7. Juli 2025 · Montag
Auf den Punkt.
Kurzauslegung zur Tageslesung und zum Tagesevangelium mit Diakon Peter Scheuchel aus der Wallfahrtskirche Mariabrunn.
Evangelium – Mt 9,18-26
Auf die Bitte eines Synagogenvorstehers führt er dessen soeben gestorbene Tochter wieder zurück ins Leben und heilt – auf deren Berührung hin – eine schon an zwölf Jahren an Blutfluss erkrankte Frau. Der Synagogenvorsteher und auch die erkrankte Frau kommen zu Jesus, um von ihm zu erhalten, was ihnen sonst niemand geben kann. Und Jesus gewährt beiden worum sie gebeten haben, denn er kümmert sich um alle, die in Not sind. Niemanden lässt er „links“ liegen. Er lebt mitten in seinem Volk, voll von Zärtlichkeit, Nähe und Barmherzigkeit, wie eben Gott seine Kinder liebt und nur das Beste für sie möchte. Jesus offenbart seinen Jüngern damit die Notwendigkeit der Nächstenliebe. Denn so viele sind in unserer Gesellschaft die Ausgegrenzten, die Kranken an Leib und Seele, die Einsamen und Verlassenen, die Letzten. Wir müssen lernen, uns um diese Letzten zu kümmern, für uns sollen sie die Ersten sein, denen wir unsere Aufmerksamkeit, unsere Zuwendung und Zeit schenken. Wir müssen im Geiste der Seligpreisungen ihre Leiden lindern, ihnen mit Barmherzigkeit begegnen, ihren Hunger und Durst nach Gerechtigkeit stillen und sie die fürsorgliche Väterlichkeit Gottes spüren lassen. Nur so können wir ihnen helfen, aus ihrer Dunkelheit zu entkommen und sie erleben lassen, was Licht im Leben bedeutet und zu bieten hat.