Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
Jesus Sirach 21
1Mein Sohn! Hast du gesündigt, so tue es nicht wieder und bitte auch wegen der früheren um Verzeihung, dass sie dir vergeben werden. 2Fliehe vor der Sünde wie vor einer Schlange; denn wenn du ihr zu nahe kommst, so ergreift sie dich. 3Ihre Zähne sind wie Zähne des Löwen und rauben dem Menschen das Leben. 4Jedes Unrecht ist wie ein zweischneidiges Schwert, seine Wunden sind unheilbar. 5Gewalttat und Frevel vernichten Reichtum und ein sehr reiches Haus richtet der Hochmut zu Grunde, so geht des Hochmütigen Vermögen verloren. 6Das Flehen des Armen dringt nur von dessen Munde bis zu seinen Ohren und schnell wird sein Gericht herbeikommen. 7Wer Zurechtweisung hasst, geht auf der Bahn des Sünders; wer aber Gott fürchtet, bekehrt sich im Herzen. 8Von weitem ist kenntlich, wer eine kecke Zunge hat, doch der Verständige weiß, dass er an ihm zu Falle gebracht werden kann. 9Wer sein Haus mit fremdem Gelde baut, gleicht dem, der seine Steine für den Winter sammelt. 10Die Rotte der Sünder ist wie ein Haufen Werg und ihr Ende Feuerflammen. 11Der Weg der Sünde ist mit Steinen gepflastert, aber sein Ende ist Unterwelt, Finsternis und Strafe. 12Wer die Gerechtigkeit beobachtet, wird seinen Sinn bezwingen. 13Vollkommene Furcht Gottes ist Weisheit und Einsicht. 14Wer nicht im Guten erfahren ist, nimmt keine Zucht an. 15Es gibt aber eine Geschicklichkeit, welche voll Bosheit ist, und wo Bitterkeit waltet, ist keine Einsicht. 16Die Erkenntnis des Weisen wächst wie eine Wasserflut und seine Einsicht ist wie ein lebendiger Quell. 17Das Herz des Toren ist wie ein zerbrochenes Gefäß, es behält keine Weisheit. 18Hört ein Verständiger ein weises Wort, so lobt er es und tritt ihm bei; hört es ein Leichtfertiger, so missfällt es ihm und er wirft es hinter seinen Rücken. 19Das Gespräch eines Toren drückt wie eine Bürde auf dem Wege, aber auf den Lippen des Einsichtigen findet sich Anmut. 20Der Mund des Weisen wird in der Gemeinde gesucht und sein Wort wird zu Herzen genommen. 21Wie ein zerstörtes Haus, so ist die Weisheit dem Toren und die Einsicht des Unverständigen sind unverständliche Worte. 22Wie eine Fußfessel an den Füßen ist dem Toren die Zucht und wie Handschellen an der rechten Hand. 23Der Tor lässt seine Stimme beim Lachen laut erschallen, der weise Mann aber lächelt kaum still. 24Wie ein goldener Schmuck ist für den Klugen die Belehrung und wie ein Geschmeide am rechten Arme. 25Der Fuß des Toren geht schnell in des Nächsten Haus, der erfahrene Mann aber hat Ehrfurcht vor der Stellung des Mächtigen. 26Der Unverständige sieht durch das Fenster ins Haus, aber der wohlgesittete Mann bleibt draußen stehen. 27Es ist Torheit von einem Menschen, an der Tür zu lauschen, und der Kluge würde sich mit Schmach beladen. 28Die Lippen der Toren erzählen törichte Dinge; die Worte der Weisen aber sind auf der Waage abgewogen. 29Die Toren haben ihr Herz im Munde, die Weisen aber den Mund im Herzen. 30Wenn der Gottlose dem Teufel flucht, so flucht er sich selbst. 31Der Ohrenbläser befleckt sich selbst und ist bei allen verhasst, der Verschwiegene und Verständige wird geehrt.
Jesus Sirach 22
1Der Faule ist wie mit einem beschmutzten Steine getroffen und alle reden über seine Schande. 2Der Faule ist wie mit Kot von Rindern getroffen und jeder, der ihn berührt, wischt sich die Hände ab. 3Ein ungezogener Sohn ist des Vaters Schande, eine solche Tochter aber gereicht ihm zur Erniedrigung. 4Eine verständige Tochter ist ein Erbteil für ihren Mann; die aber, welche Schande bereitet, gereicht ihrem Vater zu Schmach. 5Die Freche macht ihrem Vater und ihrem Namen Schande und steht den Gottlosen gleich; sie wird aber von beiden verachtet. 6Wie Musik zur Trauerzeit, ist ein Reden zur Unzeit; Zurechtweisung aber und Belehrung ist zu jeder Zeit Weisheit. 7Wer einen Toren belehrt, leimt Scherben zusammen. 8Wer einem etwas erzählt, der nicht zuhört, ist dem gleich, welcher einen in tiefem Schlafe Liegenden aufweckt. 9Wer einem Toren Weisheit mitteilt, redet mit einem Schlafenden und am Ende der Mitteilung sagt dieser: Wer ist das? 10Über einen Toten weine, denn sein Licht ist erloschen, und über einen Toren weine, denn ihm ist der Verstand ausgegangen. 11Weniger weine über einen Toten, denn er ist zur Ruhe eingegangen; 12aber viel schlimmer ist das Leben des Nichtswürdigen als der Tod des Toren. 13Die Trauer über einen Toten währt sieben Tage, aber die Trauer über einen Toren und Gottlosen, so lange sie leben. 14Mit einem Toren rede nicht viel und mit einem Unverständigen habe keinen Umgang. 15Hüte dich vor ihm, dass du keine Unannehmlichkeit von ihm habest und nicht mit seiner Sünde befleckt werdest. 16Weiche ihm aus, so wirst du Ruhe haben und dich nicht über seine Torheit betrüben müssen. 17Was ist schwerer als Blei? Und welcher andere Name gebührt ihm als Tor? 18Sand und Salz und Eisenklumpen sind leichter zu tragen als ein unverständiger und törichter und gottloser Mensch. 19Wie das feste Spanngefüge im Grunde des Hauses nicht in Stücke zerteilt wird, so steht auch ein Herz fest, das sich auf einsichtsvollen Entschluss stützt. 20Der Sinn des Verständigen wird zu keiner Zeit durch Furcht verdorben. 21Wie ein Pfahlwerk auf einer Anhöhe und eine ohne Mörtel aufgeführte Mauer dem Winde nicht standhalten können, 22so leistet auch ein furchtsames Herz mit unverständiger Deckungsart dem Anfalle des Schreckens keinen Widerstand. 23Wie das Herz des Toren, unstet in seinen Gedanken, allezeit unbesorgt ist, so auch, wer in den Geboten Gottes allezeit treu beharrt. 24Wer das Auge reibt, lockt Tränen hervor; und wer das Herz verletzt, regt seine Empfindlichkeit auf. 25Wer einen Stein unter Vögel wirft, scheucht sie auseinander; so löst auch die Freundschaft auf, wer seinen Freund schmäht. 26Solltest du auch das Schwert wider deinen Freund gezogen haben, so verzage nicht, es lässt sich ja noch wieder gut machen. 27Hat dein Mund zu deinem Freunde betrübende Worte gesprochen, so fürchte dich nicht, denn noch ist Versöhnung möglich, wenn es nicht um Beschimpfung, Vorwürfe, Überhebung, Offenbarung eines Geheimnisses und hinterlistige Tücke war; denn durch alle solche Dinge wird ein Freund verscheucht. 28Erzeige deinem Freunde in seiner Armut Treue, damit du auch bei seinem Glücke Freude habest. 29Zur Zeit seiner Bedrängnis harre bei ihm aus, damit, wenn er zu Besitz kommt, du mit teilhabest. 30Ofendampf und Rauch kommen vor dem Feuer, so gehen auch Flüche, Schmähungen und Drohungen dem Blutvergießen voraus. 31Meinen Freund zu grüßen, werde ich mich nicht schämen und mich nicht vor ihm verbergen; und wenn mir durch ihn etwas Schlimmes begegnet, will ich es ertragen. 32Jeder, der es hört, wir sich vor ihm hüten. 33O dass ich vor meinem Munde eine Wache hätte und auf meinen Lippen ein unverbrüchliches Siegel, dass ich durch dieselben nicht zu Falle komme und meine Zunge mich nicht ins Verderben stürze!
Jesus Sirach 23
1Herr, Vater und Gebieter meines Lebens! Überlass mich nicht ihren Anschlägen und lass mich nicht durch sie zu Falle kommen! 2O dass doch Geißeln über meine Gedanken geschwungen würden und vor meinem Herzen die Lehre der Weisheit stände, auf dass meiner bei ihrer Unwissenheit nicht geschont werde und ihre Sünden nicht offenbar werden; 3dass meine Verirrungen sich nicht mehren und meine Sünden sich nicht häufen und meine Missetaten nicht überhandnehmen und ich so zu alle komme vor meinen Widersachern und mein Feind sich über mich freue! 4O Herr, Vater und Gott meines Lebens! Überlass mich nicht ihren Anschlägen! 5Lass mich nicht meine Augen stolz erheben und wende alle bösen Gelüste von mir ab! 6Nimm des Bauches Gier von mir, lass mich nicht von fleischlichen Lüsten ergriffen werden, gib mich nicht einem schamlosen und unbändigen Sinne preis! 7Vernehmet, Kinder! Die Zucht des Mundes; wer sie bewahrt, wird nicht durch seine Lippen zugrunde gehen und durch böse Werke nicht verführt werden. 8In seiner eigenen Eitelkeit wird der Sünder gefangen und der Stolze und Lästerer straucheln durch sie. 9Gewöhne deinen Mund nicht an das Schwören, denn vielfach ist der Sturz durch dasselbe. 10Den Namen Gottes führe nicht stets in deinem Munde und missbrauche die Namen der Heiligen nicht, denn sonst wirst du nicht frei von Schuld bleiben. 11Wie nämlich ein Knecht, der beständig gezüchtigt wird, nie der Striemen ledig wird, so kann keiner, der schwört und Gott nennt, rein sein von Sünden. 12Ein Mann, der viel schwört, häuft Unrecht auf Unrecht und die Strafe wird nicht von seinem Hause weichen. 13Erfüllt er seinen Schwur nicht, so liegt die Versündigung auf ihm; und achtet er dies nicht, so sündigt er doppelt. 14Schwört er aber falsch, so wird er nicht gerechtfertigt; denn sein Haus wird mit Heimsuchungen zur Vergeltung belastet werden. 15Es gibt noch eine andere Rede, neben welcher der Tod steht; möge sie im Erbteile Jakobs nicht erfunden werden. 16Denn fern bleibt dies alles von Frommen und sie lassen sich nicht in Sünden verwickeln. 17Gewöhne deinen Mund nicht an ungebührliche Reden, denn in solchen liegt der Ausdruck der Sünde. 18Gedenke deines Vaters und deiner Mutter, wenn du inmitten von Vornehmen stehst, 19damit Gott deiner nicht vor ihnen vergesse und du dich daran gewöhnest, so ein Tor werdest und Schmach leidest und lieber nicht geboren sein möchtest und den Tag deiner Geburt verfluchest. 20Ein Mensch, der sich an Schimpfreden gewöhnt, bleibt sein Leben lang ohne Zucht. 21Zwei Arten von Menschen begehen häufig Sünden und die dritte zieht sich Zorn und Verderben zu: 22Eine Seele, die wie brennendes Feuer ist, kommt nicht eher zur Ruhe, als bis sie etwas verschlungen hat. 23Ein Unzüchtiger lässt nicht von den Gelüsten seines Fleisches ab, bis er das Feuer entfacht hat. 24Einem hurerischen Menschen schmeckt jede Speise süß, er wird des Sündigens nicht müde bis ans Ende. 25Ein Mensch, der von seinem Ehebette weicht und seine Seele nicht achtet und spricht: Wer sieht mich? 26Finsternis ist um mich her, die Wände verbergen mich, und niemand sieht mich. Wen sollte ich scheuen? Der Höchste wird meiner Sünden nicht achten. 27Er bedenkt nicht, dass das Auge Gottes alles sieht, dass eine solche Menschenfurcht und die Rücksicht der Menschen, welche ihn fürchten, ihm die Furcht vor Gott raubt. 28Er weiß nicht, dass die Augen Gottes viel heller sind als die Sonne, dass sie auf alle Wege der Menschen schauen und die tiefsten Abgründe und die verborgensten Winkel im Herzen der Menschen durchdringen. 29Denn Gott dem Herrn war alles bekannt, ehe er es schuf; und so schaut er alles, nachdem es vollbracht ist. 30Ein solcher wird auf den Straßen der Stadt gestraft und wie ein Füllen verjagt und, wo er es nicht vermutet, ergriffen werden. 31Er wird vor allen zuschanden, weil er die Furcht des Herrn nicht kannte. 32Solches widerfährt auch jeder Frau, die ihren Mann verlässt und aus fremder Beiwohnung Erben zur Welt bringt; 33denn einmal war sie gegen das Gesetz des Allerhöchsten ungehorsam, sodann hat sie sich gegen ihren Mann versündigt, drittens hat sie sich durch Ehebruch befleckt und von einem anderen Manne Kinder zur Welt gebracht. 34Eine solche wird vor die Versammlung der Gemeinde geführt und über ihre Kinder wird Untersuchung angestellt werden. 35Ihre Kinder werden nicht Wurzel schlagen und ihre Zweige nicht Früchte tragen; 36sie wird ein Andenken hinterlassen, dem man flucht, und ihre Schmach wird nie ausgetilgt werden. 37So werden die Zurückgebliebenen dann erkennen, dass nichts besser ist als Gottesfurcht und nichts süßer als die Gebote des Herrn zu betrachten. 38Großer Ruhm ist es, dem Herrn zu folgen; denn dadurch wird die Fülle der Tage erlangt.
Jesus Sirach 24
1Die Weisheit lobt sich selbst und findet Ehre durch Gott und rühmt sich inmitten seines Volkes, 2tut in der Versammlung des Allerhöchsten ihren Mund auf und rühmt sich angesichts seiner Heerscharen 3und wird inmitten ihres Volkes erhoben und in der vollen Versammlung der Heiligen bewundert 4und unter der Schar der Auserwählten erhält sie Lob und wird unter den Gesegneten gesegnet, da sie spricht: 5Ich bin aus dem Munde des Allerhöchsten hervorgegangen, als die Erstgeborene vor aller Schöpfung. 6Ich bewirkte, dass das unversiegbare Licht am Himmel aufging, und wie ein Nebel bedeckte ich die ganze Erde. 7Meine Wohnung war in den Höhen und mein Thron ruhte auf einer Wolkensäule. 8Den Umkreis des Himmels umwandelte ich allein, in die Tiefen des Abgrundes drang ich, wandelte auf den Fluten des Meeres 9und auf der ganzen Erde stand ich und über alle Völker 10und über alle Nationen übte ich die Herrschaft 11und bezwang die Herzen aller Großen und Niedrigen; und bei diesen allen sah ich mich um, wo ich eine Ruhestätte fände; in dem Erbe des Herrn will ich weilen. 12Da gebot und sprach zu mir der Schöpfer aller Dinge und der mich geschaffen, ließ mich in meinem Zelte ruhen 13und sprach zu mir: In Jakob sei deine Wohnung und in Israel habe dein Erbe und bei meinen Auserwählten schlage Wurzel. 14Im Anfange und vor aller Zeit bin ich erschaffen und werde in aller Ewigkeit nicht aufhören und in der heiligen Wohnung diente ich vor ihm. 15Und so ward mir eine feste Stätte auf Sion, in der heiligen Stadt verlieh er mir gleicherweise einen Ruheort und so herrschte ich in Jerusalem. 16Ich schlug Wurzel bei einem geehrten Volk und im Anteile meines Gottes, der sein Erbe ist; und bei der Menge der Heiligen ist mein Aufenthalt. 17Ich wuchs empor wie eine Zeder auf dem Libanon und wie eine Zypresse auf dem Berge Sion, 18wie eine Palme in Kades wuchs ich empor und wie ein Rosenstock in Jericho, 19wie ein lieblicher Ölbaum auf den Gefilden und wie ein Ahornbaum wuchs ich auf am Wasser auf den Plätzen, 20wie Zimmet und wohlriechender Balsam gab ich Duft und verbreitete lieblichen Geruch wie die auserlesenste Myrrhe 21und wie Storax und Galban und Onyx und Stakte, und wie Rauchwerk, das ohne Einschnitt hervorquillt, durchduftete ich meine Wohnung und und wie ungemischter Balsam war mein Wohlgeruch. 22Wie eine Terebinthe breitete ich meine Zweige aus, voll Pracht und Lieblichkeit waren meine Zweige. 23Einem Weinstock gleich sprosste ich mit lieblichem Dufte und meine Blüten trugen herrliche und reiche Frucht. 24Ich bin die Mutter der schönen Liebe und der Furcht, der Erkenntnis und der heiligen Hoffnung. 25Bei mir ist alle Gnade des Wandels und der Wahrheit, bei mir alle Hoffnung des Lebens und der Tugend. 26Kommet her zu mir alle, die ihr meiner begehrt, und sättiget euch an meinen Früchten! 27Denn mein Geist ist süßer als Honig und mein Besitz über Honig und Honigseim. 28Mein Andenken überdauert alle Geschlechter in Ewigkeit. 29Wer mich kostet, hungert noch; und wer von mir trinkt, dürstet noch. 30Wer auf mich hört, wird nicht zuschanden, und wer sich um mich bemüht, wir nicht sündigen. 31Die über mich Licht verbreiten, erhalten das ewige Leben. 32Alles dies ist das Buch des Lebens, der Bund des Allerhöchsten und die Erkenntnis der Wahrheit. 33Als Gesetz gab es Moses in den Geboten der Gerechtigkeit, als Erbteil dem Hause Jakob und als Verheißungen für Israel. 34Er verhieß seinem Diener David, aus ihm den mächtigsten König zu erwecken, der auf dem Throne der Herrlichkeit sitzen soll in Ewigkeit. 35Er strömt Weisheit aus wie der Phison und wie der Tigris zur Zeit der Erstlinge, 36erfüllt mit Einsicht wie der Euphrat und fließt reichlich wie der Jordan zur Zeit der Ernte. 37Er strömt Zucht aus wie Licht und leistet Hilfe wie der Gehon zur Zeit der Weinlese. 38Er kannte sie als der erste vollkommen und ein Schwächerer ergründet sie nicht, 39denn voller als das Meer ist ihr Sinn und ihr Ratschluss tiefer als der große Abgrund. 40Ich, die Weisheit, goß die Ströme aus. 41Ich bin wie ein Arm unendlicher Gewässer aus einem Strome, ich bin wie der Kanal eines Flusses und wie eine Wasserleitung ging ich aus einem Lustgarten hervor. 42Ich sprach: Ich will meinen Pflanzgarten bewässern und die Früchte meiner Auen tränken. 43Und siehe, der Kanal ward mir zum Strome und der Strom mir zum Meere; 44denn ich will meine Lehre ausstrahlen wie Morgenglanz für alle und sie kund machen bis in die Ferne. 45Ich will alle Tiefen der Erde durchdringen und alle heimsuchen, die entschlafen sind, und alle erleuchten, die auf den Herrn vertrauen. 46Forthin will ich Belehrung wie Weissagung ausgießen und sie denen zurücklassen, welche die Weisheit suchen, und bei ihren Nachkommen bleiben bis in die heilige Ewigkeit. 47Sehet, dass ich mich nicht für mich allein abmühe, sondern für alle, welche nach Wahrheit trachten.