausvater wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, würde er sicherlich wach bleiben und in sein Haus nicht einbrechen lassen. 44Darum seid auch ihr bereit; denn zu einer Stunde, die ihr nicht wisset, wird der Menschensohn kommen. 45Wer ist wohl der getreue und kluge Knecht, den sein Herr über sein Hausgesinde gesetzt hat, dass er ihnen die Speise gebe zu rechter Zeit? 46Selig ist jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, also handeln findet. 47Wahrlich, ich sage euch, über alle seine Besitztümer wird er ihn setzen! 48Wenn aber jener Knechte böse wäre und in seinem Herzen spräche; Mein Herr säumt zu kommen; 49und anfinge, seine Mitknechte zu schlagen, mit den Zechern aber äße und tränke, 50so wird der Herr dieses Knechtes kommen an einem Tage, an welchem er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, zu der er es nicht weiß, 51und wird ihn entzwei hauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern geben; dort wird Heulen und Zähneknirschen sein.
Matthäus 25
1Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, welche ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam und der Braut entgegen. 2Fünf aber von ihnen waren töricht, und fünf klug. 3Aber die fünf törichten nahmen zwar ihre Lampen, aber nahmen kein Öl mit sich. 4Die Klugen dagegen nahmen samt den Lampen auch Öl mit in ihren Gefäßen. 5Da aber der Bräutigam verzog, wurden alle schläfrig und schlummerten ein. 6Um Mitternacht aber erhob sich ein Geschrei: Sehet, der Bräutigam kommt, gehet heraus ihm entgegen! 7Da standen alle jene Jungfrauen auf und richteten ihre Lampen zu. 8Die törichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von eurem Öle; denn unsere Lampen erlöschen. 9Die Klugen antworteten und sprachen: Es möchte nicht zureichen für uns und euch; gehet vielmehr hin zu den Krämern und kaufet für euch. 10Während sie nun hingingen, zu kaufen, kam der Bräutigam; und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit, und die Türe ward verschlossen. 11Zuletzt aber kommen auch die übrigen Jungfrauen und sagen: Herr, Herr! Tue uns auf. 12Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euch nicht! 13Wachet also, weil ihr weder den Tag wisset, noch die Stunde! 14Denn wie ein Mann, im Begriffe fortzureisen, seine Knechte rief, und ihnen seine Güter übergab. 15Dem einen gab er fünf Talente, dem andern aber zwei, dem dritten aber eines, einem jeden nach seiner Befähigung, und reiste alsobald fort. 16Der aber, welcher die fünf Talente empfangen hatte, ging hin, und wirtschaftete mit denselben, und gewann andere fünf. 17Desgleichen gewann auch der, welcher die zwei empfangen hatte, andere zwei. 18Derjenige aber, welcher das eine empfangen hatte, ging hin, und grub es in die Erde, und verbarg das Geld seines Herrn. 19Nach langer Zeit aber kam der Herr jener Knechte, und hielt Abrechnung mit ihnen. 20Und es trat derjenige hinzu, welcher die fünf Talente empfangen hatte, und brachte andere fünf Talente, und sagte: Herr! Fünf Talente hast du mir übergeben; siehe, ich habe noch fünf andere dazu gewonnen. 21Da sprach sein Herr zu ihm: Trefflich, du guter und getreuer Knecht! Weil du über weniges getreu gewesen bist, werde ich dich über vieles setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn! 22Es trat auch derjenige hinzu, welcher zwei Talente empfangen hatte, und sagte: Herr! Zwei Talente hast du mir übergeben, siehe, ich habe andere zwei gewonnen. 23Da sprach sein Herr zu ihm: Trefflich, du guter und getreuer Knecht! Weil du über weniges getreu gewesen bist, werde ich dich über vieles setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn! 24Es trat auch derjenige hinzu, welcher das eine Talent empfangen hatte, und sagte: Herr! Ich weiß, dass du ein harter Mann bist, du erntest, wo du nicht gesäet, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast; 25und in Furcht ging ich hinweg, und verbarg dein Talent in der Erde. Siehe, da hast du, was dein ist! 26Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du schlechter und fauler Knecht! Du wusstest, dass ich ernte, wo ich nicht gesäet, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe; 27du hättest mithin mein Geld den Wechslern übergeben sollen, und bei meiner Ankunft würde ich dann doch das Wenige mit Zins wieder erhalten haben. 28Nehmet ihm also das Talent und gebt es dem, welcher die zehn Talente hat! 29Denn jedem, der da hat, wird gegeben werden, und er wird in Überfluß haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das, was er zu haben scheint, genommen werden. 30Und den unnützen Knecht werfet in die Finsternis draußen hinaus, dort wird Heulen und Zähneknirschen sein. 31Wenn aber der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommen wird, und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen; 32und es werden alle Völker vor ihm versammelt werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe scheidet von den Böcken. 33Die Schafe wird er zu seiner Rechten, die Böcke aber zu seiner Linken stellen. 34Alsdann wird der König zu denen, welche zu seiner Rechten sein werden, sprechen: Kommet, ihr Gesegneten meines Vaters! Nehmet das Reich in Besitz, welches euch bereitet ist von Grundlegung der Welt an. 35Denn ich war hungrig, und ihr habt mich gespeist; ich war durstig, und ihr habt mich getränkt; ich war fremd, und ihr habt mich beherbergt; 36ich war nackt, und ihr habt mich bekleidet; ich war krank, und ihr habt mich besucht; ich war im Kerker, und ihr seid zu mir gekommen. 37Dann werden ihm die Gerechten antworten, und sagen: Herr! Wann haben wir dich hungrig gesehen, und dich gespeist? Oder durstig, und dich getränkt? 38Wann haben wir dich fremd gesehen, und dich beherbergt? Oder nackt, und dich bekleidet? 39Oder wann haben wir dich krank gesehen, oder im Kerker, und sind zu dir gekommen? 40Und der König wird antworten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch, so weit ihr es einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, habt ihr es mir getan! 41Dann wird er auch zu denen auf der Linken sprechen: Weichet von mir, ihr Verfluchten! in das ewige Feuer, welches dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist. 42Denn ich war hungrig, und ihr habt mich nicht gespeist; ich war durstig, und ihr habt mich nicht getränkt; 43ich war fremd, und ihr habt mich nicht beherbergt; ich war nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet; ich war krank und im Kerker, und ihr habt mich nicht besucht. 44Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr! Wann haben wir dich hungrig oder durstig, oder fremd, oder nackt, oder krank, oder im Kerker gesehen, und haben dir nicht gedient? 45Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch, sofern ihr es einem dieser Geringsten nicht getan habt, habt ihr es auch mir nicht getan! 46Und diese werden in ewige Pein gehen, die Gerechten aber in ewiges Leben.