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Die Bibel in einem Jahr · Tag 179 von 365

Psalmen 125–128

Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).

Psalmen 125

1Stufengesang. Als der Herr die Gefangenschaft Sions wendete, glichen wir Getrösteten. 2Da ward unser Mund voll der Freude und unsere Zunge voll des Jubels, da sprach man unter den Heiden: Der Herr hat Großes an ihnen getan. 3Ja, Großes hat der Herr an uns getan, wir sind fröhlich geworden. 4Wende, o Herr! unsere Gefangenschaft, gleich dem Bache im Mittagslande. 5Die mit Tränen säen, werden mit Frohlocken ernten. 6Sie gehen dahin mit Weinen, ihren Samen ausstreuend, aber sie werden mit Frohlocken kommen, ihre Garben tragend.

Psalmen 126

1Stufengesang Salomons. Wenn der Herr nicht das Haus baut, so mühen sich die Bauleute umsonst; wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Hüter umsonst. 2Vergeblich ist es für euch, vor Tage aufzustehen; stehet immer auf, nachdem ihr lange gesessen, die ihr das Brot der Schmerzen esset! während er seinen Geliebten Schlaf gibt. 3Sehet, vom Herrn verliehener Besitz sind Kinder, ein Lohn von ihm die Leibesfrucht. 4Wie Pfeile in der Hand eines Helden, so sind die Kinder der Vertriebenen. 5Glückselig der Mann, der sein Verlangen damit erfüllt sieht; er wird nicht zuschanden, wenn er mit seinen Feinden im Tore rechtet.

Psalmen 127

1Stufengesang. Glückselig alle, welche den Herrn fürchten, die auf seinen Wegen wandeln. 2Denn was deine Hände erarbeitet, wirst du genießen; glücklich bist du und es wird dir wohl gehen! 3Dein Weib ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines Hauses, deine Kinder wie Ölbaumschößlinge rings um deinen Tisch her. 4Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den Herrn fürchtet! 5Der Herr segne dich von Sion aus und du mögest alle Tage deines Lebens das Glück Jerusalems schauen 6und Kinder deiner Kinder schauen. Friede über Israel!

Psalmen 128

1Stufengesang. Oftmals haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an, so spreche Israel, 2oftmals haben sie mich bedrängt von meiner Jugend an, doch nicht haben sie mich überwältigt. 3Auf meinem Rücken schmiedeten die Sünder, trieben ihre Bosheit lange fort; 4aber der Herr, der Gerechte, zerbrach der Sünder Nacken. 5Beschämt müssen werden und zurückweichen alle, die Sion hassen. 6Sie mögen werden wie das Gras auf den Dächern, das welkt, ehe man es noch ausreißt, 7mit dem der Schnitter seine Hand nicht füllt noch der Garbenbinder seinen Schoß. 8Und die Vorübergehenden sprechen nicht: Der Segen des Herrn sei über euch, wir segnen euch im Namen des Herrn.

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