undefined. undefined NaN · Dienstag

Auf den Punkt.

Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium — mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.

Evangelium · Lk 12,35-38

Evangelium — Lk 12,35-38

Was bedeutet es zu glauben? Woran glauben wir? Wie ist unser Glaube definiert, wie soll sich unser Glaube, der wahre Glaube – im Unterschied zum Glauben an diese Welt – auswirken? Im Evangelium nennt Jesus diejenigen selig, die wach bleiben, also diejenigen, welche die Hoffnung nicht aufgeben. Die sicher sind, dass der Herr kommen und helfen wird, und die das tun, was der Herr von ihnen verlangt, die Gott vertrauen und sich durch nichts von ihrem Glauben abbringen lassen. In der heutigen Zeit gibt es nur mehr selten solch einen tiefen christlichen Glauben. Anstelle des Glaubens ist der Unglaube getreten. Man stellt sich gerne selbst ins Zentrum der Wirklichkeit. Die Wirtschaft wird unser Gott, der wir in Verehrung des Konsums hörig werden. Und wehe, es kommen einmal schlechte Zeiten, für den Einzelnen oder die Gesellschaft. Dann merken wir erst, wie richtungslos wir dahingedriftet sind, wie weit wir bereits lange Zeit in die falsche Richtung gegangen sind. Warum ist das so? Weil nur der wahre Glaube dem Leben die wahre Richtung schenkt und, wenn wir in den wahren Glauben eingetreten sind, er zurechtrücken kann, was in unserer Geschichte verdreht ist. Um in das Geheimnis des wahren Glaubens einzutreten, müssen wir unsere Gleichgültigkeit, unsere Arroganz und unseren Egoismus aufgeben. Dazu gehört auch, Demut zu haben und die Bereitschaft zu verzeihen. Wer zum Glauben gefunden hat, sieht mit dem Herzen. Wer glaubt, hat den Sinn des Lebens erfasst, der weit über den Sinn des zeitlichen Lebens hinausreicht.