Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Exodus 33
1Und der Herr redete zu Moses und sprach: Mache dich auf, ziehe hinauf von hier, du und dein Volk, das du aus dem Lande Ägypten geführt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen werde ich es geben. 2Und ich werde einen Engel vor dir hersenden, dass ich die Chananiter, Amorrhiter, Hethiter, Phereziter, Heviter, und Jebusiter vertreibe 3und du in das Land einziehest, das von Milch und Honig fließt. Denn ich werde nicht mit dir hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; dass ich dich nicht etwa auf dem Wege vernichten müsse. 4Als das Volk diese schlimme Botschaft vernahm, wurde es traurig, und keiner legte seinen Schmuck an, wie er gewohnt war. 5Der Herr hatte nämlich zu Moses gesprochen: Sage den Söhnen Israels: Du bist ein halsstarriges Volk, zöge ich nur einmal in deiner Mitte hinauf, ich müsste dich vernichten. So lege nun deinen Schmuck ab, und ich will sehen was ich mit dir tun soll. 6Also legten die Söhne Israels ihren Schmuck ab vom Berge Horeb an. 7Und Moses nahm das Zelt, und schlug es außerhalb des Lagers, von demselben entfernt, auf, und nannte es das Zelt des Bundes. Und jeder unter dem Volke, der irgend eine Frage zu stellen hatte, ging zu dem Zelte des Bundes, außerhalb des Lagers, hinaus. 8So oft nun Moses zu dem Zelte hinausging, stand das ganze Volk auf, und ein jeder trat unter den Eingang seines Zeltes und schaute Moses nach, bis er in das Zelt eintrat. 9Wenn er aber in das Zelt des Bundes hineingegangen war, so stieg die Wolkensäule hernieder, und stand am Eingange des Zeltes, und redete mit Moses, 10so dass alle sahen, dass die Wolkensäule vor der Türe des Zeltes stand. Alsdann erhoben sie sich und beteten von dem Eingange ihrer Zelte aus an. 11Der Herr aber redete zu Moses von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mensch mit seinem Freunde zu reden pflegt. Und wenn er in das Lager zurückkehrte, so blieb sein Gehilfe Josue, der Sohn Nuns, ein junger Mann, beständig bei dem Zelte. 12Moses aber sprach zu dem Herrn: Du befiehlst mir, dieses Volk wegzuführen, aber tust mir nicht kund, wen du mit mir senden willst, zumal du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen und du hast Gnade vor mir gefunden. 13Wenn ich also Gnade in deinen Augen gefunden habe, so zeige mir dein Angesicht, damit ich dich erkenne und Gnade in deinen Augen finde; siehe dieses Volk an, dein Volk. 14Der Herr sprach: Mein Angesicht wird vor dir hergehen, und ich will dir Ruhe gewähren. 15Und Moses sprach: Wenn du nicht selbst vorangehest, so führe uns nicht von diesem Orte fort; 16denn woran werden wir erkennen können, ich und dein Volk, dass wir in deinen Augen Gnade gefunden haben, wenn du nicht mit uns gehst, damit wir verherrlicht werden vor allen Völkern, die auf der Erde wohnen? 17Der Herr aber sprach zu Moses: Auch diese Bitte, welche du ausgesprochen, will ich erfüllen; denn du hast Gnade vor mir gefunden, und ich kenne dich mit Namen. 18Er sprach: Zeige mir deine Herrlichkeit! 19Er antwortete: Ich will dir alles Gute zeigen und vor dir den Namen des Herrn laut rufen, und ich werde mich erbarmen über wen ich will, und gnädig sein gegen wen es mir gefällt. 20Und wiederum sprach er: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch sieht mich und bleibt am Leben. 21Und weiter sprach er: Siehe, es ist ein Ort in meiner Nähe, da magst du auf den Felsen hintreten. 22Wenn dann meine Herrlichkeit vorübergeht, werde ich dich in eine Höhle des Felsen stellen und mit meiner Rechten bedecken, bis ich vorübergegangen bin. 23Wenn ich dann meine Hand wegnehme, so wirst du meine Rückseite sehen; aber mein Angesicht wirst du nicht schauen können.
Exodus 34
1Und weiter sprach er: Haue dir zwei steinerne Tafeln zurecht, wie die ersteren waren, dann werde ich auf diese die Worte schreiben, welche die Tafeln enthielten, die du zerbrochen hast. 2Sei bereit am Morgen, ohne Verzug auf den Berg Sinai heraufzusteigen, und stelle dich vor mir auf dem Gipfel des Berges auf. 3Niemand soll mit dir hinaufsteigen, und niemand sei auf dem ganzen Berge sichtbar, selbst Rinder und Schafe sollen nicht dem Berge gegenüber weiden. 4Da hieb er zwei steinerne Tafeln aus, wie die ersten gewesen waren; und er stand des Nachts auf, und bestieg den Berg Sinai, wie der Herr ihm geboten hatte, und trug die Tafeln mit sich. 5Als nun der Herr in einer Wolke herabgekommen war, stellte sich Moses neben ihn und rief den Namen des Herrn an. 6Und da der Herr an ihm vorüberging, sprach er: Herrscher, Herr und Gott! der du barmherzig und gütig, langmütig und von großer Erbarmung und wahrhaftig bist, 7der du Barmherzigkeit gegen Tausende bewahrst, der du Unrecht und Missetaten und Sünden hinwegnimmst, vor dem keiner aus sich schuldlos ist; der du die Sünde der Väter an den Kindern und Kindeskindern ahndest bis in´s dritte und vierte Geschlecht! 8Und Moses neigte sich eilends, und sich anbetend zur Erde niederwerfend, 9sprach er: O Herr! habe ich Gnade gefunden in deinen Augen, so bitte ich, du wollest mit uns ziehen (denn es ist ein halsstarriges Volk,) und wollest unsere Sünden und Missetaten hinwegnehmen und uns zu deinem Eigentume annehmen. 10Der Herr antwortete: Ich will einen Bund vor aller Augen eingehen und Zeichen tun, wie sie niemals auf Erden und bei irgend einem Volke gesehen worden sind, damit dieses Volk, in dessen Mitte du bist, das Schreckliche, das ich tue, als Werk des Herrn erkenne. 11Beobachte alles, was ich dir heute gebiete; ich selbst will vor dir die Amorrhiter, die Chananiter, Hethiter, Phereziter, Heviter, und Jebusiter vertreiben. 12Hüte dich, je mit den Einwohnern jenes Landes Freundschaft zu schließen, da sie dir zum Untergange gereichen würde; 13vielmehr zerstöre ihre Altäre, zertrümmere ihre Bildsäulen, und haue ihre Haine um. 14Du sollst keinen fremden Gott anbeten. Der Herr, Eiferer ist sein Name, ist ein eifernder Gott. 15Schließe keinen Bund mit den Bewohnern jener Länder, sonst möchte dich, wenn sie mit ihren Göttern buhlen und deren Bilder anbeten, jemand einladen, von ihren Opfern zu essen. 16Du sollst auch deinen Söhnen kein Weib aus ihren Töchtern nehmen; damit diese nicht, wenn sie selbst mit ihren Göttern gebuhlt haben, auch deine Söhne verführen, mit ihren Göttern zu buhlen. 17Du sollst dir keine gegossenen Götter machen. 18Das Fest der ungesäuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst du ungesäuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur Zeit des Monates der neuen Früchte; denn im Frühlingsmonate bist du aus Ägypten weggezogen. 19Alle männliche Erstgeburt soll mein sein. Von allen Tieren, sei es Rind oder Schaf, soll sie mein sein. 20Die Erstgeburt des Esels sollst du mit einem Schafe auslösen; wenn du aber kein Lösegeld für dieselbe gibst, soll sie getötet werden. Die Erstgeborenen von deinen Söhnen sollst du auslösen; und du sollst nicht mit leeren Händen vor meinem Angesichte erscheinen. 21Sechs Tage sollst du arbeiten, am siebenten Tage aber sollst du inne halten mit ackern und ernten. 22Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der Früchte deiner Weizenernte, und das Fest, wenn um die Wende des Jahres alles eingesammelt wird. 23An drei Zeiten im Jahre soll alles, was unter dir männlich ist, vor dem Angesichte des Allmächtigen, des Herrn, des Gottes Israels erscheinen. 24Denn wenn ich die Völker von deinem Angesichte entfernt und dein Gebiet weit gemacht habe, so wird keiner deinem Lande nachstellen, während du hinausgehst, um vor den Augen des Herrn, deines Gottes, zu erscheinen, dreimal im Jahre. 25Das Blut meines Opfers sollst du nicht mit Sauerteig opfern; und von dem Opfer des Phase-Festes soll nichts bis zum Morgen aufbewahrt bleiben. 26Die Erstlinge von den Früchten deines Bodens sollst du im Hause des Herrn, deines Gottes, opfern. Du sollst ein Böckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. 27Und der Herr sprach zu Moses: Schreibe dir diese Worte auf, durch welche ich mit dir sowohl wie mit Israel einen Bund geschlossen habe. 28Er war also daselbst bei dem Herrn vierzig Tage und vierzig Nächte; er aß kein Brot und trank kein Wasser, und der Herr schrieb die zehn Worte des Bundes auf die Tafeln. 29Als Moses hierauf vom Berge Sinai herabstieg, die zwei Tafeln des Zeugnisses in den Händen, wusste er nicht, dass sein Angesicht infolge der Unterredung mit dem Herrn strahlte. 30Als nun Aaron und die Söhne Israels das strahlende Angesicht Moses sahen, fürchteten sie sich, nahe zu ihm hinzutreten. 31Da rief er ihnen zu, und sowohl Aaron, als die Fürsten der Gemeinde kehrten zu ihm zurück. Und nachdem er zu diesen geredet, 32kamen auch alle Söhne Israels zu ihm; und er gebot ihnen alles, was er von dem Herrn auf dem Berge Sinai gehört hatte. 33Als er nun seine Unterredung beendet hatte, legte er eine Hülle auf sein Angesicht. 34Und wenn er vor den Herrn trat und mit ihm redete, entfernte er dieselbe, bis er wieder herausging, und dann redete er zu den Söhnen Israels alles, was ihm geboten war. 35Da sahen sie dann, dass das Angesicht des Moses strahlte, wenn er herausging; er aber verhüllte sein Angesicht wieder, so oft er zu ihnen redete.
Exodus 35
1Moses also versammelte die ganze Menge der Söhne Israels und sprach zu ihnen: Dies ist es, was der Herr zu tun befohlen hat. 2Sechs Tage sollt ihr arbeiten; der siebente Tag soll euch heilig sein; ein Sabbat und dem Herrn geweihte Ruhe; wer eine Arbeit an demselben verrichtet, soll getötet werden. 3Am Sabbattage sollt ihr kein Feuer in allen euren Wohnungen anzünden. 4Weiter sprach Moses zur ganzen Menge der Söhne Israels: Dies ist das Gebot, das der Herr gegeben hat: 5Sondert die Erstlinge bei euch für den Herrn ab. Ein jeder bringe sie freiwillig, mit wohlgeneigtem Herzen dem Herrn dar: Gold und Silber und Erz, 6blauen und roten Purpur, und doppelt gefärbten Karmosin, Byssus, und Ziegenhaare, 7rotgefärbte Widderfelle, und bläuliche Felle, Akazienholz, 8und Öl, die Lampen zu besorgen, und die Salbe zu bereiten, und wohlriechendes Räucherwerk, 9Onyxsteine und andere Edelsteine zum Schmucke für das Schulterkleid und den Brustschmuck. 10Wer immer unter euch geschickt ist, möge kommen und alles das verfertigen, was der Herr geboten hat: 11nämlich das Zelt, und seine Bedeckung und Umkleidung, die Ringe, und die Bretter mit ihren Querhölzern, die Pflöcke, und die Fußgestelle; 12die Lade und die Querhölzer, den Gnadenthron, und den Vorhang, der vor demselben hängt; 13den Tisch mit seinen Querhölzern und Geräten, und den Schaubroten; 14den Leuchter zum Tragen der Lichter, seine Geräte und seine Lampen, und das Öl, um die Flamme zu nähren; 15den Räucheraltar, und seine Querhölzer, das Salböl, und das Räucherwerk aus Spezereien; den Vorhang für den Eingang des Zeltes; 16den Brandopferaltar und sein ehernes Gitterwerk, mit seinen Querhölzern und Geräten, das Becken mit seinem Fußgestell; 17die Vorhänge des Vorhofes mit ihren Säulen und Fußgestellen, den Vorhang am Eingange des Vorhofes, 18die Pflöcke des Zeltes und des Vorhofes mit ihren Stricken; 19die Gewänder, die im Dienste des Heiligtums gebraucht werden, die Kleider Aarons, des Hohenpriesters, und seiner Söhne, dass sie mir als Priester dienen. 20Hierauf ging die ganze Menge der Söhne Israels von dem Angesichte Moses hinweg, 21und sie brachten sehr willig mit hingebendem Herzen die Erstlinge dem Herrn, zur Anfertigung des Zeltes des Zeugnisses dar. Alles, was zum Gottesdienste und zu der heiligen Kleidung nötig war, 22brachten Männer und Weiber dar: Armspangen und Ohrengehänge, Ringe und Armbänder; allerlei goldene Geräte wurden abgesondert zum Geschenke für den Herrn. 23Und alle, die blauen und roten Purpur, oder doppelt gefärbten Karmosin, Byssus und Ziegenhaare, rotgefärbte Widderfelle, oder bläuliche Felle, 24Silber und Erz, und Akazienholz besaßen, brachten dies dem Herrn dar, zu mannigfacher Verwendung. 25Aber auch die kunstverständigen Frauen brachten das, was sie gesponnen hatten, blauen und roten Purpur, und Karmosin, und Byssus, 26und Ziegenhaare; freiwillig gaben sie alles. 27Die Fürsten aber brachten Onyxsteine und andere Edelsteine zu dem Schulterkleide und dem Brustschmucke, 28dazu Spezereien und Öl, die Lampen zu besorgen, und das Salböl zu bereiten, und das wohlriechende Räucherwerk herzustellen. 29Alle, Männer und Frauen, brachten mit opferwilligem Herzen Geschenke dar, damit die Arbeiten ausgeführt würden, welche der Herr durch Moses geboten hatte. Alle Söhne Israels weihten dem Herrn freiwillige Gaben. 30Hierauf sprach Moses zu den Söhnen Israels: Sehet, der Herr hat Beseleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hur, aus dem Stamme Juda, namentlich berufen. 31Und er hat ihn mit dem Geiste Gottes erfüllt, mit Weisheit und mit Einsicht, und Wissenschaft und mit allerlei Fertigkeit, 32um Kunstwerke in Gold und Silber, und Erz zu erdenken und auszuführen, 33und Steine zu schneiden, und Holzwerk zu bearbeiten. Was nur in der Kunst erfunden werden kann. 34hat er ihm in´s Herz gegeben; und auch Ooliab, den Sohn Achisamechs, vom Stamme Dan; 35beide hat er mit Weisheit erfüllt, dass sie allerlei Arbeit ausführen, wie sie der Zimmermann, der Kunstwirker und der Buntwirker in blauem und rotem Purpur, und doppelt gefärbtem Karmosin und Byssus machen, und dass sie alles weben, und allerlei Neues erfinden.
Exodus 36
1Beseleel also und Ooliab arbeiteten mit allen weisen Männern, denen der Herr Weisheit und Einsicht gegeben, um jede Arbeit vollenden zu können, welche für das Heiligtum notwendig war, und zu dem, was der Herr geboten hatte. 2Und Moses berief sie und alle kunstverständigen Männer, denen der Herr Weisheit verliehen hatte und die sich freiwillig angeboten hatten, an dem Werke zu arbeiten; 3und übergab ihnen alle freiwilligen Gaben der Söhne Israels. Während sie nun dem Werk oblagen, brachte das Volk noch an jedem Morgen freiwillige Gaben. 4Dies zwang die Künstler, zu Moses zu gehen 5und ihm zu sagen: Das Volk bringt mehr, als nötig ist. 6Moses also ließ durch einen Herold ausrufen: Weder Mann noch Weib bringe fortan noch etwas als freiwillige Gabe zu der Arbeit am Heiligtume dar. Und so hörte man auf, Geschenke zu bringen, 7weil die schon dargebrachten ausreichten, ja übergenügend waren. 8So verfertigten denn alle Männer, welche Kunstfertigkeit besaßen, die Arbeit am Zelte auszuführen, zehn Teppiche von gezwirntem Byssus, blauem und rotem Purpur, und doppelt gefärbtem Karmosin, in bunter Arbeit und künstlichem Gewebe; 9jeder derselben hatte achtundzwanzig Ellen in der Länge und vier Ellen in der Breite. Alle Teppiche hatten ein Maß. 10Je fünf Teppiche fügte er aneinander, und die anderen fünf verband er gleichfalls miteinander. 11Und er brachte himmelblaue Schleifen an dem Saume des einen Teppichs an beiden Seiten an, und ebenso an dem Saume des andern, 12so dass die Schleifen einander gegenüber kamen und zusammenstießen. 13Dazu goss er auch fünfzig goldene Haken, die in die Schleifen der Teppiche eingriffen, dass das Zelt ein Ganzes wurde. 14Weiter machte er elf Überdecken aus Ziegenhaar, um das Dach des Zeltes zu bedecken; 15eine Überdecke hatte dreißig Ellen in der Länge und vier Ellen in der Breite; alle Überdecken hatten einerlei Maß. 16Fünf von denselben verband er besonders, und die andern sechs wieder besonders. 17Sodann machte er an dem Saume der einen Überdecke fünfzig Schleifen, und fünfzig an dem Saume der andern Überdecke, damit sie miteinander verbunden werden konnten, 18und fünfzig eherne Häkchen, um das Dach damit zusammenzufügen, dass aus allen Überdecken eine Decke würde. 19Dann machte er die Bedeckung des Zeltes von rotgefärbten Widderfellen, und darüber eine andere Decke von bläulichen Fellen. 20Sodann fertigte er aufrechtstehende Bretter von Akazienholz zu dem Zelte. 21Zehn Ellen war ein Brett lang, und eine und eine halbe Elle breit. 22An jedem Brette waren zwei Zapfen, damit eines in das andere eingeschoben werden konnte. So machte er es mit allen Brettern des Zeltes. 23Zwanzig davon waren auf der Mittagsseite, gegen Süden, 24mit vierzig silbernen Fußgestellen. Je zwei Fußgestelle wurden unter jedes Brett gesetzt an beiden Seiten der Kanten, wo die Zapfen an den Kanten enden. 25Auch für die Seite des Zeltes, welche nach Mitternacht gerichtet war, machte er zwanzig Bretter, 26mit vierzig silbernen Fußgestellen, je zwei Fußgestelle unter jedem Brette. 27Gegen Sonnenuntergang, das ist für diejenige Seite des Zeltes, welche nach dem Meere zu gerichtet ist, machte er sechs Bretter, 28und zwei andere Bretter auf der Hinterseite, an jeder Ecke des Zeltes, 29die von unten bis oben ineinander gefügt waren und alle in derselben Fügung gehalten wurden. So verfuhr er auf beiden Seiten an den Ecken; 30so dass es zusammen acht Bretter waren mit sechzehn silbernen Fußgestellen, zwei Fußgestelle nämlich unter jedem Brette. 31Weiter machte er auch fünf Stangen aus Akazienholz, um die Bretter an der einen Seite des Zeltes zusammenzuhalten, 32und fünf andere, um die Bretter auf der andern Seite festzuhalten; und außer diesen fünf andere Riegel für die Westseite des Zeltes, gegen das Meer. 33Er verfertigte auch einen andern Riegel, der mitten durch die Bretter von einem Ende zum andern lief. 34Die Bretter selbst aber überzog er mit Gold, und ihre Fußgestelle goss er aus Silber. Auch die Ringe dazu, durch welche die Riegel gezogen werden sollten, machte er aus Gold und bekleidete auch die Riegel mit Goldblech. 35Ferner machte er einen Vorhang von blauem und rotem Purpur, von Karmosin, und gezwirntem Byssus, in gewirkter Arbeit, bunt und prachtvoll, 36und vier Säulen aus Akazienholz, die er samt den Knäufen vergoldete, und goss für die Fußgestelle von Silber. 37Dann machte er einen Vorhang am Eingange des Zeltes aus blauem und rotem Purpur, Karmosin und gezwirntem Byssus, mit Stickerei; 38und fünf Säulen mit ihren Knäufen, welche er mit Gold überzog, und goss dazu Fußgestelle von Erz.