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Die Bibel in einem Jahr · Tag 283 von 365

Matthäus 1–4

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Das Video zu diesem Tag erscheint in der Playlist auf YouTube, sobald es fertig ist.

Matthäus 1

1Buch der Abstammung Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. 2Abraham zeugte den Isaak, Isaak aber zeugte den Jakob; Jakob aber zeugte den Judas und dessen Brüder; 3Judas aber zeugte den Phares und den Zara von der Thamar, Phares aber zeugte den Esron; Esron aber zeugte den Aram. 4Aram aber zeugte den Aminadab: Aminadab aber zeugte den Naasson; Naasson aber zeugte den Salmon. 5Salmon aber zeugte den Booz von der Rahab; Booz aber zeugte den Obed mit der Ruth; Obed aber zeugte den Jesse; Jesse aber zeugte David, den König. 6David aber, der König, zeugte den Salomon mit der, welche des Urias Weib gewesen. 7Salomon aber zeugte den Roboam; Roboam aber zeugte den Asa. 8Asa aber zeugte den Josaphat; Josaphat aber zeugte den Joram; Joram aber zeugte den Ozias. 9Ozias aber zeugte den Joatham; Joatham aber zeugte den Achaz; Achaz aber zeugte den Ezechias. 10Ezechias aber zeugte den Manasses, Manasses aber zeugte den Amon; Amon aber zeugte den Josias. 11Josias aber zeugte den Jechonias und dessen Brüder um die Zeit der Übersiedlung nach Babylon. 12Und nach der Übersiedlung nach Babylon zeugte Jechonias den Salathiel; Salathiel aber zeugte den Zorobabel. 13Zorobabel aber zeugte den Abiud; Abiud aber zeugte den Eliacim; Eliacim aber zeugte den Azor. 14Azor aber zeugte den Sadok; Sadok aber zeugte den Achim; Achim aber zeugte den Eliud. 15Eliud aber zeugte den Eleazar; Eleazar aber zeugte den Mathan; Mathan aber zeugte den Jakob. 16Jakob aber zeugte den Joseph, den Mann Marias, von welcher geboren ward Jesus, der genannt wird Christus. 17Alle Geschlechter somit von Abraham bis auf David sind vierzehn Geschlechter; und von David bis zur Übersiedlung nach Babylon vierzehn Geschlechter; und von der Übersiedlung nach Babylon bis auf Christus vierzehn Geschlechter. 18Mit der Geburt Christi aber verhielt es sich also: Als seine Mutter Maria mit Joseph verlobt war, erschien es, ehe sie zusammenkamen, daß sie empfangen hatte vom heiligen Geiste. 19Joseph aber, ihr Mann, weil er gerecht war und sie nicht in üblen Ruf bringen wollte, gedachte sie im Stillen zu entlassen. 20Während er aber mit diesem Gedanken umging, siehe, da erschien ihm der Engel des Herrn im Traume und sprach: Joseph, Sohn Davids! fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen, denn was in ihr erzeugt worden, ist vom heiligen Geiste. 21Sie wird aber einen Sohn gebären; und du wirst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. 22Dies alles ist geschehen, auf daß erfüllet würde, was von dem Herrn durch den Propheten gesagt worden, der da spricht: 23Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebären; und sie werden seinen Namen Emmanuel nennen, was verdolmetschet heißt: Gott mit uns! 24Da nun Joseph vom Schlafe erwachte, tat er, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm sein Weib zu sich. 25Und er erkannte sie nicht, bis sie ihren Sohn, den Erstgeborenen, gebar; und er nannte seinen Namen Jesus.

Matthäus 2

1Als nun Jesus geboren war zu Betlehem im Stamme Juda in den Tagen des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenlande nach Jerusalem, 2und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Morgenlande gesehen, und sind gekommen, ihn anzubeten. 3Als aber der König Herodes dies hörte, erschrack er, und ganz Jerusalem mit ihm. 4Und er versammelte alle Hohenpriester und die Schriftgelehrten des Volkes, und befragte sie, wo Christus geboren werden sollte. 5Jene aber sprachen zu ihm: Zu Bethlehem im Stamme Juda; denn so ist geschrieben durch den Propheten: 6Und du, Bethlehem im Lande Juda! bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten Juda´s; denn aus dir wird hervorgehen ein Führer, der meinem Volke Israel ein Hirt sein wird. 7Da berief Herodes die Weisen insgeheim, und erfuhr von ihnen genau die Zeit des Sternes, der ihnen erschienen war. 8Und er wies sie nach Bethlehem und sprach: Gehet hin, und erkundiget euch sorgfältig nach dem Kinde; und wenn ihr es gefunden habt, so verkündet es mir, damit auch ich komme und es anbete. 9Nachdem sie nun den König gehört hatten, zogen sie von dannen. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen voraus, bis er ankam, und still stand über dem Orte, wo das Kind war. 10Da sie aber den Stern sahen, hatten sie eine überaus große Freude. 11Und in das Haus eintretend, fanden sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder, und beteten es an. Und sie öffneten ihre Schätze, und brachten ihm Geschenke dar: Gold, Weihrauch und Myrrhen. 12Und nachdem sie im Traumgesicht die Weisung erhalten, nicht mehr zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem anderen Wege in ihr Land zurück. 13Da sie nun hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traumgesicht und sprach: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und fliehe nach Ägypten, und bleibe allda, bis ich es dir sage. Denn Herodes geht damit um, das Kind zu suchen, und es zu töten. 14Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter des Nachts, und zog hinweg nach Ägypten. 15Und er blieb daselbst bis zum Tode des Herodes, damit erfüllet würde, was von dem Herrn durch den Propheten gesagt worden ist, der da spricht: Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen. 16Als nun Herodes sah, daß er von den Weisen getäuscht war, wurde er sehr zornig, und schickte aus, und tötete in Bethlehem und in dessen ganzem Gebiete alle Knaben von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, welche er von den Weisen erkundet hatte. 17Damals ward erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremias, da er spricht: 18Eine Stimme ward gehöret zu Rama, Weinens und Wehklagens viel; Rachel, die ihre Kinder beweinet, und sich nicht will trösten lassen, weil sie nicht mehr sind. 19Nachdem aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien ein Engel des Herrn im Traume dem Joseph in Ägypten, 20und sprach: Steh auf, nimm das Kind und seine Mutter, und zieh in das Land Israel; denn gestorben sind, die dem Kinde nach dem Leben strabten. 21Da stand er auf, nahm das Kind und seine Mutter, und kam in das Land Israel. 22Als er aber hörte, daß Archelaus in Judäa regiere anstatt des Herodes, seines Vaters, fürchtete er sich, dorthin zu ziehen; und im Traumgesicht unterwiesen, zog er in das Gebiet von Galiläa. 23Und er kam, und wohnte in einer Stadt, welche Nazareth genannt wird; damit erfüllet würde, was durch die Propheten gesagt worden: Er wird Nazaräer genannt werden.

Matthäus 3

1In jenen Tagen aber kam Johannes, der Täufer, und predigte in der Wüste von Judäa, 2und sprach: Tut Buße! denn das Himmelreich hat sich genahet. 3Dieser nämlich ist es, welcher verkündet ward von dem Propheten Isaias, wenn er spricht: Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn; machet eben seine Pfade! 4Johannes aber selbst hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden, seine Nahrung aber waren Heuschrecken und Waldhonig. 5Da ging Jerusalem zu ihm hinaus, und ganz Judäa, und die ganze Gegend am Jordan. 6Und sie wurden von ihm im Jordan getauft, und bekannten ihre Sünden. 7Als er aber viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Ihr Natterngezücht! wer hat euch gelehret, dem zukünftigen Zorne zu entfliehen? 8Bringet denn würdige Früchte der Buße! 9Laßt euch nicht bedünken, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch: Gott kann dem Abraham aus vielen Steinen hier Kinder erwecken. 10Denn schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt. Ein jeder Baum also, der keine guten Früchte bringt, wird umgehauen und in´s Feuer geworfen. 11Ich zwar taufe euch in Wasser zur Buße, der aber nach mir kommen wird, ist stärker als ich, dessen Schuhe zu tragen ich nicht würdig bin; dieser wird euch in heiligem Geiste und Feuer taufen. 12Seine Wurfschaufel hat er in seiner Hand und wird seine Tenne reinigen; seinen Weizen wird er in die Scheuer sammeln, die Spreu aber verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. 13Damals kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden. 14Johannes aber wehrte es ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir? 15Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lasse es jetzt geschehen; denn also geziemt es sich uns, jegliche Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann ließ er ihn hinzu. 16Als aber Jesus getauft war, stieg er sogleich aus dem Wasser heraus; und siehe, es öffneten sich ihm die Himmel, und er sah den Geist Gottes herabkommen über ihn und wie eine Taube herabsteigen. 17Und siehe, eine Stimme vom Himmel sprach: Dieser ist mein Sohn, der geliebte, an welchem ich Wohlgefallen habe!

Matthäus 4

1Da ward Jesus vom Geiste in die Wüste geführt, damit er von dem Teufel versucht würde. 2Und nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, darnach hungerte ihn. 3Und es trat der Versucher zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, dass viele Steine Brot werden! 4Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Nicht vom Brote allein lebt der Mensch, sondern von jedem Worte, das aus dem Munde Gottes hervorgeht. 5Darauf nahm ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt, und stellte ihn auf die Zinne des Tempels, 6und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so stürze dich hinab; denn es steht geschrieben: Er hat seinen Engeln gegeben deinetwegen, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest. 7Jesus aber sprach zu ihm: Es steht aber auch geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen! 8Wiederum nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg, und zeigte ihm alle Königreiche der Welt und ihre Herrlichkeit, 9und sprach zu ihm: Dieses alles werde ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest. 10Da sprach Jesus zu ihm: Weiche, Satan! denn es steht geschrieben: Den Herrn deinen Gott sollst du anbeten und ihm allein dienen! 11Hierauf verließ ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm. 12Da aber Jesus hörte, dass Johannes überantwortete worden war, zog er sich zurück nach Galiläa. 13Und er verließ die Stadt Nazareth, und kam und wohnte in Kapharnaum, welches am Meer gelegen ist an den Grenzen Zabulons und Nephthalims, 14damit erfüllt würde, was durch den Propheten Isaias gesagt worden: 15Das Land Zabulon und das Land Nephtalim, Weg am Meere jenseits des Jordan, Galiläa der Heiden, 16das Volk, das in Finsternissen saß, sah ein großes Licht; und denen, die im Bereich des Todesschattens sitzen, strahlte ein Licht auf. 17Von dieser Zeit an begann Jesus zu predigen und zu sagen: Tut Buße! denn das Himmelreich hat sich genahet. 18Als aber Jesus längs des galiläischen Meeres wandelte, sah er zwei Brüder, Simon, der Petrus genannt wird, und Andreas, seinen Bruder, wie sie eben das Netz in´s Meer warfen, denn sie waren Fischer. 19Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern machen! 20Sie aber verließen alsbald ihre Netze und folgten ihm. 21Und als er von dort weiter ging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, welche in dem Schiffe mit Zebedäus, ihrem Vater, ihre Netze ausbesserten; und er berief sie. 22Sie aber verließen alsogleich die Netze und ihren Vater, und folgten ihm. 23Und Jesus zog umher in ganz Galiläa, indem er in ihren Synagogen lehrte, und das Evangelium des Reiches predigte, und alle Krankheiten und jegliches Gebrechen unter dem Volke heilte. 24Und das Gerücht von ihm breitete sich aus durch ganz Syrien, und sie brachten zu ihm alle Leidenden, mit allerlei Krankheiten und Qualen Behaftete, Besessene, Mondsüchtige, und Gelähmte, und er heilte sie. 25Auch folgten ihm viel Scharen Volkes aus Galiläa, und aus dem Gebiete der zehn Städte und aus Jerusalem, und von Judäa, und von jenseits des Jordan her.

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