Aus der Allioli-Arndt-Bibel (Vulgata-Übersetzung, 1914).
2. Chronik 20
1Hiernach sammelten sich die Söhne Moabs und die Söhne Ammons und mit ihnen Leute von den Ammonitern gegen Josaphat, um gegen ihn zu kämpfen. 2Und es kamen Boten und meldeten es Josaphat und sprachen: Eine große Menge kommt gegen dich von den Orten jenseits des Meeres und von Syrien heran; siehe, sie stehen in Asasonthamar, das ist Engaddi. 3Da erschrak Josaphat sehr und nahm seine ganze Zuflucht zum Herrn, indem er betete und ein Fasten in ganz Juda ausrufen ließ. 4Und Juda versammelte sich, um den Herrn anzuflehen; auch aus ihren Städten kamen alle, ihn anzurufen. 5Josaphat aber trat in die Mitte der Versammelten aus Juda und Jerusalem, im Hause des Herrn vor den neuen Vorhof, 6und sprach: Herr, Gott unserer Väter! Du bist Gott im Himmel und Herrscher über alle Reiche der Völker, in deiner Hand ist Kraft und Macht und dir kann niemand widerstehen. 7Hast du, unser Gott, nicht alle Bewohner dieses Landes vor deinem Volke Israel vernichtet und es den Nachkommen deines Freundes Abraham auf ewig gegeben? 8Und sie nahmen darin Wohnung und bauten darin deinem Namen nein Heiligtum, indem sie sprachen: 9Wenn Unglück über uns hereinbricht, das Schwert des Gerichtes, Pest oder Hungersnot, so wollen wir vor dieses Haus und vor dein Angesicht treten, den dein Name ist über dieses Haus angerufen, und wir wollen in unserer Trübsal zu dir rufen, du aber wirst uns erhören und retten. 10Nun siehe, die Söhne Ammons und Moabs und das Gebirge Seir sind da, durch deren Gebiet zu ziehen du Israel nicht gestattetest, als es aus Ägypten auszog, sondern es wich ihnen aus und tötete sie nicht. 11Sie tun nun das Gegenteil und suchen uns aus dem Besitze zu vertreiben, welchen du uns gegeben hast. 12O unser Gott! wirst du nicht über sie Gericht halten? Denn wir haben nicht so große Kraft, dass wir dieser Menge, die über uns herfällt, widerstehen könnten. Da wir aber nicht wissen, was wir tun sollen, so bleibt uns allein übrig, unsere Augen auf dich zu richten. 13Und ganz Juda stand vor dem Herrn samt den kleinen Kindern und ihren Frauen und Söhnen. 14Da kam über Jahaziel, den Sohn Zacharias, des Sohnes Banajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mathanias, den Leviten von den Söhnen Asaphs, der Geist des Herrn mitten in der Versammlung 15und er sprach: Merket auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, König Josaphat! So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und zaget nicht vor dieser Menge, denn nicht euer ist der Kampf, sondern Gottes! 16Ziehet morgen gegen sie aus, denn sie werden über die Anhöhe, Sis genannt, heranrücken, und ihr werdet sie am Ende des Tales treffen, welches gegen die Wüste Jeruel liegt. 17Nicht ihr werdet es sein, die streiten, sondern haltet nur voll Vertrauen stand, und ihr werdet die Hilfe des Herrn über euch, o Juda und Jerusalem, schauen! Fürchtet euch nicht und zaget nicht, ziehet morgen gegen sie aus, und der Herr wird mit euch sein. 18Da fielen Josaphat und Juda und alle Einwohner Jerusalems vor dem Herrn auf ihr Angesicht zur Erde nieder und beteten ihn an. 19Alsdann begannen die Leviten von den Söhnen Kaaths und von den Söhnen Kores den Herrn, den Gott Israels, mit lauter Stimme hoch zu preisen. 20Und sie machten sich am Morgen auf und zogen durch die Wüste Thekue. Als sie nun dahinzogen, trat Josaphat in ihre Mitte und sprach: Höret mich, Männer Judas und alle Bewohner Jerusalems! Vertrauet auf den Herrn, euern Gott, und ihr werdet sicher sein; glaubet seinen Propheten, und alles wird einen glücklichen Ausgang nehmen. 21Und er gab dem Volke Weisung und bestellte die Sänger für den Herrn, dass sie ihm nach ihren Abteilungen Lob sangen und dem Heere vorangingen und einstimmig sprachen: Preiset den Herrn, denn seine Barmherzigkeit währet ewig! 22Als sie nun begannen, das Loblied zu singen, wandte der Herr die Hinterlist jener wider sie selbst, nämlich die Hinterlist der Söhne Ammons und Moabs und des Gebirges Seir, welche ausgezogen waren, um gegen Juda zu kämpfen; und sie wurden geschlagen. 23Denn die Söhne Ammons und Moabs erhoben sich wider die Bewohner des Gebirges Seir, um diese zu töten und zu vertilgen; und als sie dies vollbracht hatten, wandten sie sich einer wider den andern und fielen an den Wunden, die sie sich einander schlugen. 24Als nun Juda zu der Warte gekommen war, welche gegen die Wüste gerichtet ist, sahen sie die ganze Gegend weit und breit mit Leichen bedeckt und keinen übrig, der dem Tode hätte entrinnen können. 25Da kam Josaphat und sein ganzes Volk, die Getöteten zu plündern; und sie fanden unter den Leichen allerlei Gerätschaften, auch Kleider und sehr kostbare Gefäße, und sie erbeuteten so vieles, dass sie nicht alles fortbringen und in drei Tagen nicht wegschaffen konnten, so groß war die Beute. 26Am vierten Tage aber versammelten sie sich im Tale des Lobpreises, denn da sie daselbst den Herrn gepriesen hatten, nannten sie diesen Ort Tal des Lobpreises, bis auf den heutigen Tag. 27Hierauf kehrten alle Männer von Juda und die Bewohner von Jerusalem nach Jerusalem heim und Josaphat vor ihnen mit großer Freude, weil ihnen der Herr Freude über ihre Feinde bereitet. 28Und sie zogen in Jerusalem mit Harfen und Zithern und Trompeten ein zum Hause des Herrn hin. 29Auf alle Reiche der Länder aber fiel Furcht vom Herrn, da sie vernahmen, dass der Herr wider die Feinde Israels gestritten hatte. 30So blieb das Reich Josaphats in Ruhe und Gott gewährte ihm Frieden ringsum. 31So herrschte Josaphat über Juda; fünfunddreißig Jahre war er alt, als er König ward, und fünfundzwanzig Jahre herrschte er in Jerusalem; seine Mutter hieß Azuba, eine Tochter Selahis. 32Er wandelte auf dem Wege seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, indem er tat, was vor dem Herrn wohlgefällig war. 33Aber die Höhen schaffte er nicht weg und noch richtete das Volk sein Herz nicht auf den Herrn, den Gott seiner Väter. 34Die übrigen Taten Josaphats aber, die früheren wie die späteren, sind in den Worten Jehus, des Sohnes Hananis, aufgeschrieben, welche er in die Bücher der Könige von Israel eingetragen hat. 35Darnach schloß Josaphat, der König von Juda, Freundschaft mit Ochozias, dem König von Israel, dessen Tun sehr gottlos war. 36Und er verband sich mit ihm, Schiffe zu bauen, die nach Tharsis gehen sollten, und sie bauten eine Flotte zu Asiongaber. 37Da weissagte Eliezer, der Sohn Dodaus aus Maresa, gegen Josaphat also: Weil du mit Ochozias einen Bund geschlossen hast, hat der Herr deine Werke zerschlagen; und die Schiffe zerschellten und konnten nicht nach Tharsis fahren.
2. Chronik 21
1Josaphat aber entschlief zu seinen Vätern und ward bei ihnen in der Davidsstadt begraben, sein Sohn Joram ward König an seiner Statt. 2Dieser hatte zu Brüdern die Söhne Josaphats: Azarias, Jahiel, Zacharias, Azarias, Michael und Saphatias; diese alle waren Söhne Josaphats, des Königs von Juda. 3Ihr Vater gab ihnen viele Geschenke an Silber und Gold und Kostbarkeiten, samt befestigten Städten in Juda, aber die Herrschaft übergab er Joram, weil dieser der Erstgeborene war. 4Joram also gelangte zur Nachfolge im Reiche seines Vaters, und nachdem er sich befestigt, tötete er alle seine Brüder und einige von den Fürsten Israels mit dem Schwerte. 5Zweiunddreißig Jahre war Joram alt, als er zu herrschen begann, und acht Jahre herrschte er in Jerusalem. 6Er wandelte auf den Wegen der Könige von Israel, wie das Haus Achab getan hatte, denn die Tochter Achabs war sein Weib, und er tat, was vor dem Angesichte des Herrn böse war. 7Der Herr aber wollte das Haus Davids nicht vernichten, um des Bundes willen, den er mit diesem geschlossen, und weil er verheißen hatte, ihm und seinen Söhnen allezeit eine Leuchte verleihen zu wollen. 8In jener Zeit lehnt sich Edom auf, um Juda nicht unterworfen zu sein, und setzte einen eigenen König über sich. 9Da zog Joram hinüber mit seinen Befehlshabern und der ganzen Reiterei, die um ihn war, und machte sich des Nachts auf und schlug die Edomiter, welche ihn und alle Befehlshaber seiner Reiterei umringt hatten. 10Gleichwohl fiel Edom von der Herrschaft Judas ab, bis auf diesen Tag. Zu jener Zeit fiel auch Lobna ab, um nicht unter seiner Gewalt zu stehen; denn er hatte den Herrn, den Gott seiner Väter, verlasen. 11Überdies baute er auch Höhen in den Städten von Juda und brachte die Bewohner von Jerusalem zur Buhlerei und verführte Juda. 12Da ward ihm ein Schreiben von dem Propheten Elias gebracht, in dem es hieß: So spricht der Herr, der Gott Davids, deines Vaters: Weil du nicht auf den Wegen Josaphats, deines Vaters, und auf den Wegen Asas, des Königs von Juda, gewandelt bist, 13sondern den Weg der Könige von Israel betreten und Juda und die Einwohner von Jerusalem zur Buhlerei verführt hast, indem du die Buhlerei des Hauses Achab nachahmtest, überdies auch deine Brüder, das Haus deines Vaters, die besser waren als du, ermordest hast, 14siehe, so wird der Herr dich, samt deinem Volke und deinen Söhnen und Frauen und deiner ganzen Habe, mit einer großen Plage heimsuchen; 15du selbst aber wirst in eine schlimme Krankheit deines Unterleibes fallen, bis deine Eingeweide allmählich von Tag zu Tag abgehen. 16So erweckte denn der Herr wider Joram den Geist der Philister und der Araber, welche an die Äthiopier angrenzen. 17Diese zogen gegen das Land Juda und verwüsteten es und raubten alle Habe, die sich im Hause des Königs fand, überdies auch seine Söhne und Frauen; und es blieb ihm kein Sohn übrig außer Joachaz, welcher der Jüngste war. 18Zu dem allem schlug ihn der Herr mit einer unheilbaren Krankheit des Unterleibes. 19Da nun ein Tag nach dem andern verging und die Zeiträume umliefen, wurde der Kreislauf zweier Jahre erfüllt, und er ward von langwieriger Krankheit derart heimgesucht, dass selbst seine Eingeweide von ihm gingen und die Krankheit ihn nur zugleich mit dem Leben verließ. So starb er an einer sehr bösen Krankheit und das Volk hielt ihm nicht nach Herkommen, wie es seinen Vorfahren getan hatte, ein Leichenbegräbnis durch Verbrennen. 20Zweiunddreißig Jahre war er alt, als er zu herrschen begann, und acht Jahre herrschte er in Jerusalem. Er wandelte nicht recht und man begrub ihn in der Davidsstadt, aber nicht in der Grabstätte der Könige.
2. Chronik 22
1Die Bewohner von Jerusalem aber machten Ochozias, seinen jüngsten Sohn, zum König an seiner Statt; denn alle älteren, die vor ihm gewesen waren, hatten die Raubscharen der Araber getötet, welche das Lager überfallen hatten. So ward Ochozias, der Sohn Jorams, des Königs von Juda, König. 2Zweiundvierzig Jahre war Ochozias alt, als er König wurde, und ein Jahr herrschte er zu Jerusalem; seine Mutter hieß Athalia, eine Tochter Amris. 3Aber auch er wandelte auf den Wegen des Hauses Achab, denn seine Mutter verleitete ihn dazu, gottlos zu handeln. 4So tat er, was vor dem Angesichte des Herrn böse war, wie das Haus Achab; denn diese waren nach seines Vaters Tod seine Ratgeber zu seinem Untergange. 5Und er hielt sich an ihren Rat und zog mit Joram, dem Sohne Achabs, dem Könige von Israel, in den Krieg gegen Hazael, den König von Syrien, nach Ramoth Galaad, und die Syrer verwundeten Joram. 6Da kehrte dieser zurück, um sich in Jezrahel heilen zu lassen, denn er hatte viele Wunden im vorgenannten Kampfe empfangen. Ochozias also, der Sohn Jorams, der König von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Achabs, zu besuchen, der in Jezrahel krank lag. 7Denn es war Gottes Wille gegen Ochozias, dass er zu Joram ging. Als er zu demselben kam, zog er mit ihm gegen Jehu, dem Sohn Namsis, welchen der Herr gesalbt hatte, das Haus Achabs zu vernichten. 8Da nun Jehu das Haus Achabs vernichtete, traf er die Fürsten Judas und die Söhne der Brüder Ochozias, welche demselben dienten, und tötete sie. 9Sodann suchte er Ochozias selbst und ließ ihn in Samaria, wo er sich verborgen hatte, ergreifen. Als jener vor ihn geführt ward, tötete er ihn und man begrub ihn, weil er der Sohn Josaphats war, welcher den Herrn von ganzem Herzen gesucht hatte; hinfort war keine Hoffnung mehr, dass jemand von dem Geschlechte des Ochozias König würde. 10Als nämlich Athalia, seine Mutter, sah, dass ihr Sohn tot war, erhob sie sich und tötete den ganzen Königsstamm des Hauses Joram. 11Josabeth aber, die Tochter des Königs, nahm Joas, den Sohn des Ochozias, und brachte ihn heimlich aus der Mitte der Söhne des Königs, als diese getötet wurden, und verbarg ihn mit seiner Amme in einer Betkammer. Josabeth, die ihn versteckt hatte, war die Tochter des Königs Joram, die Frau des Hohenpriesters Jojada, die Schwester des Ochozias; darum tötete Athalia ihn nicht. 12Er blieb also bei ihnen im Hause Gottes sechs Jahre verborgen, während welcher Athalia über das Land herrschte.
2. Chronik 23
1Im siebten Jahre aber ermannte sich Jojada und berief die Hauptleute, Azarias nämlich, den Sohn Jerohams, Ismahel, den Sohn Johanans, Azarias, den Sohn Obeds, Maasias, den Sohn Adajas, und Elisaphat, den Sohn Zechris, und schloss mit ihnen einen Bund. 2Diese durchzogen Juda und versammelten die Leviten aus allen Städten Judas und die Häupter der Geschlechter Israels, und sie kamen nach Jerusalem. 3Da schloss die ganze Gemeinde im Hause Gottes einen Bund mit dem Könige, und Jojada sprach zu ihnen: Sehet, des Königs Sohn soll König sein, wie der Herr von den Söhnen Davids verheißen hat. 4Dies ist also der Plan, den ihr ausführen sollt: 5Ein Drittel von euch, die, welche am Sabbat antreten, Priester, Leviten und Türhüter, mögen an den Toren bleiben, ein Drittel am Hause des Königs und ein Drittel am Tore, welches Grundtor heißt; alles übrige Volk aber sei in dem Vorhofe des Hauses des Herrn. 6Und niemand anders trete in das Haus des Herrn, als die Priester, und die von den Leviten, welche Dienst tun; nur diese allein mögen eintreten, denn sie sind geheiligt; das ganze übrige Volk halte die Wache des Herrn. 7Die Leviten aber sollen den König umgeben, ein jeder habe seine Waffe zur Hand, (jeder andere aber, der in den Tempel eintritt, werde getötet), und sie seien bei dem Könige, wenn er aus- und eingeht. 8Die Leviten und ganz Juda taten also allem gemäß, was der Hohepriester Jojada geboten hatte, und nahmen, ein jeder, die Leute, welche unter ihnen standen, und kamen nach der Ordnung des Sabbats mit denen, welche den Sabbat vollendet hatten und abziehen sollten; denn der Hohepriester Jojada hatte die Abteilungen nicht abziehen lassen, welche sich wöchentlich abzulösen pflegten. 9Auch gab der Priester Jojada den Hauptleuten Speere und Schilde, sowie die Schilde des Königs David, welche dieser im Hause des Herrn als Weihegeschenk niedergelegt hatte. 10Hierauf stellte er alles Volk, das Schwerter trug, von der rechten Seite des Tempels bis zur linken Seite desselben, vor dem Altar und dem Tempel, rings um den König auf. 11Nunmehr führten sie den Königssohn heraus und setzten ihm die Krone auf und das Zeugnis und gaben ihm das Gesetz in die Hand und machten ihn zum Könige, und der Hohepriester Jojada und seine Söhne salbten ihn und wünschten ihm Glück und riefen: Es lebe der König! 12Als Athalia das Rufen derer hörte, die hinzuliefen und den König priesen, kam sie zu dem Volke in den Tempel des Herrn. 13Da sah sie den König auf der Stufe am Eingange stehen und die Obersten und die Scharen um ihn her und das ganze Volk des Landes sich freuend und in die Trompete stoßend und auf allerlei Instrumenten spielend, und hörte das Rufen der Jubelnden und zerriss ihre Kleider und rief: Verräterei, Verräterei! 14Der Hohepriester Jojada aber ging zu den Hauptleuten und den Führern des Heeres hinaus und sprach zu ihnen: Führet sie hinaus vor die Schranken des Tempels und draußen töte man sie mit dem Schwerte! Und der Priester befahl, sie nicht im Hause des Herrn zu töten. 15Da legten sie ihr die Hand auf den Nacken, und als sie durch das Roßtor zu dem Königshause gekommen war, tötete man sie daselbst. 16Jojada aber schloss einen Bund zwischen sich und dem ganzen Volke und dem Könige, dass sie das Volk des Herrn sein sollten. 17Da drang das ganze Volk in das Haus des Baal und sie zerstörten es und zerbrachen seine Altäre und Bildsäulen und töteten Mathan, den Priester Baals, vor den Altären. 18Hierauf bestellte Jojada Vorsteher im Hause des Herrn unter der Leitung der Priester und der Leviten, welche David für das Haus des Herrn eingeteilt hatte, damit sie dem Herrn, wie im Gesetz Moses geschrieben ist, Brandopfer darbrachten, mit Freuden und mit Gesängen, nach der Anordnung Davids. 19Auch bestellte er Türhüter an den Toren des Hauses des Herrn, damit niemand einträte, der irgendwie unrein wäre. 20Ferner nahm er die Hauptleute und die tapfersten Männer und die Fürsten des Volkes, sowie das ganze Volk des Landes, zu sich und sie brachten den König aus dem Hause des Herrn herab und führten ihn mitten durch das obere Tor in das Haus des Königs und setzten ihn auf den Königsthron. 21Da freute sich das ganze Volk des Landes und die Stadt blieb ruhig, Athalia aber ward mit dem Schwerte getötet.
2. Chronik 24
1Sieben Jahre war Joas alt, als er König wurde, und vierzig Jahre herrschte er in Jerusalem; seine Mutter hieß Sebia aus Bersabee. 2Er tat, was vor dem Herrn gut war, so lange Jojada, der Priester, lebte. 3Jojada aber gab ihm zwei Frauen und er zeugte mit diesen Söhne und Töchter. 4Darnach beschloss Joas, das Haus des Herrn wiederherzustellen. 5Und er versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: Gehet aus in die Städte Judas und sammelt von ganz Israel Geld, um den Tempel eures Gottes Jahr um Jahr auszubessern; die Leviten aber taten es etwas saumselig. 6Da berief der König Jojada ihr Oberhaupt und sprach zu ihm: Warum hast du es dir nicht angelegen sein lassen, die Leviten anzuhalten, dass sie aus Juda und Jerusalem das Geld einzögen, welches von Moses, dem Diener des Herrn, festgesetzt ist, dass die ganze Gemeinde Israel es in das Zelt des Zeugnisses bringe? 7Denn die gottlose Athalia und ihre Söhne haben das Haus Gottes verwüstet und haben mit allem, was als Weihegeschenk im Tempel des Herrn niedergelegt war, den Tempel der Baale geschmückt. 8Alsbald befahl der König, eine Lade zu machen, und sie stellten dieselbe außen an dem Tore des Hauses des Herrn auf. 9Und es ward in Juda und Jerusalem ausgerufen, dass ein jeder die Abgabe für den Herrn darbringen sollte, welche Moses, der Diener Gottes, ganz Israel in der Wüste auferlegt hatte. 10Da freuten sich alle Fürsten und das ganze Volk und kamen und legten in die Lade des Herrn und warfen hinein, bis sie voll war. 11Und so oft es Zeit war, durch die Leviten die Lade vor den König zu bringen (sie sahen nämlich, dass es viel Geld war), gingen der Schreiber des Königs und einer, den der Hohepriester beauftragt hatte, hin und schütteten das Geld aus, das in der Lade war, und trugen die Lade wieder an ihren Ort; so taten sie Tag für Tag und es ward unzählbares Geld gesammelt. 12Dies gaben der König und Jojada denen, welche die Arbeit am Hause des Herrn leiteten; diese aber dingten dafür Steinhauer und Künstler für die einzelnen Arbeiten, dass sie das Haus des Herrn wiederherstellten, dazu Schmiede in Eisen und Erz, damit das, was einzufallen anfing, gestützt würde. 13Und da die, welche arbeiteten, mit großem Eifer an das Werk gingen, schlossen ihre Hände die Risse der Wände und sie brachten das Haus des Herrn wieder in den vorigen Stand, fest und sicher. 14Als sie nun alle Arbeiten vollendet hatten, brachten sie den übrigen Teil des Geldes vor den König und Jojada und man machte dafür die Gerätschaften des Tempels für den Dienst und für die Brandopfer und die Schalen und die übrigen goldenen und silbernen Gerätschaften; dazu wurden beständig Brandopfer im Hause des Herrn dargebracht, alle Tage Jojadas. 15Jojada aber ward alt und hochbetagt und starb, hundertunddreißig Jahre alt, 16und man begrub ihn in der Davidsstadt bei den Königen, weil er an Israel und an seinem Hause Gutes getan hatte. 17Nachdem aber Jojada gestorben war, kamen die Fürsten von Juda und fielen vor dem Könige nieder, welcher, durch ihre Ehrerbietung gewonnen, ihren Wünschen Gehör gab. 18Und da sie den Tempel des Herrn, des Gottes ihrer Väter, im Stiche ließen und den Hainen und geschnitzten Bildern dienten, kam um dieser Sünden willen ein Zorngericht über Juda und Jerusalem. 19Und er sandte Propheten zu ihnen, dass sie sich wieder zu dem Herrn bekehren sollten; diese gaben Zeugnis, aber jene wollten nicht auf dieselben hören. 20Der Geist Gottes kam also auf Zacharias, den Sohn Jojadas, den Priester, und dieser trat vor das Volk und sprach zu ihnen: So spricht der Herr, Gott: Warum übertretet ihr das Gebot des Herrn, da es euch nicht gut sein wird, und habt den Herrn verlassen, so dass er euch verließ? 21Da rotteten sie sich wider ihn zusammen und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhofe des Hauses des Herrn. 22Und der König Joas gedachte nicht der Barmherzigkeit, welche Jojada, dessen Vater, ihn erwiesen, sondern ließ dessen Sohn töten. Dieser aber rief sterbend: Der Herr sehe es und räche es! 23Als nun ein Jahr um war, zog ein Heer aus Syrien gegen ihn herauf und es kam nach Juda und Jerusalem und tötete alle Fürsten des Volkes und alle Beute sandte es dem Könige nach Damaskus. 24Und obwohl die Syrer nur in sehr geringer Zahl gekommen waren, gab der Herr doch eine unzählige Menge in ihre Hände, weil diese den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten; so übten jene an Joas ein schmachvolles Gericht. 25Als sie abzogen, ließen sie ihn in großen Leiden zurück. Da erhoben sich seine Diener wider ihn, um das Blut des Sohnes Jojadas, des Priesters, zu rächen, und ermordeten ihn in seinem Bette; so starb er und man begrub ihn in der Davidsstadt, aber nicht in der Grabstätte der Könige. 26Die ihm aber nachstellten, waren: Zabad, der Sohn Semmaaths, der Ammanitin, und Jozabad, der Sohn Semariths, der Moabitin. 27Seine Söhne und die Höhe des Geldes, welches unter ihm gesammelt ward, und die Wiederherstellung des Hauses Gottes sind im Buche der Könige genauer beschrieben; sein Sohn Amasias aber ward König an seiner Statt.